Mein 1. Blogartikel: „Heilige Schreise“. Warum ich mit dem Bloggen angefangen habe.

Veröffentlicht am Kategorisiert in Business, Schreiben & Reisen
Birgit Elke Ising ist happy über ihren ersten Blogartikel

„Weiterschreiben, Hauptsache weiterschreiben!“, denke ich im Frühjahr 2022 nach der Veröffentlichung meines ersten Buches „Eingefroren in der Zeit“.

Ich will nicht wieder rausfallen aus diesem einzigartigen Groove, der einen emotional-intensiven 400-Seiten-Klopper in einem Affenzahn, in nur einem Jahr (!), in die Welt geschleudert hat.

Ich will weiter veröffentlichen, aber nicht ewig daran herumdoktern müssen, hab‘ erstmal die Schnauze voll von lang. Weiterschreiben, ja. Aber nichts Episches fabrizieren, Poesie vielleicht, Schnipsel, Stuff, Fragmente, die mir in Herz und Hirn rumwabern und die ich, boom-boom-bäng, schnell rausdonnern kann. Schreiben, klick, raus. So stelle ich mir das vor – und habe noch keine Ahnung, wie ich das anfangen und womit ich beginnen soll.

„Es wird sich zeigen“, denke ich und schreibe (bis die große Idee kommt, darauf vertraue ich) erstmal weiter Morgenseiten in mein Notizbuch. Mein kreativer Autopilot läuft derweil locker weiter mit und steht auf Empfang …

Und dann geht plötzlich alles ganz schnell!

OMG, welche Möglichkeit!

Gatte und sein Kindergartenfreund, der schon mehr als zwanzig Jahre in der großen Stadt lebt, wollen Fahrrad fahren, knapp 500 Meilen (ca. 800 km) von New York City die Ostküste rauf bis Bangor. Ob ich mit möchte? Nicht ernsthaft, oder?

Ich bin doch nicht bekloppt, mit hängender Zunge wie eine Grundente hinter Euch zwei Kerlen herzueiern! Nur damit Ihr dann sofort weiterpest, wenn ich endlich oben am Berg angekommen bin! [Anm.: Ich kenne das in umgekehrt vom Skifahren. Ätz!] Nee danke, sehr nett, macht Ihr zwei mal einen schönen Jungs-Urlaub. Ich gönne es Euch und komm‘ zwar mit, bleibe aber in der Stadt. Schreiben und Blumen gießen und so.“ – Gattes Freund sagt: „Geht klar.“

Uff! Echt jetzt? Birgit allein in Harlem, New York City? Freude und Bibbern lösen sich ab.

Ich finde mich wahnsinnig mutig, mein Herzchen klopft wie dolle. Aber ich mach‘ (NO WAY!) einen Rückzieher. Zur Sicherheit veröffentliche ich auf Social Media zwei Neugierig-Mache- bzw. Accountability-Posts zur Selbstüberlistung!

Anfangs meine ich mit „only four days to go“ die Zeit bis zum Beginn der Reise.

Auf einer schwarzen Steinwand steht in gelben Buchstaben: I Feel Something New! In der Mitte ein Fragezeichen in pink.
„Es braut sich was zusammen.“

Es ist klar: Ich starte einen Blog

Am Nachmittag nach dem ersten Accountability-Posting (Wahnsinn, was das mit dir macht, wenn du der Welt sagst, dass du was machst!) weiß ich, da muss mehr kommen. Wenn ich schon so lautstark verkünde, es sei etwas Neues im Anmarsch.

Nach einem Telefonat mit meiner Lektorin ist klar, ich werde über mein Schreiben in New York schreiben und meine Erfahrungen mit Bildern auf Social Media teilen. Kurz, knapp und knackig.

„Schon ganz okay“, denke ich, „aber noch nicht ganz das Richtige. Irgendwie zu lame.

Als ich mir am nächsten Morgen den Schlaf aus dem Pelz dusche, macht es plötzlich ZING und ich weiß: Dieses Schreiben kommt in einen Blog! Meinen Blog. Auf meiner Webseite! Ich will nicht, dass es am Grund von Social Media im Schlamm des Vielen versinkt.

Ich bin begeistert und aufgeregt. Doch da sind auch Angst, nee: Panik! Denn ich weiß überhaupt nicht, wie das geht. Und dann ist da noch ein Problem: Meine Webseite ist so grottig! Trotzdem tröte ich auf Instagram und Facebook rum – und jetzt meine ich meinen Blog:

Auf einer schwarzen Steinwand steht in gelben Buchstaben: Fear. Excitement. Panic.In der Mitte ein Ausrufezeichen in pink.
Fear. Excitement. Panic.

Zeitsprung. Drei Tage.

Kneif mich mal einer! Ich schreibe in New York!

Nachdem die Jungs losgefahren sind, …

NYC Jungs starten zur Fahrradtour
Off They Go!

… und ich mit hinterherwinken fertig, …

Birgit winkt in New York City
Ich freu mich wie Hulle auf die Zeit, ganz allein mit mir.

… schaue ich mich in Ruhe in der Wohnung um. Schon oft war ich hier zu Besuch, aber nun habe ich das alles für mich allein. Hammer!

Ich mach’ mir einen Kaffee, packe meine Bücher aus, richte meinen Schreibplatz ein und komme aus dem Grinsen nicht mehr raus. Das ist so geil and it feels so unreal! Hier werde ich also in den nächsten 10 Tagen morgensmittagsabends schreiben, kreiheiheiiisch!

Ein Schreibplatz auf einer Terrasse in New york City
Zauberhaftes Sonnenaufgangslicht umfängt mich jeden frühen Morgen …
Ein Schreibplatz auf einer Terrasse in New York City umgeben von Palmen
… in meinem hidden, private urban jungle.

But first: Website-Umbau, mal eben schnell …

Ich bin happy. Ich lebe in New York und beginne, zu schreiben. Meine üblichen Morgenseiten. Und ich mache mich bar jeder Fachkenntnis und mit kreativer Try-and-Error-Muße an den Umbau meiner Grootenolm-Webseite, die aus der Zeit gefallen, zu düster und viel zu textlastig ist. Ich brauche Frische!

Webseite von Birgit Ising bis Sommer 2022
So sah meine Webseite im Sommer 2022 aus.

Das Gute ist, und für mich purer Luxus: Ich bin in NYC und muss das Haus nicht verlassen! Wie geil ist das denn? Der Kühlschrank ist voll. Und ich brauche kein Touri-Programm. Kann ich auslassen. Einfach nur sitzen, lesen, leben und schreiben. Schreiben und reisen. Wie wunderbar! Schreisen!

Schreisen? Plötzlich ist es da, das Wort, das zum Thema meines ersten Blogartikels wird und das mich noch immer begleitet und inspiriert: SCHREISEN. Ohne ein einziges Wort geschrieben zu haben, knall‘ ich es raus:

Heilige Schreise im Big Apple. Der 1. Blogartikel von Birgit Elke Ising

Und dann geht es richtig los: YouTube sei Dank, bastele ich mir auf meinem bestehenden Content-Management-System Wix, mit dem Website-Baukasten, auf Basis einer Vorlage mit Blogfunktion, an zwei Tagen eine neue Website. Ich fluche und breche mir fast die Ohren, bekomme es aber hin.

Webseite von Birgit Elke Ising ab Sommer 2022
Zwei Tage probieren, fluchen und klickibunti: Meine neue Website.

Die Seite ist weit entfernt von rechtssicher, aber sie ist online. Sie hat keine Datenschutzerklärung, kein Impressum, keinen Cookie-Banner und what the fuck ist nochmal DSGVO? „Das mach‘ ich später“, denke ich.

