CORONA – POESIE

Veröffentlicht am Kategorisiert in Schreiben

Mist!
Ich habe mich mit Corona angesteckt!
Es geht mir schlecht.
Wie fühlt sich das an?

Eine poetische Annäherung

Tag zwei: Bämm! Ich liege flach.

Ich fühle mich.
Müde wie eine Zugvögelin auf ihrem Weg nach Süden,
Leer wie eine Schachtel Lieblingspralinen,
Eingezwängt wie ein zu dicker Wollfaden in einem Nadelöhr,
Kratzig wie schorfiger Sand,
Orientierungslos wie damals im Käfer
mit dem zerfetzten Falk-Plan auf den Knien,
Räudig wie nach einer durchzechten Nacht,
Schuldig wie ein wildes Brennesselfeld,
Hoffnungslos wie eine ertrunkene Kratzbürste.

Tag drei: Mein Gehirn zappelt.

Mein Gehirn schwappt über wie der Kaffee
in meiner Tasse an Bord eines kränkenden Segelbootes.
Es zieht zähklebrige Rübenkrautfäden und
füllt viele kleine Würfel, in die kein
vollständiger Gedanke passt.
Schnell ist ein Würfel voll gedacht und auch
der neue kneift und beißt augenblicklich.
In jedem Kästchen kein Anfang und kein Ende.
Ein wirres  Durcheinander.
Schaukelnd. Verklebt. Fragmentiert.
Immerhin kann ich atmen.

Tag vier: Der Gehirnfreeze begint.

…….
…….
…..
…..
…..
…..
…..
…..

(Mehr als drei Monate lang findet kein einziger Satz aufs Papier.)

Die Sprachbilder entstanden in der Masterclass „Metaphern & More“ während der „High Voltage Journey zu Deinem Buch“ der wunderbaren und inspirierenden Monika Stolina.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert