Monatsrückblick September 2022: Völlig neue Perspektiven im Reisen und Schreiben

Veröffentlicht am Kategorisiert in Rückblicke

Urlaub, Eine Absage und zwei neue Starts.

Mein September begann mit der Absage des Bühnenkunstpreises Viertakt Applaus! 2023. Traurig, aber ein großes Learning zum Thema „Alles zu seiner Zeit“. Für einen planbaren Neustart ist unser Publikum wegen der Corona-Pandemie noch zu verhalten. Meine zweite große Erkenntnis: Fahrradfahren kann Spaß machen und: ein eBike hilft dabei, wenn du keine Sportskanone bist. Drittens will ich das so nicht mehr sagen, denn diese Zuschreibung bremst mich total aus und/ oder lässt mich erst gar nicht beginnen. Außerdem ist sie von vorgestern! Mein vierter Move ist, dass ich nun weiß, wie ich in den nächsten Monaten schreiben will: kurz und vielfältig. Ich werde Blogartikel zu Business-Themen schreiben, die sich bei mir gerade entwickeln und weiter viel Persönliches im improvISING-Stil. Ich bin aufgeregt und sehr gespannt darauf. Kurz: das „Wie“ ist klar. Das „Was“ entsteht noch.

Und: unser Haushalt hat Zuwachs bekommen. Wir haben ein Dachzelt. Draußenglück!

Urlaub in Südtirol: ich und Fahrradfahren?

I liked it. Very!

Ich und ein eBike? Never. Ist was für alte Leute und Faule, dachte ich und war immer genervt, wenn’s um‘s Fahrrad fahren mit meinem Mann ging. Schon allein der Gedanke daran, machte mir Stresspickel. Denn entweder eierte ich wie eine Grundente mit hängender Zunge hinter ihm her und das Herz schlug mir bis zum Hals, dass ich fast kollabierte. Oder er fuhr meinetwegen langsamer, fror dann aber schnell, weil er sich „nicht ordentlich bewegte“. So raste ich dann doch wieder wie eine Irre hinter ihm her. Stress. Stress. Stress. Immer, wenn er mir eine gemeinsame Fahrradtour schmackhaft machen wollte, sagte ich nur: „Ach nee, lass mal. Kannst ruhig allein fahren. Alles gut.“ und verkrümelte mich erleichtert auf Sofa zum Lesen oder zum Schreiben, wenn er losgefahren war.

Doch er ließ nicht locker, mir ein eBike anzuschnacken. Ich schaltete auf Durchzug, tat so. als würde ich nicht hören. Und dann besuchten wir meine Freundin in Nürnberg, die sich kürzlich eins gekauft hatte und nach kurzem Zieren saß ich drauf und machte zitternd und unsicher eine kleine Probefahrt um den Block. Hui. Das ging ja ab! Schon cool das Teil, dachte ich. Sagte aber nichts. Für Andi war klar, das würde mein neues Rad. Ich wich ihm schon deutlich uneleganter aus und schließlich stand so‘n Viech zwei Wochen später bei uns in der Wohnung. Als er nach ein paar Tagen fragte „Wann kommt denn das Fahrrad hier mal aus dem Weg?“ und ich erwiderte „Duuu wolltest doch, dass ich so ein Ding habe und nun steht es eben hier rum.“, brabbelte er nur etwas von „Mitten im Weg“ und „… brummelbrummel … in den Fahrradkeller.“

„Bist Du irre? In den Fahrradkeller. Ich bringe doch etwas, das so teuer war, wie früher meine Autos nicht mal gekostet haben, nicht in diesen läppisch gesicherten Fahrradkeller.“ Er schaute mich an, zog die Augenbrauen hoch und machte sein Ich-bin-mit-einer-Irren-verheiratet-Gesicht. Das wirkt bei mir. Immer. „Ach Du“, sagte ich, „ich brauch‘ noch ein bisschen Zeit. Nach dem Südtirol-Urlaub bringe ich es runter, versprochen. Ich muss mich eben erst an den Gedanken gewöhnen, es da unten im Keller ganz allein zu lassen.“ Sein Blick wurde nicht besser, aber er sagte nur: „Okay. Wir finden dann schon was, womit wir es gut sichern können, Schatz.“ Ich seufzte und so schoben wir es zwei Wochen lang immer im Wohnzimmer hin und her bis wir schließlich mit den Rädern auf dem Autogepäcktrager nach Südtirol starteten.