Mein 1. Blogartikel – Ein heißer, heiliger Schreis!

Es juckt in meinen Fingern. Ich will bloggen! Jetzt!

Dann mache ich mich ans Schreiben meines ersten Blogartikels.

Am Tag zuvor war ich zum Lunch im Terrace Café des MoMA und das Foto vom Nachtisch-Schokokuchen mit Reiseführer und Notizbuch wird mein Symbolbild fürs Schreisen:

Schokotarte im Terrace Cafe New York City
Empfehlung: Mittagessen & Schreiben im Museum of Modern Art in New York City

Ich erinnere mich daran, wie ich nach dem Mittagessen am Straßenrand lässig den Arm gehoben und mir eins der gelben New York City Taxi Cabs herangewunken habe, um uptown zurück nach Hause zu fahren. Das Carrie Bradshaw-Gefühl umspült mich noch immer. In diesem Zustand, als Bewohnerin von New York City, in Harlem, mit Blick auf den Central Park, schreibe ich meine Gedanken zum schreibend Reisen, einem für mich kreativen, heiligen Tun. Ich fühle mich getragen von mir selbst, bin unendlich dankbar für diese Gönnung und Möglichkeit. Ich weiß, dass ich gerade etwas ganz Besonderes erlebe.

Als ich auf den Veröffentlichen-Button drücke, höre ich aus der Ferne das typische wieiiihuuuhwieiiihuuuhwieiiihuuuh eines Polizeiautos und unter mir schießt rattatt-rattatt-rattatt, ein A-, B-, C- oder D-Train der New York City Subway durch die müffelnden Eingeweide der Stadt Richtung Downtown.

In der unfassbaren Stadt, die niemals schläft und die ich hier oben, glücklich über allem schwebend, ganz neu erlebe, erblickt mein Blog am frühen Abend des 14. Juni 2022 das Licht der Welt. In meinem 1. Blogartikel schreibe ich übers Schreibend Reisen: „Heilige Schreise“? Was ist das denn?

Birgit Elke Ising, 1. Blogartikel über Schreiben Reisen: Schreisen
Der Teaser auf meines 1. Blogartikels
auf der damaligen Blog-Übersichtsseite

So sah er aus und so fing er an:

Birgit Elke Ising, Auszug aus dem 1. Blogartikel über Schreibend Reisen: Schreisen.
Mein erster Blogartikel. Inzwischen ist er überarbeitet.

Wow! Es ist so krass! Ich sitze, weder einsam noch ängstlich, sondern dick und fett und happy in der Mitte meines Schreiblebens. Selbstbestimmt und frei!

Und, tööööörööööh, ich habe jetzt einen Blog! Neben meinem Buch, in dem ich meine Wahrheit, die nie jemand hören wollte, in die Welt gebrüllt habe, besitze ich nun ein weiteres Medium zum Finden und Verfestigen meiner Stimme, meiner Sprache (die mehr mit Schreiben als mit Reden zu tun hat), meiner Sichtweisen, meiner Meinungen. Zum Teilen meines Wissens, meiner Erfahrungen, meiner Geschichten.

Offene Rechnung schließen

Ich trete auf die Terrasse, hebe mein Glas mit dem prickelnden Getränk, das ich im gut bestückten Kühlschrank gefunden hab‘ und sage laut in die Dämmerung:

Yay! New York, Du alte Kröte! Ich stoß‘ mit Dir auf das Leben an. Auf das Leben und: Die Liebe.“
Gotham City aber ist konsterniert. Sie schweigt mich an.
„Hey! I know. Das hätten wir beide nicht gedacht, dass ich das jemals sagen würde, was?
Sie schweigt weiter.

Ich nehme einen großen Schluck, spüre wie mir die kalten Bubbles die Kehle und den Bauch von innen kitzeln. NYC aber ziert sich weiter, steht neben mir und blickt, noch immer eingeschnappt, mit spitzen Lippen, geradeaus in die Ferne. Dabei hätte ich allen Grund, immer noch sauer auf sie zu sein. Schließlich wäre ich 33 Jahre zuvor beinahe an ihr verreckt. Es ist absurd, dass sie mir das übel nimmt! Ich atme tief ein und wieder aus. Schaue neben und mit ihr lange schweigend in die gleiche Richtung der Lichterglanzferne. Nach einer ganzen Weile knuffe ich ihr mit meinem Ellenbogen in die Seite und sage:

„Komm‘ schon! Ich weiß ja, dass du nichts dafür konntest. Du warst nur der Schauplatz.“

Sie macht leise wieiiihuuuhwieiiihuuuhwieiiihuuuh und unten auf der Straße lässt jemand etwas gläsernes fallen.
Klirr!

Sie dreht sich zu mir, schaut mich an, zieht die Stirn kraus und einen Mundwinkel hoch.

„Freundschaaaaft!“, sage ich (in dem Ton, wie ich es damals in Ost-Berlin gelernt habe) und weiß, dass sie weiß, was ich weiß. Wir stoßen an.

Und in diesem Moment spüre ich: Ich bin versöhnt!

Danke, Blog!

Mein Blog wird zum Buchschreibe-Vermeide-Instrument.

Meine Schreise passt perfekt in die große böse Stadt, weil ich mit der alten Kröte noch ein Hühnchen zu rupfen habe. Die Zerrupfung soll Teil meines zweiten Buches werden, in dem es um Kriegsenkel-Mindfucks in Beziehungen gehen soll, weil ich das Thema Liebesbeziehungen nur in einem Absatz kurz angerissen habe. Ich wollte keine 1.000 Seiten schreiben müssen …

Und trotz unseres abendlichen Versöhnungsgetränks auf der Terrasse, schleiche ich rum, um das für mich als Autorin in autobiografischer Hinsicht noch immer zu wildwassergefährliche Thema. Mich überrascht es, dass ich nach fuckin‘ 33 years emotional noch immer viel zu nah dran bin. Am alten Schmerz! [Fiep und grrr.]

Ich bemerke, wie ich mich für das zweite Buch, das zu diesem Zeitpunkt noch nicht weiß, was es werden will (Autofiktion, Sachbuch, Kurzgeschichten, Roman?), in Übersprungshandlungen ergehe. Statt meinen Job als Autorin, als verdammte Geschichtenschreiberin, zu machen und die fuckin‘ Story anzupacken und voranzutreiben, flüchte ich mich in Beschreibungen. Das ist einfach: Wie klingt die Stadt? Wie riecht die Stadt? Was hat sich seit 1989 verändert?

Aber ich vermeide die herdplattenheißen Szenen, die alten Straßen und Plätze: Die 88th Street between Columbus and Amsterdam Ave. ist für mich noch immer ein vermintes Gebiet. Danger Zone, zu lebensgefährlich, um es zu besuchen.

Also eiere ich (scheinbar!?) selbstbewusst durch die Stadt. Dabei entsteht mein zweiter Blogartikel A writing soul in NYC | Tipps für SoHo, West & Greenwich Village, in dem ich meine Finds, Schreibplätze und kleine NYC-Geschichten teile:

Birgit Elke Ising, 2. Blogartikel, Tipps & Schreibplätze für Schreibende in NYC
NYC-nett: Mein 2. Blogartikel

Beim das Ziel vermeidenden Rumstromern durch die Stadt findet mich in einem Buchladen auf dem Brooooootweeeech (seit 1989 mein Sprech für „Broadway“ und geklaut bei Geoff) das Buch „Writing Hard Stories“ von Melanie Brooks*. Darin erzählen „Celebrated Memoirists“ davon, how they „Shaped Art from Trauma“.

„Knaller!“, denke ich und vertiefe mich im nächsten Café in meine neue Lesebeute. Zwei Tage später ist mein dritter Blogartikel über meine eigenen bibberigen Schreibschwierigkeiten online:

Birgit Elke Ising, 3. Blogartikel: Schwere autobiographische Geschichten schreiben
Der 3. Blogartikel. Halleluja!

Mir hilft das, aber der Artikel – mit heutigem Abstand gelesen – schreit nach Überarbeitung …

Mein Blog wird erwachsen – Dank TCS

Ein paar Wochen später folgt ein bisschen was Poetisches, damals noch in der Kategorie „Ungereimtheiten“. Aber ich weiß nicht, in welche Richtung mein Blog gehen soll. Es schläft für zwei Monate ein.

Und dann: Auf Social Media sehe ich die Ankündigung für den #rapidblogflow von Judith Peters, ich melde mich für 0 Euro an und schnuffele in Judiths Blogosphäre. Ich bin fasziniert und sofort vom Blog-Virus befallen. Irre, was sich da für eine Welt auftut und welche Möglichkeiten (beim richtigen Tun und Umgang mit deinem Blog) durchschimmern.

In nur einer Woche lerne ich, was mit einer professionelleren Sicht und mit mehr als nur meinem Weiterschreib-Ziel alles möglich ist. Bei Judith klingt das nach Realität, nicht nach leeren Versprechen: Ich kann mich positionieren, fokussieren, werde gefunden und kann mit dem Bloggen sogar Geld verdienen? Und das alles macht „dynamisch bloggend“, wie Judith ihren Ansatz nennt, sogar Spaß? Wahnsinn!

Sooooofort hab‘ ich Sabber am Maul. „Das will ich auch!“ – Für mich ist es ganz klar, dass ich mit dieser Wahnsinnsfrau weiterarbeite. In meinen Jahresrückblick 2022 liest sich das so:

Ein Absatz aus dem Jahresrückblick 2022: Mein Blog startet durch.
Der Absatz aus meinem Jahresrückblick 2022: Womit mein Blog erwachsen wurde.

In dieser einen Woche entsteht mein erster Blogartikel in der TCS-Welt. Ich kann fühlen, wie mein Blog mit dem spaßigen Artikel über meine Fun Facts erwachsen wird und dennoch verspielt bleibt. Hammer!

Birgit Elke Ising, Blogartikel Fun Facts über mich

Ich beginne, über meine Positionierung und meine Angebote nachzudenken und nutze die folgenden Blogartikel, um mein Buch bekannter zu machen. Ich lerne, dass es wichtig ist, mich als Mensch und Persönlichkeit zu zeigen, wenn ich die zu mir passenden Kundinnen, die Richtigen, ansprechen will. Dabei hilft mir die neue Kategorie Persönliches.

Veränderungen

Langsam lerne ich Tante Google kennen, unterlasse grobe und unbewusste Fehler und voilà: mehr und mehr spuckt die olle Such-und-Finde-Krakin meine Seite auch denen als Suchergebnis aus, die nicht nur „Birgit Ising“ googeln, sondern das, was mich antreibt: Kriegsenkel & Ahnentrauma, Schreiben & Reisen, Leichter leben, Business & Spielen. Und: Meine Seite wird geklickt.

Die Umschlagpunkte bilden zwei der im Folgemonat veröffentlichten Blogartikel:

Daraufhin bekomme ich viele Reaktionen. Der Tenor geht in drei Richtungen: „Oh Frau Ising, wie berührend!“, „Endlich sagt das mal jemand!“, „Ich liebe es, wie Sie schreiben. Das liest sich leicht.“

Das freut und bestärkt mich in meiner Arbeit. Je mehr ich „blogge like nobody‘s reading“ (Judiths Claim) und mich traue, meine Expertinnen-Themen auch online und in meiner eigenen Art zu besetzen, je mehr ich klare Kante zeige, und ungesagte, unbequeme Dinge ausschreibe, je mehr positive Resonanz erhalte ich. Gleichzeitig stärkt es meine Schreibstimme, mein flappsiges Sprech und die Art, wie ich die Dinge benenne und auf den Punkt bringe.

