Businessrückblick Januar 2023: BlogRock, Impro & Nordlichter

Veröffentlicht am Kategorisiert in Rückblicke
Birgit Elke Ising guckt aus dem Fenster in den Schnee

Dieser Januar war DOUBLE-TRIPPLE-KREISCH!

Business: Die ersten Coachings mit der 1. Blog-Kundin. Meine Impro-Professionalisierung schält sich heraus. Privat: Laufen läuft wieder und drei (!) Haken auf meiner Löffelliste! Isch freu mich so: Anniehmieh, ischkannniehmieh.

Juhu: Mein Blog rockt!

„Wenn du sichtbar sein und (im Netz) gefunden werden willst, dann brauchst du einen Blog!“

Bämm! Da steht er. Der Satz. Den ich bis Mitte Januar nur so halb geglaubt habe. „Schreibt, Kinder!! Die Leute werden Euch finden!“, redet meine Blog-Professionalista Judith Peters jede Woche aufs Neue auf ihr Kursvolk in The Content Society (DER Blog-Community für die dynamische Haltungsbloggerin) ein.

„Ja, ja …!“, denke ich …

Und dann: Ausgerechnet über diesen Artikel findet meine erste Blog-Kundin zu mir. Ich wollte ihn erst gar nicht veröffentlichen, weil ich ihn selbst zu krass und zu ehrlich fand (?). Und sie fühlt sich davon angesprochen? Sie spürt einen Draht zu mir, mag meine Art zu schreiben und zu denken: „Endlich sagt mal einer, wie unterirdisch das da ist! Danke, Frau Ising!“, sagt sie zu dem Blogartikel in unserem ersten Zoom-Call.

Wooohooo! Ich bin geflasht. Freue mich dick und fett und rollig. Ich bin froh, dass ich mir den Schnabel beim Schreiben nicht mehr verbiege. Und: Es gibt da draußen tatsächlich, Leute, die das mögen. Irre!

Jetzt glaube ichs: Kinder! Schreibt und ihr werdet gefunden. Und ich weiß: Mein Blog rockt!
Bis März bin ich ausgebucht.

Impro: Würde, Professionalität & Termine

Das zweitletzte Modul meiner Weiterbildung K.I.S.S. (Kunst durch Improvisation, Spontanität & Schauspiel) zur improvisierenden Bühnen-Profitesse stand im Zeichen von Würde und Professionalität. „Im professionellen Feld zu agieren, setzt eine Klarheit in der eigenen professionellen Rolle voraus.“, so Nike Erichsen im Curriculum.

Wir bereiteten uns auf mögliche Situationen im kulturellen Arbeitsumfeld vor: Verhandlungen mit Auftraggebenden, Positionierung gegenüber Konkurrent:innen, Vertragsgestaltung. Wir klärten Fragen der beruflichen Selbständigkeit und spielten viele davon durch.

Über allem stand die Frage, was genau unsere künstlerische Identität ist und was uns Würde in diesem Zusammenhang bedeutet. Fragen der Bezahlung, des sich nicht unter Wert Verkaufens, der eigenen Grenzen und der der anderen.

In der Klarheit und Bewusstheit meiner Würde-Grenzen fühle ich mich gut gewappnet, im Profi-Umfeld zu agieren. Zu wissen und wahrzunehmen, wann und wie Auftraggeber, Bühnenbetreiber, Kolleg:innen, Mitspielende oder das Publikum diese überschreiten, macht es mir einfacher Position zu beziehen und „Nein“ zu sagen zu den Schattenseiten des Geschäfts: z.B. zu unterirdischen Angeboten, lachhaften Gagen, Ideen klauenden Bühnenmenschen, übergriffigen Spieler:innen, indiskutablen Spielvorschlägen aus dem Dunkel. Wow!

Wir Kisslinge wollen zusammen weiterspielen, heißen noch nicht (Name kommt) und unsere erste Auftrittsreihe steht schon:

  • Samstag, 4. März 2023, Jakobus Theater Karlsruhe, Tickets hier
  • Samstag, 13. Mai 2023, „Impro-Night“, Improtheater Mannheim
  • Samstag, 1. Juli 2023, „Impro-Night“, Improtheater Mannheim
  • Samstag, 2. September 2023, „Impro-Night“, Improtheater Mannheim
  • Samstag, 4. November 2023, „Impro-Night“, Improtheater Mannheim
  • Samstag, 6. Januar 2024, „Impro-Night“, Improtheater Mannheim
1. Auftritt mit neuer Impro-Herde. I love these people.

Ich flipp aus: Nordlichter!

Nordlichter zu sehen steht schon so lange ich denken kann auf meiner Löffelliste. Was hab ich den Gatten genervt. Erst wollte er, glaub ich, nur seine Ruhe haben, aber je näher die Reise rückte, je mehr freute er sich drauf. Mitte Januar dann brechen wir auf nach Lappland. Flug nach Helsinki, dann umsteigen und weiter Richtung Norden nach Ivalo. Das liegt 300 km nördlich vom Polarkreis.

Wir hatten die Nordlicht-Safari für einen der Folgetage gebucht, aber als wir gegen 18 Uhr im Hotel Aurora Queen Resort einchecken, nehme ich wilde Diskussionen zwischen den Mädels am Empfang und der Taxifahrerin wahr. Ich schnappe nur das eine (!) sich wiederholende Wort zwischen all den finnischen ähs, öhs und ühs auf: „Aurora!“ Alle benutzen dieses Wort mit einem Ausrufezeichen hinten dran und machen wichtige Gesichter. Großes Nicken allerseits.

Dann geht alles ganz schnell: Die nächsten Tage sei es schwer bewölkt, keine Chance auf Nordlicher, aber heute Abend, … also jetzt, … also sofort, … so in 10 Minuten, wäre es prima, loszufahren. Wir eilen ins Iglu, werfen die Koffer ab und im Restaurant nur eine kleine Vorspeise ein und hussa! befinden wir uns mit vier weiteren Gästen im Minibus Richtung Norden. Britta, die Fahrerin fährt einen heißen Reifen auf den vereisten Straßen (Spikes!) und hängt die ganze Zeit am Telefon. Es scheint, sie sei mit ganz Nordfinnland verbunden, ein Ring von Aurora-Jägern, die sich gegenseitig die besten Tipps geben. Auch Freunde und Familie werden eingespannt: „Ist bei Euch was zu sehen? … Ach so, alles klar, dann rufe ich da mal an.“, übersetzt sie uns ihre Gespräche.

Wir fahren ca. 35 Minuten, da ruft sie: „Wow! Da vorne!“

Wir sechs starren, während die weiße Winterzauberlandschaft an uns vorbei rauscht, aus der Windschutzscheibe ins Dunkel. Und sehen: nichts. Keine Ahnung, was sie da entdeckt hat. Dann biegen wir um eine langgezogene Kurve und dann sehen wir es alle:

Über der riesigen Fläche des zugefrorenen Ivalo-Sees ist der Himmel voll von Nordlichtern! Mich haut es weg! So etwas wunderschönes habe ich noch nie am Himmel gesehen! Ich ahnte, dass es mich berühren würde, Aurora Borealis in echt zu sehen, aber dass es mich so wegflasht hätte ich nicht gedacht. Zum Weinen schön!

Wir parken und Britta sagt, wir sollten raus, auf den See. „Da könnt ihr sie gut sehen!“. Alle hantieren an ihren Handys, die Bilder werden eher schlecht als recht. Das, was wir da sehen, lässt sich nicht einfangen. Ich bin hin- und hergerissen, zwischen hypnotisiert hinstarren und dem Versuch, doch noch ein gutes Foto (mit dem Handy, muuuhaha) zu machen. Nach ein paar hilflosen Versuchen, entscheide ich mich fürs Starren. Besser, die Nordlichter auf meiner eigenen Festplatte im Hirn speichern.

Ich bemerke gar nicht, wie Andi das Licht und mich beim Starren doch noch ganz passabel einfängt.

Birgit Elke Ising mit Nordlicht
Dass mich das Nordlicht so weghaut, hätte ich nicht gedacht.
Nordlicht über dem Ivalo See, Finnland
Hier zeigt sich das Nordlicht mit rotem Schimmer.
Die weißen Punkte sind keine Fusseln auf der Kamera, sondern Sterne.

Ich bin echt kein Nordmensch, sitze selbst im Sommerurlaub mit Ugg-Boots am Strand und bin glücklich, das Meer anzusehen. Ich muss da nicht rein, friere einfach zu schnell. Aber eins muss ich sagen: dieser Urlaub war einer der schönsten, die ich je erlebt habe. Zauberhaft!

Ich komme nicht aus dem Grinsen raus. Glücklich hake ich drei Punkte auf meiner Löffelliste ab:

Happy Grinsekatze!
Drei Punkte abgehakt auf meiner Löffelliste.
Glasiglu, Polarlichter, Hundeschlittenfahrt: CHECK!

Was sonst noch los war im Januar

  • Julius, der Sohn unserer Nachbarn, steht kurz vor dem Ende seiner Ausbildung zum Koch. In seinem feinen Ausbildungsbetrieb, dem Restaurant Luis Dias in Köln, will er sein Prüfungsmenü unter Prüfungs-Zeitvorgaben üben. Er hat eine Zutatenliste bekommen und muss Miesmuscheln, Linsen, rote Bete, 2 Enten, Grünkohl und Schokolade zu einem eigenen 3-Gang-Menü kombinieren. Juli bekocht uns, seine Eltern, seinen Bruder und dessen Freundin mit einem großartigen, ungewöhnlichen 3-Gänge-Menü. Ein mega-Gefühl, das wunderschöne (an dem Abend geschlossene) Restaurant ganz für uns zu haben. Fazit: Oberlecker! Nur fürs Grünkohl schnippeln brauchts noch ‘ne schnellere Idee. Es gibt noch drei weitere Übungsabende. Jedes Mal wird’s besser.
Tisch decken im Luis Dias
Gatte im Service bei Julis Prüfungsvorbereitungs-Dinner
  • Der Jung besteht seine Prüfung zum Koch am 20. Januar. Wir freuen uns Hölle mit ihm, werden aber seine WhatsApp-Nachrichten vermissen: „Ich hab Schokotarte geübt. Kann ich Euch was hochbringen?“
  • Ich übe laufen. Auf dem Schwebe-Laufband beim Orthopäden starte ich mit 60% meines Körpergewichts: 25 Minuten zackiges Gehen. Schönes gehen, kein Gehumpel. Das Hirn wieder ans runde Gehen gewöhnen. Bis zum Start unserer Finnland-Reise bin ich bei 95%. Das war der Plan. Der ist aufgegangen. Happy!
  • Wir futtern im Neni in Köln mit meiner Freundin Sabine. Ersatz für das ausgefallene Desaster im Januar (immernochschäm), das ich am Ende meines Jahresrückblicks beschrieben habe. Jetzt lief aber alles glatt und fein wars auch. Getränke gab vorher in der Monkey Bar. Wir haben uns unters Jungvolk gemischt und den Altersdurchschnitt Minimum um 50 Jahre gehoben.
  • Ich endecke den südafrikanischen Comedian Masood Boomgaard. Ich lache mich schlapp über die Figur, das Setting, an einem plätschernden Bach, seine Sonnenbrille, das Kostüm und seinen Dialekt: Gefühlt 1.000 mal feiere ich seine Workspace Motivation: „Fuck PowerPoint. There is no power in those points! And no point in those presentations!“ – Groooßes Kino.
  • Endlich bin ich wieder dabei (erst Knickefuß, dann Corona, grrrr): Weiter proben für das Stück „Bandscheibenvorfall – Ein Abend für Leute mit Haltungsschäden“.
Ankündigung Theaterstück Bandscheibenvorfall
Ein Stück über unterirdisches (Führungs-)Verhalten im Büro
Ich sag nur: „Kompetenz in der Panik“

Meine Blogartikel im Januar 2023:

Birgit Elke Ising mit Wunderkerze

Mein Motto 2023: Einen Scheiß MUSS ich!
Ich mach 2023 nur noch, worauf ich Bock habe, werde „gut für mich“ von „schlecht für mich“ (noch) klarer und schneller unterscheiden. Ich möchte über Nichts mehr sagen: „Na den Scheiß hätte ich mal besser gelassen.“ Was das für mich bedeutet?

Birgit Elke Ising mit Glücksschwein

10 Tipps aus dem Improtheater für ein entspanntes Neues Jahr
Alle guten Vorsätze schon wieder in der Tonne? Mehr Sport, abnehmen, kein Alkohol? Zack, Jahresende. Und wieder nicht hingekriegt? Meine Vorsatz-Ideen aus dem Improtheater, die leicht gehen und die Welt ein bisschen besser machen.

Birgit Elke Ising ohne Krücken

12 von 12 – Donnerstag, 12. Januar 2023
Fing mistig an. Hab morgens nicht aufgepasst und mir einen gebrauchten Tag andrehen lassen: Verschlafen, Hektik, grau in grau. Aber abends wurde es besser. Krücks away! Erste Schritte ohne. Und dann noch Yiiiiiihaaah.

Meine Blogartikel im Dezember 2022:

Und weil der Dezember-Rückblick wegen „is nich“ ausfiel hier noch die letzten aus dem alten Jahr. Muhaha!

Birgit Elke Ising mit Büchern

Jahresrückblick 2022: Schreiben, schreisen, spielen.
Ukraine-Krieg, Pandemie, Inflation, Paniksparen. Für mich liefs trotzdem rund: Mein erstes Buch (kreisch!). Ne ordentliche Webseite, Blogstart, Reisen, ein Dachzelt. Und dann noch mein (überflüssiger) Fußbruch. Volle Elle Mirabelle, sach ich mal.

Birgit Elke Ising

Best of Blog 2022: Meine persönliche Zahlen- & LOVE-Liste.
Zum Abschluss des Jahres der Blog-Geburt: ein Blick auf meine liebsten Blogartikel. Je drei Lieblingsartikel aus ganz unterschiedlichen Sichten: Gefühle, Kommentare und Länge. Ich liebe diese Kategorien!

12 von 12 – Montag, 12. Dezember 2022.
The Sky is blue. Na und! This is a Jammer-Jammer day. Bin genervt vom Hinkefuß und den Krücks! Wieder ein Tag im Sitzen. Radius: 3 Meter. Isch ‘ahböh schleschtöh Launöh!

Meine Prognose für 2023-2025: Kriegsenkel-Gefühle bedrohen unsere Gesellschaft! Was dagegen wirkt.
Überall Rechtspopulismus. Wut und Hass kochen. Die Demokratie ist in Gefahr. Gibts Einsichten, Ansätze? Was hilft? Und was hat das mit Kriegstrauma zu tun?

Businessrückblick November 2022: Again What Learned, Kriegsenkelin
Super Buch-Feedback. Ein Kriegsenkelinnen-Mega-Mindfuck. Und endlich bin ich wieder in einem professionellen Impro-Ensemble. Hammer-Ärmchenwackel-Jay! UND FUCK! Fuß gebrochen. Diesmal den anderen. Hab ja zwei!

Birgit Ising mit Notebook
Wer schreibt hier eigentlich?

Hi, ich bin Birgit Elke Ising. Ex-Bank-Managerin, Coachin, Autorin, Speakerin und (improvisierende) Schauspielerin. Ich bin Expertin für Transformationsunterstützung. Mit kreativen Coaching-, Theater- und Schreib-Techniken helfe ich dir aus der Schwere ins Handeln.
Mehr über mich erfährst du hier.

Du willst mehr lesen? Hier ist mein Buch:
Buch Eingefroren in der Zeit von Birgit Elke Ising

Eingefroren in der Zeit.
Ein guter Einstieg ins Thema Ahnentrauma. Du brauchst keine Vorkenntnisse.
Nur Lust auf Geschichten. Skurrile Geschichten.

Deep Shit, mit Humor und Leichtigkeit erzählt.

„Wütend, witzig, weise.“
(Sven Rohde, ehem. Vorstand Kriegsenkel e.V.)

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