Dort wollten wir mit meiner alten Studien-Clique, mit der wir uns einmal im Jahr treffen, zu neunt Fahrrad fahren. Horror. Ich hatte Schiss. Berge hoch, Berge runter. Und ich immer die Letzte. Stundenlang auf dem Sattel. Abgehetze. Abgehechel. Dolle Show. Aber ich hatte es versprochen und dafür war ja schließlich das neue Rad erworben worden.

Und was soll ich sagen: anfangs fuhr ich noch unsicher (ich bin wirklich keine Sportskanone und auch mein altes Fahrrad war mir nie am Popo festgewachsen), aber ich hab‘ mich sehr schnell reingefunden. Gut, ein paarmal krachte ich die Gänge rein oder schaltete zu spät, weil ich mich nicht mit genügend Weitblick auf die vor mir liegende Strecke konzentriert hatte (bei meinem alten Rad hatte ich die Gangschaltung nicht einmal benutzt). Ich kam gut hinterher, musste beim bergauf Fahren, Turbo sei Dank, nicht keuchen und hatte wider Erwarten richtig gute Laune.

Ich konnte mit den anderen mithalten, war nicht überfordert und fühlte mich dazugehörig. Es war zwar noch da, mein verdammtes sportliches Unvermögen, brüllte mich aber nicht die ganze Zeit an und hielt stellenweise sogar komplett die Klappe. Hatte ich vorher noch nie! Und aus der Freunde-Truppe sagte niemand: „Bitte! Geht doch.“ Ein Grund mehr, warum ich diese Leute liebe und wir seit vierzig Jahren so gut befreundet sind. Kurz: ich hatte Spaß. Ich. Beim Fahrrad fahren. Und war von mir selbst überrascht.

Stelle sicher, dass dein größter Feind nicht zwischen deinen eigenen Ohren lebt.

Laird Hamilton

Die längste Tour war 79 km lang und führte und von Mals nach Vilpian. Ok, es ging die ganze Zeit leicht bergab, aber dass mein Popochen das überhaupt mehr als vier Stunden lang aushalten konnte! Ich war und bin noch immer so unendlich stolz auf mich!

Überall Apfelplantagen

Und diese Landschaft! Berauschend schön ist das Etschtal, hat wunderbar ausgebaute Fahrradwege, die durch Apfelplantagen oder Weinberge führen. Bozen und Meran sind zauberhaft und an jeder Ecke gibt es leckere Spezereien, guten Käse, Tiroler Speck, Knödel in unzähligen Varianten und liebevoll geführte Lebensmittel-Einzelhandelsgeschäfte, wie z.B. die Fleischerei Nigg mit dem charmanten Chef oder den Gemischtwarenladen Pflanzelter in Terlan, der von drei zauberhaften Geschwistern geführt wird und die fiesesten Leckereien im Sortiment hat.

Wunderbar für eine Mittagseinkehr

Wir besuchten die höchst gelegene Sektkellerei Europas, Arunda in Mölten, bekamen dort eine herzige Führung vom Sohn des Hauses, aßen im gleichen Ort auf der Alm im Wargerhof hervorragend zu Mittag und genossen dabei den bilderbuchartigen Heidi-Weitblick ins Tal. Tiroler Speck, Salami und Kaminwurzen kauften wir im kleinen Hofladen im Obertimpflerhof, der nur Schweine aus Südtirol hält, gentechnikfrei füttert und „Nose to Tail“ verarbeitet – immer nur soviel, wie der kleine, nach Holz duftende, wunderschöne Scheunenladen auch vertreiben kann.

Gewohnt haben wir im Hotel Neuhausmühle in Vilpian mit der etwas spröden Chefin, die das Herz am rechten Fleck hat und ihrem Mann, der so wunderbar kochen kann. Es liegt genau in der Mitte zwischen Bozen und Meran und beide Städte sind gut mit dem Fahrrad zu erreichen. Hab‘ ich das getippt? Unfassbar! Call me Bike-Maus!

Und, fast vergessen, Franciacorta (lechz!) haben wir uns mitgebracht, den berühmten im Stil eines Champagner hergestellten Spumante aus der Lombardei, den du bei uns wie eine Stecknadel im Heuhaufen suchen kannst. Den musst du unbedingt probieren, wenn er dir irgendwo einmal begegnet.

Kurz: Salute Südtirol! Wir kommen wieder.

2023 gibt‘s keinen Viertakt Applaus

Die Absage. Schluchz!

Ich bin Vizepräsidentin in einem Verein von Bühnenschaffenden, Kreativen und Förderern, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, Künstler:innen zu unterstützen, aufzubauen und zum Erfolg zu führen. Der Viertakt e.V. vergibt den jährlichen Bühnenkunst-Preis Viertakt-Applaus! und fördert damit außergewöhnliche Bühnenkunst, die in keine Schubladen passt und die für eine facettenreiche, bunte Gesellschaft unerlässlich ist.