„Nebenbei-Erfolge“

Bloggen macht mir Freude. Hier finde ich meine dritte Schreibheimat. Nummer 1 sind meine Morgenseiten, Nummer 2 das nächste Buch. Auf meinem Blog kann ich mich austoben und ausprobieren! Mein Schreib mal eben schnell in die Welt donnern. Ich liebe das und allein das lohnt sich schon für meinen eigenen Spaß und, ja, auch meine persönliche Immer-Weiter-Entwicklung.

Und – so unbelievable! – ohne dass ich das vorher geahnt hätte, beschert mein Blog mir:

  • Besucher:innen und Leser:innen auf meiner Webseite,
  • Coaching-Anfragen und Kennenlerngespräche,
  • Coaching-Kundinnen,
  • Live-Schreib-Workshops,
  • Improtheater-Workshops und -Anfragen,
  • die Möglichkeit zum Schreiben von Gastartikeln auf anderen Blogs (steigern meine Bekanntheit),
  • Anfragen zu Moderationen,
  • Interviews,
  • Verkäufe meines Buches „Eingefroren und der Zeit“,
  • Ausschüttungen der VG-Wort und
  • wirklich mini-mini-kleine-mitnehm-Affiliate-Provisionen für den Verkauf von Büchern, die ich empfehle (über die ich mich aber trotzdem wie Bolle freue).

Dafür braucht es nicht mehr als mein Schreiben und Teilen neuer Artikel.

Ich liebe das, denn ich bin keine Klinkenputze-Type. Ich mag es, wenn Menschen etwas von mir wollen. Ich mag mich nicht anbieten. Ich mache keine, „Hier guck‘ mal, was ich alles Tolles kann“ – Anrufe oder Kalt-Aquise-Gespräche.

Und jetzt?

Ich mache so weiter. Auf meinem Blog schreibe ich über Dinge, die mich was angehen, mich berühren, mich aufregen. Ich schreibe über Themen, über die wir alle noch viel zu wenig reden: Über Verschwiegenes, Verbuddeltes, Unsägliches. Bei vielen Menschen bislang Unerkanntes. Ich schreibe für mehr MUT STATT MÄH. Für mehr Mut zum eigenen Fühlen, eigenen Grenzen, eigenem Handeln, eigenen Sichtweisen, eigener Stimme. Für mehr Deutlichkeit und Sichtbarkeit. Mit Spaß und Freude.

Ich bleibe meinen drei wichtigsten Werten treu: Leichtigkeit, Humor und Selbstausdruck.

Nach mehr als 35 Jahren des Anderen-folgen-und-zum-Erfolg-verhelfen, Chefs gefallen, im Hamsterrädchen rumrenen und der Leitung unnützer Senseless-Projekte kann ich heute, dank meines Schreibens, meines Blogs, meines Spielens und meiner Coaching-Arbeit mit Menschen in Veränderungsprozessen, aus vollstem Herzen sagen: „Das, was ich tue, macht mir volle Elle Spaß. Yeah!“

– Auch wenn mir früher erklärt wurde, dass das Vergnügen erst nach der Arbeit kommt.

Ein riesengroßer, heavy Bullshit!

Du suchst nach deinem wahrhaften Sinn im Leben oder deinem kreativen Ausdruck? Traust dich nicht ran an dein Schreiben oder deine Künstlernatur? Vielleicht sogar dein ICH?

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Wenn wir zusammen passen, können wir in einem Coaching gemeinsam schauen, was jetzt wichtig und richtig für dich ist. Klick‘ einfach die pinkige Fläche und such dir einen Termin aus.

Birgit Ising mit Notebook
Wer schreibt hier eigentlich?

Hi, ich bin Birgit Elke Ising. Ex-Bank-Managerin, Coachin, Autorin, Speakerin und (improvisierende) Schauspielerin. Ich bin Expertin für Transformationsunterstützung. Mit kreativen Coaching-, Theater- und Schreib-Techniken helfe ich dir aus der Schwere ins Handeln.
Mehr über mich erfährst du hier.

Du willst mehr lesen? Hier ist mein Buch:
Buch Eingefroren in der Zeit von Birgit Elke Ising

Eingefroren in der Zeit.
Ein guter Einstieg ins Thema Ahnentrauma. Du brauchst keine Vorkenntnisse.
Nur Lust auf Geschichten. Skurrile Geschichten.

Deep Shit, mit Humor und Leichtigkeit erzählt.

„Wütend, witzig, weise.“
(Sven Rohde, ehem. Vorstand Kriegsenkel e.V.)

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8 Kommentare

  1. Liebe Birgit,

    Dein Blog-Beitrag liest sich irgendwie wie ein temporeicher Roman (für mich manchmal etwas zu temporeich), hält mich als Leserin in Atem und lässt mich kaum zum Nachdenken kommen. Obwohl ich das an manchen Stellen echt bräuchte – nachzudenken. Denn ich tue mich etwas schwer mit all den englischen Wörtern dazwischen, den “ wieiiihuuuh–wieiiihuuuh–wieiiihuuuh “ und ähnlichen Geräuschen und Lauten. Andererseits machen wahrscheinlich genau diese, das Tempo Deines Blog-Beitrags aus.

    Sehr spannend, für mich sehr ungewöhnlich und dennoch auch sehr anregend 😀 also mach weiter so.

    Viele Grüße Heike

    1. Liebe Heike,
      herzlichen Dank für Dein Feedback. Ja, ich weiß, dass ich manche Birgit-Lese-Newbies mit meinem Schreibstil überfordere. Und auch mit dem von Dir erwähnten Sog und Strudel. Danke, dass Du trotzdem drangeblieben bist.

      Herzliche
      Grüße Birgit, die so froh darüber ist, genau diese Wortwelt gefunden zu haben, auch auf die Gefahr hin, dass es nicht jede:n sofort anspricht oder den einen/ die andere abtörnt.

      P.S.: Vielleicht ist es wie früher mit einer neuen CD, in die wir uns auch erst reinhören musste, wenn wir sie nicht nach dem ersten Mal hören, schon gleich in die Ecke gepfeffert hatten … 😉

  2. Was für eine tolle Geschichte, Birgit.
    In einem super tollen Stil geschrieben, der absolut Lust auf mehr macht!
    Ich freue mich auf neue Geschichten und Bücher von dir.
    Grüße, Anette

    1. Liebe Anette,
      wow, ganz herzlichen Dank. Das motiviert mich zu neuem Schreib und neuen Geschichten. Und zeigt mir: Ich bin auf dem richtigen Weg, wenn ich mich nicht länger verstelle. YEAH!
      Ganz wilde Grüße
      Birgit

  3. Wow, großartig, liebe Birgit. Habe deine Bloggeschichte gerade verschlungen, mit deiner locker-frechen Schreibe, die so ganz Birgit ist. Was für ein cooler Start deines Blogs in NYC! Da war ich auch mal für zehn Tage und hatte eine sehr aufregende Zeit dort. Bisher habe ich dieses Blogthema noch nicht in Angriff genommen, aber jetzt bekomme ich Lust, auch über die Geschichte meines Blogs zu schreiben. Danke für die Inspiration!
    Liebe Grüße
    Kerstin

    1. Liebe Kerstin,
      herzlichen Dank für das schöne Feedback. Freu! Ja, NYC kann super sein, aber eben auch eine launische Kröte. Ich kann dich nur ermutigen, Deine Bloggeschichte anzugehen. Da schlummern bestimmt auch (wie bei mir) Überraschungen und Erkenntnisse drin. Freut mich, dass ich Dich inspirieren konnte.
      Alles Liebe
      Birgit

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