Nachdem die immer ausverkauften Shows und die Preisverleihungen in den letzten beiden Jahren wegen der Corona-Pandemie ausfallen mussten, haben wir dieses Jahr mit viel Optimismus und Elan versucht, die Reihe aus insgesamt fünf Shows wieder starten zu lassen, haben Bewerber gesichtet, Shows geplant und Künstler:innen ausgewählt und eingeladen.

Schnief!

Drei Tage vor Beginn der ersten Vorrunden-Show hatten wir gerade einmal 10 Tickets verkauft. Zehn!

Wir mussten einsehen, dass die Menschen nach den Einschränkungen der Pandemie noch nicht wieder bereit sind, sich festzulegen, sondern lieber spontan kommen möchten. Wir verstehen das. Für die Planung und Durchführung kleiner Kulturveranstaltungen ist dies jedoch ein Problem. Leider erleben das momentan viele Kulturschaffende, wenn sie nicht Helene Fischer oder Robbie Williams heißen.

Der Viertakt Applaus! als Publikumspreis und seine Künstler:innen brauchen jedoch ein volles Haus. Ohne Zuschauer kein Publikumspreis! So haben wir uns Anfang September schweren Herzens entschieden, die neue Saison und die Preisverleihung des Viertakt Applaus! 2023 komplett abzusagen. Wir alle finden das sehr schade und betrüblich. Vor allem für die ausgewählten Künlster:innen ist das sehr enttäuschend. Aber vielleicht, und das ist unser Learning, war ein so ambitionierter Neustart für 2022 einfach noch zu früh.

Und ich, ganz persönlich, hatte mich nicht nur auf die ganze Reihe, sondern besonders auf meine Moderation der Oktober-Show gemeinsam mit Torsten Schlosser gefreut. Nun ja.

Aber auch wenn‘s im Leben, manchmal runter geht, meistens liegt in der Nähe schon wieder das Gegenteil rum, oft existieren Hoch und Runter sogar direkt nebeneinander. Wie hier.

Melde dich zu meinem Newsletter an. Es lohnt sich.

Spring ins improvisierte Lesen: Bunte, bildhafte Sprache, wild und inspirierend. Poesie & Worterfindungen. Klartext mit Humor. Ahnentrauma hin oder her.

Juhu! Wir haben ein Dachzelt!

Neustart 1 – Völlig neue Perspektiven im Reisen

Mein Mann und ich sind immer völlig aus dem Häuschen, wenn wir Autos mit einem Zelt auf dem Dach sehen. Die Idee finden wir so cool: losfahren, anhalten, Zelt hoch, bleiben. Nicht viel Aufwand, keine Mega-Investition, nicht irre viele Klamotten. Schnellheit, Einfachheit. Wohnmobile finden wir zu groß, zu unhandlich, zu teuer. Außerdem: wo soll das denn im Winter parken? Und die Aufpass-Angst, das erforderliche Sicherheits-Hehampel: eine unserer Freundinnen hatte ihr Wohnmobil kaum 4 Wochen, da war es schon weg.

Zum Spaß besuchten wir Anfang September den Caravan Salon in Düsseldorf, die Messe rund um Camping, Wohnmobile und Outdoor Living. Zuerst Sensationslust befriedigen und unfassbar riesige Wohnmobile, die mehr als ein Haus kosten bestaunen und kopfschüttelnd auf Preisschilder glotzen. 1,3 Millionen € ??? Schnell waren wir uns einig: nee, das wollen wir nicht (Brüller!). Auf keinen Fall gibt es ein Camping-Mobil für uns. Auch kein kleines.

So landeten wir schnell in der Dachzelt-Halle und waren sofort wieder schockverliebt in diese Idee. Ich weiß nicht auf wie viele Autodächer ich über unbequeme Leitern in meinem flatterigen Kleid (meine Klamottenwahl war nicht gut vorbereitet) geklettert bin, immer voll am Grinsen! Wir wussten beide: wir kaufen ein Dachzelt!

In den Folgetagen ging‘s Hin und Her. Bonn, Butzbach, Bonn, Butzbach, Bonn. Die Jungs von Canvaz berieten und betreuten uns Camping-Newbies ganz wunderbar, ausführlich und höchst geduldig. Es gab die Frage nach der Länge des Zeltes, wir sind ja beide so groß und unser Auto nicht so lang. 2,30 m war definitiv zu groß. Also Änderung des favorisierten Modells. CHECK! Dann die Frage nach der Aufbauhöhe in geschlossenem Zustand. F***, zweifel! Die Decke der Tiefgarage ist so verdammt niedrig. Hhhm, vielleicht doch lieber erstmal messen. Wieder nach Hause. Yogakissen, 33 cm hoch, aufs Auto geschnallt und langsam rein in die Tiefgarage. Beim wieder Rausgefahren stecken geblieben. „Mist, können wir vergessen!“, jammere ich. Und Andi: „Wie hoch ist denn der Dachgepäckträger genau? Wir bestellen erstmal nur den und messen dann nochmal.“ Mein Mann! Hat immer einen Plan, wenn ich schon aufgebe! Tage später sagt er beiläufig: „Ich habe übrigens das Dachzelt bestellt.“ Ich: „Was? Passt das denn?“ Ich hatte noch nicht einmal mitbekommen, dass ein Paket angekommen war. Er: „Ja klar. Dachgepäckträger 10 cm hoch. Nochmal gemessen. Passt. Eine Aufbewahrung haben wir auch. Wir hängen wir es über dem Auto in der Garage auf, wenn wir es nicht benutzen. Übermorgen holen wir es ab. Die Jungs von Canvaz bauen uns den Dachgepäckträger und das Zelt aufs Auto.“ Für mich zu viele Informationen auf engem Raum. Ich brauchte ein bisschen …

Neue Perspektive!

Nun haben wir also ein Dachzelt und es in der ersten Nacht auf dem Parkplatz hinter unserem Haus ausprobiert. „Falls es doch zu kalt ist, falls doch einer aufs Klo muss, falls …“ Pruhaha. ! Aber wir wollten es. Sofort. Sch*** auf sieben Grad in der Nacht. Sch*** auf f***ing-Herbstanfang!

In meiner ersten Nacht auf dem Dach eines Autos habe ich wenig geschlafen. Ich muss mich immer erst gewöhnen an ungewohnte Nachtgeräusche. Wider Erwarten wars muckelig warm. Morgens dann ein knallroter Sonnenaufgang über dem Rhein. Und ein Eichhörnchen, ganz nah, das sich von unserer Anwesenheit nicht stören ließ. So hatte ich mir das vorgestellt. „Haben wir das richtig gemacht?“ „Ja, das haben wir goooldrichtig gemacht.“ Glückseligkeit.

Ich fragte mich warum und kam darauf: im Dachzelt habe ich sofort das wohlige „ich-habe-mir-eine-Höhle-gebaut“-Gefühl aus meiner Kindheit. Mein Rückzugsort. Mein Me-Time-Versteck. Keiner sieht mich, ich aber kann alle sehen. Keine Ahnung, warum ich den letzten Aspekt so super finde. Muss ich noch näher untersuchen. Wait.

Nun träume ich davon, morgens draußen aufzuwachen und alles ist noch ganz still. Ich liege auf der Seite, schlage die Augen auf und das erste, in das ich schaue, ist eine nebelige Weite. Ganz in der Nähe äsen friedlich ein paar Rehe, gerne mit Hirsch. Oder noch viel besser: leise schnürt eine Wölfin vorbei und schaut kurz zu mir hoch. Wir kennen uns. Wohlige Gänsehaut.

Professionell bloggen und sichtbarer werden.

Neustart 2 – Völlig neue Perspektiven im Schreiben

Ich bin so durchgewühlt und excited! Ende September habe ich beim RapidBlogFlow der Blog-Queen Judith Peters mitgemacht und in nur 3 Stunden (!) meinen ersten professionell begleiteten Blogartikel mit den vielen Fun Facts über mich geschrieben und veröffentlicht. F***einfachgemacht! Was für ein Flow! Was für ein Fest! Welche Leichtigkeit! Wieviel Spaß! Welch wunderbare Anleitung für so schnelle Ergebnisse!

Weil ich den Artikel nicht auf meiner gruseligen alten Webseite veröffentlichen wollte, habe ich die schnell aufgehübscht und frischer, freundlicher gestaltet. Das Ergebnis siehst du hier. Es fehlt noch einiges, aber das kommt zeitnah und bleibt nicht lange, denn ich werde in Kürze noch einmal relaunchen und zu WordPress umziehen. Daneben Content erzeugen und meinen Auftritt und meine Personen-Marke weiter aufbauen. Call me irre!

Und ich bin gehüpft. Gadoing! Aus meiner Komfortzone. Wieder einmal und nun bin ich Mitglied in The Content Society, dem Ein-Jahres-Programm in DER deutschsprachigen Blog-Community für Coaches und Expert:innen. Dort will ich lernen, mein Business zu bloggen und ich habe mir vorgenommen, jede Woche einen Blogartikel zu veröffentlichen. Schluck! Ich werde bis zu dreimal in der Woche mit anderen Schreiber:innen CoBloggen. Betrachte das als Selbstverpflichtungssätze, meinen Accountability-Post, der mir hilft, es wirklich zu tun. Erst einmal als Versprechen an mich selbst. Der Rest ergibt sich.

Ich freue mich riesig auf die Community, denn meine größte Hürde ist das Dranbleiben. Doll anfangen und dann schwer nachlassen. Kann ich super! Weil unterwegs schon wieder so vieles anderes, interessantes daher kommt, das ich auch noch unbedingt machen möchte. Und dann flutscht mir mein eigentliches Vorhaben weg. Oder es ist Alltägliches zu tun, das mich abhält vom kreativen Prozess. „Erst die Arbeit. Dann das Vergnügen.“

Wie sehr mich eine Gruppe von Gleichgesinnten trägt, das habe ich schon beim Schreiben und der Veröffentlichung meines ersten Buches Eingefroren in der Zeit erfahren. Dort wurde ich ermutigt, bevor ich nur drei Seiten geschrieben hatte, überall herum zu erzählen, dass ich ein Buch schreibe. Das machte es mir unmöglich, zurückzurudern. Meine liebe Schreibherde mit den unglaublich tollten und so unterschiedlichen Frauen war mir die reinste Inspirationsblase und ohne sie hätte ich nicht einmal den Titel für mein Buch gefunden – oder zumindest nicht den, den es jetzt trägt.

Und genau diesen Spirit spüre ich jetzt in The Content Society. Unterstützung, Hilfestellung, Feedback, Brainstorming, Technik-Kung-Fu, aber auch Popo-Klatsche mit Anlauf. Tu es! Nach der Arbeit an „Eingefroren in der Zeit“ mit seinen 400 Seiten habe ich jetzt ganz viel Lust auf die Produktion kleinerer Textfetzchen und -schnipsel zu Themen, die mich berühren und mit denen ich die Welt ein Stück zum Besseren verändern kann.

„Wer sich für zu klein hält, um eine Veränderung in der Welt herbeizuführen, der hat noch nie eine Nacht zusammen mit einer Mücke in einem Raum verbracht.“

Autor:in unbekannt

Ich werde weiterhin so schreiben, wie mir der Schnabel gewachsen ist. Wütend, weise, poetisch hat Sven Rohde, der Verfasser des Vorwortes für mein Buch, meinen Schreibstil genannt. Ich werde weiterhin kein Blatt mehr vor den Mund nehmen und mich ausdrücken. Frei nach den Mottos (ja, da heißt wirklich so) „Blog Like Nobody‘s Reading“ (Judith Peters) und „Was nicht ausgedrückt wird, drückt“ (Monika Stolina).

Wir dürfen gespannt sein. Besonders ich.

Was sonst noch los war im September

  • Wir besuchten unsere Familie in Grünwald und Starnberg.
  • Im Restaurant von Luis Dias aßen wir mit unserer „Legger-Esse-Gruppe“ zu Abend. Gutes Essen, schöne Weine, tolles Ambiente. Meine absolute Empfehlung für alle in und rund um Köln! Der Sohn unserer Nachbarn lernt übrigens dort Koch.
  • Dann noch wie immer das Monatsanfangswochenende in Karlsruhe. Wieder ohne was von der Stadt zu sehen. Modul 14 der K.I.S.S. Ausbildungsreihe zum improvisierenden Bühnenprofi. Das Thema des Wochenendes: LABAN-Techniken. Wow! So helpful!
  • Und endlich wieder ein Morgenmeeting um 6:00 Uhr, (definetly not my time) mit meiner lieben Schreibherde, dem Kreis der Schreibenden. Ich hatte endlich wieder die Kraft, teilzunehmen und auf dem inspirierenden Gruppenflow zu reiten, denn mein Gehirnfreeze nach der Covid-Infektion macht langsam wieder seine Kralle auf und mein „normales“ (haha!) Denken kommt zurück.
  • Noch eins zum Schluss: mir ist inzwischen wieder viel zu kalt. Ich könnt‘ mich so langsam aufs Einigeln vorbereiten und erst im März wieder langsam die Nase an die Luft stecken.

Und? Wie war dein 12. September so?


Kommentare zu diesem Artikel von meiner alten Website

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert