Jahresrückblick 2022: Schreiben, schreisen, spielen.

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Birgit Elke Ising mit ihren Büchern Eingefroren in der Zeit

Der Jahresrückblick 2022. Kein rundes Jahr da draußen in der Welt. Ukraine-Krieg, Lieferketten-Engpässe, Pandemie, Inflation, Paniksparen und Energiekostenerhöhung. Hier drin dann im November auch noch mein Fußbruch. Fakten, die nicht mit Gute-Laune-Terrorismus wegzudiskutieren sind.

Und dennoch:

Mein persönlicher Jahresrückblick 2022 fällt, wenn wir vom gebrochenen Fuß absehen, durchweg positiv aus. Ein Jahr voller Weiterentwicklung, neuer Themen und wunderbarer Reisen liegt hinter mir. Ein Jahr, in dem ich viel neues Lernen durfte, mein erstes Buch, eine nunmehr ordentliche Webseite und meinen Blog veröffentlicht habe und Tonaufnahmen von mir ein kleiner Teil eines wichtigen Projektes des NS-Dokumentationszentrums der Stadt Köln geworden sind. Ein Jahr voller wunderbarer Gespräche mit alten Freund:innen und berührenden Momenten mit neuen Menschen – Schreib- und Blogger-Freundinnen aus dem WorldWideWeb, die es auch im echten Leben (habe ich mehrfach geprüft!) und nicht nur auf dem Bildschirm, auf Instagram oder Facebook gibt.

Andi und ich waren viel unterwegs – so viel wie noch nie – und haben es sehr genossen. Im Sommer erwischte uns Corona auf einer der kleinsten Inseln Deutschlands und wir durften Lars Eidinger als „Jedermann“ bei den Salzburger Festspielen erleben. Unsere Familie ist größer geworden. Es gibt einen neuen Family-Stützpunkt in Starnberg. Und: Wir haben, juhu, ein Dachzelt.

Ich konnte einige Punkte auf meiner Löffelliste abhaken und habe eine wilde Reise mit meiner Improvisationstheater-Herde hinter mir.

Kurios ist, dass mir 2022 viele Menschen begegneten, die mich mit dem Attribut „mutig“ versahen. Sie finden es „mutig“ so ein Buch zu schreiben, „mutig“ mich so auszudrücken, einen Blog zu schreiben, Improtheater zu spielen. Ich selbst find‘ mich ja gar nicht so mutig, aber hey. Nun steht er da, mein Claim: Birgit Elke Ising – Mut statt Mäh. Schauen wir mal, wie es damit weiter geht.

Mein Jahr in drei Worten? Schreiben, schreisen und spielen.

Fazit 1 : Schreib! Schreiben hilft. Mit der Hand schreiben. Mir jedenfalls. Es nimmt einen positiven Einfluss auf mein Denken und damit auf mein Leben. Es fällt mir leicht. Es macht Spaß. Und es ist Arbeit. Meine Arbeit. Fazit 2: Arbeit darf Spaß machen und leicht fallen. Trotzdem ist es Arbeit. Kein Larifari. Keine Spielerei. Denn, alle mal herhören:

Schreiben ist nicht Muttis Hobby.

Milda Pretzell

Ich liebe diesen Satz von meiner Autorinnenfreundin und Poetin Milda, die sich damit gegen die Anforderungen ihrer Familie durchsetzt, wenn sie „nur“ dasitzt und schreibt. Milda hat 2022 übrigens das wunderbar herzberührende Buch Weltfühlung veröffentlicht. Für mich ein absolutes MUST-Read.

Also, alles in Allem: 2022, du warst ein rundes Jahr für mich. Danke.

Was habe ich mir für 2022 vorgenommen und was ist daraus geworden?

CHECK und FREU:

  • Mein erstes Buch veröffentlichen.
    Eingefroren in der Zeit ist am 15. März 2022 erschienen.
  • Die Webseite relaunchen.
    www.birgit-ising.com ist seit Anfang November im neuen Gewand live.
  • Einen Blog starten.
    Meinen ersten Blogartikel habe ich am 14. Juni 2022 veröffentlicht.
  • Viel verrreisen. Viel verschreisen.
    14 Wochenend-Trips: achtmal Karlsruhe, zweimal Saarbrücken und Starnberg, je einmal: Hamburg/ Eckernförde, Salzburg, Dresden, Eifel. Schreisen: achteinhalb Wochen schreibend reisen. Eine Woche Menorca, zweieinhalb Wochen New York City, vier Wochen Helgoländer Düne, eine Woche Südtirol. Lief!

Hhhm, da ist noch Luft nach oben:

  • Öffentlich aus meinem Buch lesen.
    Ich war Vortragende beim Frauengesundheitstag in Essen und habe den Anfang meines Buches unter dem Motto „Eine Seite. JedenTag.“ auf YouTube veröffentlicht. Aber: da geht noch mehr!
  • Viele viele Bücher verkaufen.
    Da geht auch noch was.
  • Meine Bekanntheit steigern.
    Ich mache schon allerlei, aber vielleicht muss doch eine Agentur oder ein Verlag her.
  • Mehr Selbstfürsorge. Besser auf mich achten.
    Ich bekomme es leidlich hin. Machmal schwelge ich in Selbstfürsorge und manchmal verkack‘ ich‘s völlig. Siehe weiter unten „Aua, mein Fuß!“. Ich bezeichne mich als Übende. Noch.

Äääh, das lief gar nicht:

  • Die Rohfassung meines zweites Buches fertig haben.
    Haha! Da war mir einiges im Weg! Die schweren Geschichten. Und ich musste lernen: So ein Buch ist A Living Thing. Es ist anschmiegsam, aber auch störrisch und es kann beißen! Es ist noch in der Sträubung, braucht seine Ruhe. Ich lasse es. Denn inzwischen weiß ich: Nichtschreiben gehört zum Schreiben. Genauso wie Nichtblühen zum Blühen gehört. Das wird schon ….

Mein Jahresrückblick 2022

Fokus setzen und halten im JETZT!JANUAR

Mein 2022 beginne ich mit dem JETZT!JANUAR!, dem Ziel und Neujahrsvorsatz-Umsetze Coaching von Kerstin Wemheuer. Schon im letzten Jahr hatte mich ihre #fuckeinfachmachen-Challenge und ihr Programm Entscheiden. Handeln. Dranbleiben. voll auf Kurs zu meinem Buch gebracht. Das hatte geknallt und dort fand ich meine Schreib-Buddy, die wunderbare Marion T. W. Larsen. Wir machten uns gemeinsam auf die Reise zu unseren Büchern und zum Autorinnenleben. Voll die Revolution, als wir nach dem Münze-Werfen zur Frage, ob wir ein Buch schreiben sollten oder nicht, beide ein NEIN zur Antwort bekamen. Empört entschieden wir: Kack-Münze! Die spinnt wohl. Na klar schreiben wir unsere Bücher! Danach führte eins zum anderen.

Nun lerne ich also wie ich 2022 meine Business-Ziele erreiche – und zwar egal, was im Außen passiert, mit Leichtigkeit und Freude. Klar, dass mich das anfixt. Raus aus dem Hustle-Modus und rein in den Fokus auf die großen Ziele und deren Umsetzung.

Genau meine Schweinehund-Themen: Fokussieren und Fokus halten. Rot sind die Dinge, die mich halten – grün grün grün sind alle meine neuen Ansätze:

  • Vom „ich muss“ zum „ich will“ in Freude, Leichtigkeit und im Flow.
  • Von der Angst (vor Misserfolg, Erfolg, Committment, Nicht-mehr-geliebt-werden …) zum ich bin geliebt.
  • Von Zeitproblemen und Hetze zum Früher-Aufstehen und „Eat That Frog“.
  • Vom Verzetteln zum erst denken, dann buchen (einen Kurs, ein Seminar, ein „das ist doch auch noch interessant“).
  • Von übergroßer Verantwortung zum Nein sagen und nicht für alles zuständig sein.
  • Vom „ich muss erst besser werden, alles wissen“ zu mehr #fuckeinfachmachen.
  • Vom „Wer will das schon lesen, hören?“ zu mehr Autorinnen-Selbstbewusstsein.
  • Vom „erst schnell noch dies und mal eben noch das“ zum einfach Hinsetzen und Schreiben.
  • Vom ToDo-Liste erstellen zum Todo-Liste abarbeiten (Brüller!).
  • Vom einfach Drauflosmachen zum zeitlich geplantem themenzentrierten Arbeiten:
    • feste Zeiten zum Schreiben
    • feste Zeiten für Marketing
    • feste Zeiten für andere Themen rund ums Buch
    • einen halben „Arbeitsrausch-Tag“ pro Woche für allen anderen Schreibtischkram
  • Vom Haushaltskrusch zur Haushaltshilfe .

Ich weiß, was ich will und vor allem: was ich nicht (mehr) will und lege mit Freuden los.

Freuden

Die Stille am Morgen.
Das Mondlicht auf dem Küchenfußboden.
Die Tulpen in meinem Zimmer.
Die Schlafgeräusche neben mir.
Pommes mit Trüffelmayonnaise.
Einen Apfel aus dem Kühlschrank essen.
Einer Wölfin in die Augen schauen.
Die Helgoländer Düne.

Pflaumenkuchen mit Sahne.
Der Pilzduft im Wald.
Etwas Lebendigem durchs Fell streichen.
Die Sonne auf meinem Bauch.
Eine Himbeere vom Strauch essen.
Gelb tragen.
Das Warten auf Besuch.
Der sanfte Wind.
Die Versenkung in einem Buch.
Der Duft von Plätzchen im Ofen.

Der Blick ins Feuer.
Das Qietschen von Halloumi im Mund.
Der erste Schluck Kaffee am Morgen.
Aufs Wasser schauen.
Ein Birkenwald.
Ein französisches Croissant.
Die Regengeräusche.
Bauchweh vor Lachen.
Schrumpellange badend lesen und immer wieder heißes Wasser nachfüllen.

Im Moment sein.
Spielen.
Das leere Theater vor dem Auftritt.
Der Austrieb der Blumenzwiebeln.
Auf dem Fluss des Schreibens dahintreiben.
Die Zeit vergessen.
Nicht frieren. Vor allem nicht frieren.

Birgit Elke Ising

Gruselig: Kriegslähmung neben unbändiger Freude

24. Februar: Es trifft mein Körper-Geist-Seele-Gesamtsystem. Ich bin wie gelähmt. Starre vor mich hin. Kälte kriecht mir in den Körper. Starre und Panik. Ich bin entsetzt, schockiert, zertrümmert. Angst flutet mich. Wohin? Was jetzt? Wie kann das angehen in unserer heutigen Zeit? Ich dachte, wir wären alle schlauer geworden, hätten etwas gelernt.

Mit dem Kriegsausbruch in der Ukraine wird mir bewusst: Auch wenn für viele von uns Gewalt keine Handlungsoption ist, so müssen wir in unsere Überlegungen und unser Handeln einbeziehen, dass es Menschen gibt, für die Gewalt DURCHAUS eine Option ist. Nur weil wir das ablehnen, heißt es nicht, das andere das auch tun. Das lernen wir alle, das lernt unsere Politik und die Welt an diesem Donnerstag im Februar.

Drüben, auf der anderen Rheinseite startet derweil der Karneval. Die Jecken stürmen wie jedes Jahr an Weiberfastnacht das Rathaus.

Ich glotze ins Narrenkästchen. Kann nicht essen. Überlege, was ich einpacken und mitnehmen muss. Was ist jetzt wichtig?

Später schreibe ich an den Bundeskanzler: „@bundeskanzler: Mein ganzes System ist von Angst und Grauen überflutet. Macht es überhaupt Sinn, diesen Blumen noch frisches Wasser zu geben?“

Orange Tulpen vor schwarzem Hintergrund
Lohnt es sich, diesen Blumen noch Wasser zu geben?

Ich bekomme keine Antwort. Hatte ich auch nicht erwartet.

Ich versuche, mich mit tiefem Atmen zu beruhigen. Hole meine Angst und Panik in die Realität. Fokussiere mich auf mein Hier und Jetzt. Hier ist kein Krieg. „Noch nicht!“ brüllt die Angst.

Wärmflasche, Käsebrot, Decke, Buch helfen leidlich. So schleppe ich mich dahin. Auf dem Rückweg aus der Stadt entsteht dieses Foto. Eine Rote Ampel. Ukraine-Farben. Erst Viel später entdecke ich die Friedenstaube oben rechts im Bild.

Rote Ampel blauer Himmel gelbes Umleitungsschild und Friedenstaube
Status: Rot – We Stand With Ukraine
and much to do for Friedenstaube

Nur einen Tag später: Der Paketbote klingelt. Für mich? Wer ist Absender? Verlag! Whaaat? Mein Herz rast. Zitternd reiss‘ ich das Paket auf. Schluck! Es ist Wirklichkeit! Kneif mich mal. Ich drücke es an mein Herz. 1a Glücks-Overflow! Besser als Verliebtsein!

Ich freue mir‘n Wolf. Was für ein erhebendes, unvergessliches Gefühl! Was für ein Glück, das erste eigene Buch in Händen zu halten. Ich weine und platze vor Freude. Andi ist so schlau und hält diesen einmaligen Moment in einem Video fest. Welch ein Geschenk!

Und sofort ist es da: Mein schlechtes Gewissen. Darf ich mich so freuen, wenn seit gestern der Krieg tobt? Ist es erlaubt, so glücklich zu sein, wenn es anderen Menschen gerade so schlecht geht, wenn so Furchtbares passiert auf der Welt?

Fast bleibt mir mein Lachen im Hals stecken und langsam dämmert mir dies: Den Anderen geht es nicht besser, wenn es mir nun auch noch schlecht geht und ich Trübsal blase. Dieser Gedanke ist für mich wie eine Erlaubnis zur Freude!

Und wieder lehrt mich das Leben, dass alles nur wenige Zentimeterchen voneinander entfernt liegt und durchaus nebeneinander existieren darf: Freude und Trauer, Glück und Entsetzen, sind Nachbarn. Die wohnen schon immer nebeneinander in dem Haus, das sich Leben nennt.

Ich finde den Krieg schrecklich UND ich freue mich über mein Buch! Beides darf sein. Gleichzeitig. Punkt!
Und in fünf Tagen werde ich sechzig. Auch schön.

Immer noch tot: Mama.

Am 11. April ist meine Mutter nun schon ein Jahr tot.

Ich erinnere mich an ihren Todestag, an dem ich in mein Journal schrieb: „Mama. 93 Jahre, 1 Monat, 11 Stunden, 11 Minuten. Eine alle meine Sinne überwältigende Schönheit und Größe lag im Moment ihres letzten Atemzuges, ein für mich unfassbarer Vertrauensbeweis und ein Akt unendlicher Hingabe. Sonntag, spät am Abend, kurz vor Neumond nahm sie ihren letzten Atemzug in diesem Körper. Ein idealer Zeitpunkt, um etwas neues zu starten… Mama, wir danken Dir, dass wir Dich dabei begleiten durften. Unterm geöffneten Fenster, schleicht eine schwarze Katze durch Blätterschatten. Ruhe kehrt ein. Heilsame. Heilige. Möge Deine Seele einen guten Platz finden, Frieden und Liebe, Mama.“

Ingeborg Heydecke (1928-2021)

Ich weiß noch genau, wie es sich anfühlte, am Morgen nach ihrem Tod.

Heute tat ich alles zum allerersten Mal.

Ich erwachte zum erstem Mal, ohne eine Mutter zu haben.
Ich duschte zum ersten Mal, ohne eine Mutter zu haben.
Ich trank zum ersten Mal Kaffee, ohne eine Mutter zu haben.
Ich sah zum ersten Mal die Sonne, ohne eine Mutter zu haben.
Ich schrieb zum ersten Mal, ohne eine Mutter zu haben.
Ich fuhr zum ersten Mal durch die Stadt, ohne eine Mutter zu haben.
Ich räumte zum ersten Mal die Spülmaschine ein, ohne eine Mutter zu haben.
Ich fuhr zum ersten Mal Aufzug, ohne eine Mutter zu haben.
Ich feilte mir zum ersten Mal die Nägel, ohne eine Mutter zu haben.
Ich schlief zum ersten Mal ein ohne, eine Mutter zu haben.

Ich wusste nicht, wie sich das anfühlen würde.
Ich wusste nicht, dass das überhaupt geht.
Ich wusste nicht, wie sehr Belanglosigkeiten schmerzen können.
Ich wusste nicht, wie nah sich LachenWeinenFreudeDankbarkeit sind.

Jedes noch so kleine Tun ist neu.
Ein Anfang. Ein neuer. In Allem.

Für Dich, mich, uns.

Birgit Elke Ising

Jetzt nach einem Jahr ist es immer noch so. Es schmerzt zwar nicht mehr in meinen alltäglichen Verrichtungen, aber sie ist noch immer nah. Jeden Tag denke ich an sie.

An das Gute, das sie mir neben all dem traumatischen Schmerz mitgegeben hat. All das Wunderbare, ihre Geschenke: Die Liebe zu Tieren und zu Planzen, ihren Sinn für gutes Schreiben, ihre Kraft im Hinnehmen von Gegebenheiten, die zu ändern wir nicht in der Hand haben, Ihre Liebe zum Reisen, ihren Sinn für Schönheit, ihre Hilfsbereitschaft und Kreativität. Ich muss lächeln, wenn ich daran denke, wie sie sich selbst in ihrem Ideenreichtum stets beschrieb: „Ich kann aus Scheiße Bonbon machen.“ – Ja, Mama, das konntest Du. Auf vielen Ebenen.

In Gedanken ist sie bei mir, aber auch in den Dingen, die zu ihr gehörten, in denen, die nun bei uns wohnen. In der großen roten Schale aus Murano-Glas, die sie von ihrer Mutter hatte und in der sie jedes Jahr ihren Adventskranz dekorierte. In den zwei Keramikhasen, deren Gegenwart sich in unserem Geschirrschrank für mich noch immer so fremd anfühlt und die mich im Bauch kieksen, wenn ich sie anschaue.

Ein oranger küsst einen weißen Keramikhasen.
Noch immer fremd: Mamas Hasenkuss in unserem Schrank.

Dann spüre ich sie: „Diese Lücke, diese entsetzliche Lücke.“ wie Joachim Meyerhoff das in einem seiner Buchtitel nennt. Und immer noch ist auch dies da: die Erlösung von der Schwere und einer übergroßen Verantwortung. Und die Freiheit, die ich spüre seit ihrem Tod.

Schreisen: Menorca und New York City

Im Mai geht es los: Schreibend reisen. Bitte nicht verwechseln mit reisend schreiben. Schreisen nenne ich das. Da ist Reisen drin, Schreiben und Schreien: Vor Freude. Vor Ungeduld. Wenn du wissen möchtest, wie Schreisen für mich funktioniert. Hier kannst du es nachlesen.

Unser Haus auf Menorca liegt direkt am Meer auf einer flachen Klippe. Mein Lieblingsplatz wird die Terrasse. Jeden Morgen erlebe ich ein anderes Schauspiel: Das Licht! So komplett anders als gestern. Die Sonne spielt die unterschiedlichsten Instrumente. Wolken formieren sich jeden Tag zu neuen, wilden Gebilden und das Meer übt des Nachts nie gesehene Tänze ein, die es (unbeeindruckt vom Publikum) am Morgen aufführt. Das Wasser zeigt sich in allen Farben, vom tiefen Grau bis zum strahlenden Türkis.

Menorca Blick aufs Meer mit Sonne hinter den Wolken
Menorca Blick aufs Meer. Sonnenstrahlen hinter Wolken.

Ich bin beeindruckt. Schnell wird es zu meinem Morgenritual, genau das zu beschreiben. Die kleinen Nuancen wahrnehmen, die Unterschiede, die auf die Schnelle geschaut, fast gar nicht da sind. Ich beobachte und schreibe ziel- und absichtslos. Eine Schreibübung des genauen Hinsehens und Hinspürens. Ich lasse mich überraschen von den Metaphern, die sich in mein Notizbuch schleichen, in das ich mit der Hand schreibe.

Kaum sind wir von Ausflügen zurück, schleudere ich meine Schuhe in die Ecke, schnappe mir ein tageszeitadäquates Getränk, werfe die Beine übers Terrassenmäuerchen und schreibe weiter, das Journal auf dem Schoß. Big Fun!

Beine auf der Mauer ein Glas Wein und Blick aufs Meer
Beine auf der Mauer. Ein Glas Wein. Blick aufs Meer.

Ob die so festgehaltenen Beobachtungen je zu einem Text werden? Noch ist es ungewiss. Noch produziere ich nur Wörter und Sätze. Es sind private Notizen, die niemanden etwas angehen. Zum Text werden sie (wenn überhaupt) erst, wenn ich sie teile. Das meiste, das weiß ich inzwischen, das so entsteht, ist Schrott. Unterirdisches, belangloses, manchmal triefendes Zeug.

Aber wenn ich es viel später nochmal lese, meinen Leuchtstift in der Hand, dann scheint er an manchen Stellen durch: der Schreibglitzer. Angemarkert mag er später zur Inspiration oder gar zur Essenz eines Textes werden: vielleicht die Beschreibung des Wetters an einem Schauplatz in einem Roman oder das bildliche Innenlebens einer Hauptfigur? Wer weiß. Ein paar Funkelsätze gibt es.

Drei Wochen später beginnen für mich zehn Tage Luxus-Me-Time. Wir fliegen nach New York City zu Andis Kindergartenfreund, der dort schon mehr als 25 Jahre lebt. Die Jungs wollen eine Fahrradtour in den Norden machen, aus der ich mich schon weit vor Beginn abgemeldet hatte: „Nee, lasst mal. Macht Ihr mal eine schöne Jungs-Tour. Ich habe keine Lust darauf, wie eine Grundente hinter Euch Kerlen her zu eiern. Da stresst mich schon der Gedanke daran! Ich bleibe lieber in der Stadt, gieße die Blumen und schreibe.“

Reiseführer NYC heilige Schreise geht los
The Soul of New York. Meine Schreise startet.

What a plan! Welche Aussicht! Zehn Tage ich mit mir. Schreiben und Sein. Wann hatte ich das zum letzten Mal? Ich freu mir‘n Ast. Die Jungs starten am nächsten frühen Morgen.

NYC Jungs starten zur Fahrradtour
Off They Go!

Und ZACK, habe ich ein zauberhaftes Zuhause mit großartigen Outdoor-Places in Harlem, New York City, ganz für mich allein. Ei grins me a wolf.

Harlem Morning Terrace
Harlem Morning Terrace. My Me-Time Place.

Morgens trinke ich Kaffee auf der Terrasse und schreibe. Beides, solange ich mag. Manchen Tag komme ich erst gegen Mittag in die Klamotten. Ich bin verzaubert von meinem Schreibplatz:

Terrasse in NYC Notizbuch Kaffee
Terrasse in NYC. Notizbuch. Kaffee.
No Need To Leave The House.

Der größte Luxus für mich ist: Zu wissen, ich habe meinen Popo mitten in New York City und MUSS das Haus nicht verlassen. Ich KANN. Wenn ich WILL. Geil! Ich lasse das ganze Touristenprogramm aus und fühle mich Zuhause (da renne ich ja auch nicht von einem MUSST-SEE zum anderen). Das von mir erwartete, mulmige „OMG! Bibber! Birgit allein in New York-Gefühl.“ bleibt aus. Ich lasse mich treiben, schlendere durch meine Nachbarschaft, deren Restaurants und Cafés.

Es entsteht der Text übers Schreisen, den ich mit klopfendem Herzen am 14. Juni als meinen allerersten Blogartikel auf meiner schnell aufgehübschten Webseite veröffentliche. Ich fühle mich großartig! Ich bin eine in New York lebende Autorin! Ich lebe hier! Ist nicht gelogen, bin ja nicht tot. Pruuuhaha!

Der zweite Blogartikel „A writing Soul in NYC“ ist vier Tage später oooooooooon, wie meine Blogfreundin Antje Däunert immer sagt.

Hingegen schleppt sich die Arbeit an meinem großen Ziel dahin. Für mein zweites Buch schreibe ich nur Fragmente. In diesem Werk über über Kriegsenkel-Mindfucks in Beziehungen spielt Gotham City, die alte stinkige Kröte, eine Hauptrolle. Ich habe mit ihr noch ein gewaltiges Hühnchen zu rupfen, will die Schauplätze besuchen, Fotos machen, damit ich mich zurückversetzen und authentisch schreiben kann. Aber Mist! Das gelingt mir nur schleppend. Ich traue mich nicht dran. Lasse mich zwar inspirieren von Writing Hard Stories der Autorin Melanie Brooks, aber mehr als Fetzen in meinem Notizbuch wollen mir nicht gelingen.

Buch Writing Hard Stories von Melanie Brooks
Buch Writing Hard Stories von Melanie Brooks

So umkreise ich das schwarze Loch und schließlich beschreibe ich meinen Schreibkrampf, oberflächlich und leidlich in meinem dritten Blogartikel „Meet My Demons“. Ich nehme es hin. Die Zeit dafür scheint noch nicht reif.

Ich notiere, was geht. Respektiere meine eigenen Grenzen und konzentriere mich auf die Gerüche und Geräusche der Stadt. Schreibend vergleiche ich NYC Ende der 1980er Jahre mit dem von heute. Ich lungere abends auf der Dachterrasse rum und entdecke viel Neues in Lilly Brett‘s Immer noch New York, das ich schon vor ein paar Jahren gelesen, für andere Gäste da gelassen, mir aber scheinbar nix gemerkt hatte.

Blick von Dachterrasse auf Cathedral of Saint John the Divine im Abendlicht
Evening Ritual. Lesen. Weinchen.
Blick auf Cathedral of Saint John the Divine.

Mir geht‘s gut. Ich genieße die Zeit, truller und dümpele hervorragend vor mich hin, gehe gut essen, streune durch die Straßen. Am meisten aber genieße ich mein wunderbares Zuhause.

Birgit Elke Ising im gelben Kleid in NYC
NYC. Selbstliebe und eine gute Zeit für mich.

Ein paar Tage später brechen zwei Mädels mit dem Lieferwagen nach Norden auf, um die Jungs mit den Fahrrädern abzuholen, aber das ist eine andere Geschichte …

Tonaufnahmen: „Sichtbar machen“ – Schicksal einer jüdischen Familie in Köln während der NS-Zeit

Noch auf Menorca sehe ich die Ausschreibung. Der Museumsdienst Köln sucht Sprecher:innen für ein Virtual-Reality-Drama zum Schicksal einer jüdischen Familie während der NS-Zeit. „Mit Hilfe eines vielschichtigen Webportals soll ein Drama in fünf Akten exemplarisch für viele jüdische Familenschicksale diese Familie vom gutbürgerlichen Leben über die Gettoisierung bis hin zur Ermordung im Konzentrationslager begleiten. (…) Gelesen werden Ausschnitte aus Briefen und Tagebüchern (Originalquellen) Kölner Jüdinnen und Juden, die sich in unterschiedlichsten Situationen in dieser prekären und gefährlichen Zeit befinden.“, heißt es in der Ausschreibung.

Mein Herz klopft. Ich würde ja gerne, aber mir fehlt die geforderte professionelle Tonprobe. Mist! Und ich habe hier auf Menorca keine Möglichkeit, eine perfekte Bewerbung zu designen. Das Netz ist Grotte in unserem Ferienhaus!

Und dann fallen mir meine YouTube-Lesungen ein. Was, wenn …

Ich schreibe eine E-Mail, entschuldige mich für das Fehlen der Sprecherprobe und sende einen Link zu meinem YouTube-Kanal. Zisch … geht die Mail raus. Na, so rausgeballert kann das ja nix werden, ermahnt mich eine meiner inneren Stimmen.

Zwei Tage später staunen wir beide: Yay, ich habe eine Zusage! Ich darf im Zwischenspiel 3 „Leben in „Pensionen“, „Altenheimen“ und Baracken“ die Texte von Johanna Katz sprechen.

Als der Text kommt, muss ich schlucken. Hier wird Geschichte greif- und fühlbar:

Im Mai 1941 begann die Stadt Köln die jüdische Bevölkerung zunächst in Gettohäusern, später in Sammellagern, zusammenzupferchen – bis zur Deportation. Die Texte geben „Einblicke in die immer unmenschlicheren und kaum mehr vorstellbaren Lebensverhältnisse, die in diesen Einrichtungen herrschten.“, heißt es im Textbuch. Mehr und mehr machen sich Isolation, Einsamkeit, Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung breit. Johanna, deren Mann im Jahr zuvor verstorben ist, schreibt unter den strengen Auflagen der Zensur Briefe an ihre beiden nach Südafrika und Großbritannien ausgewanderten Söhne. Im Juni 1941 muss sie vier ihr völlig fremde Menschen in ihre Wohnung aufnehmen. Zwar schätzt sie die Unterstützung der neuen Mitbewohner:innen, doch sie ist einsam und vermisst ihre Angehörigen. Im Oktober 1941 werden ihr Schwager und dessen Tochter deportiert. Sie fragt sich bang, wann sie an der Reihe ist und nur einen Monat später wird sie zum Transport aufgerufen.

Ich lese nicht nur dies, sondern auch ihre Abschiedszeilen an ihre emigrierten Söhne: „Ich bitte Euch alle, haltet zusammen. Stehe einer für den Andern. Nun kann ich nicht weiter. Seid alle innigst umarmt. In Liebe grüßt und küsst Euch alle – Eure Johanna“

Am 7. Dezember 1941 wird Johanna Katz von Köln nach Riga deportiert, wo sie zu einem unbekannten Zeitpunkt ermordet wird.

Johanna Katz, am 7.12.1941 von Köln nach Riga deportiert und dort ermordet (Bildschirmfoto, Webportal Sichtbar machen)
Johanna Katz, 1941 von Köln nach Riga deportiert und dort ermordet
(Bildschirmfoto aus dem Webportal „Sichtbar machen“)

Ich freue mich sehr, dieser Frau meine Stimme zu leihen, um ihre Sätze auch für andere Menschen fühlbar zu machen. Kurz: ich bin sehr stolz darauf, ein kleiner Teil des wichtigen und wunderbaren Projektes Sichtbar machen zu sein. In Demut und großem Respekt. Möge sich derartiges niemals wiederholen!

Birgit Elke Ising bei den Tonaufnahmen zu Sichtbar machen
Bei den Tonaufnahmen fällt mir das Lächeln schwer

Sommer: Corona und Synapsen-Stopp

Anfang Juli erwischt es mich. Mich, die mit einer Lungenkrankheit Vorerkrankte. Ich war stets so vorsichtig, hatte Panik vor dieser Krankheit, bei der ich nicht einschätzen konnte, wie sie und das Lungenemphysem sich vertragen würden. Ich malte mir Schläuche an Beatmungsgeräten aus. Mit diesem Virus im Körper wäre ich sicher hinüber, dachte ich. Wir waren übervorsichtig. Gingen die Zahlen hoch, war ich diejenige die bei uns zuhause „Ich schalte mal wieder zurück auf asozial.“ verkündete und Zweierisolation einforderte.

War es der Rückflug von New York, in der Bahn nach oder von Karlsruhe? Who knows? Bevor wir uns für 4 Wochen nach Helgoland verdünisieren, zeigen alle Tests negative Ergebnisse.

Am Vorabend der Reise gehen wir sehr früh schlafen, machen aber beide kaum ein Auge zu. Wir wollen gegen 3:30 Uhr los, meine Freundin in Bremen abholen, die uns für eine Woche begleitet und dann weiter nach Cuxhaven, um mit der MS Helgoland rüber zu schippern.

Mann, bin ich müde! Schon auf der Autobahn verstärkt sich meine Erkältung. Ich denke mir nichts dabei. Zwei Wochen vorher hatte ich schon einen ganz normalen Schnupfen und das hier fühlt sich genauso an.

Wir schippern direkt von der Fähre mit einem Börteboot auf Helgolands Nebeninsel. Die Düne: Deutschlands kleinste, so weit draußen in der Nordsee liegende Insel. Hochseeinsel darf man neuerdings nicht mehr sagen, weil der Festlandsockel zu nah ist. Hat grad irgendwer herausgefunden. Die Düne ist unbewohnt, ca. 1000 Meter lang, 700 breit und für mich alljährlich im Sommer der Ort zum Runterleveln, zum Konzentrieren aufs Wesentliche. Nichts als tote Hose und Ruhe im Kartong (wie der Ferien-Bungalow im Familiensprech heißt).

Hier trifft sich jedes Jahr zwischen Mitte Juli und Mitte August das gleiche Volk. Nach ein paar Jahren kennen wir fast alle vom Sehen und mit einigen hat sich die Helgoherde gebildet. Ein Netz aus Freunden, von denen wir manche nur hier treffen, so wie früher die Sommerferienfreunde. Mit einigen aber verbindet uns mehr als die Liebe zu diesem schraddeligen Sandhaufen. Ich freue mich auf die Wiedersehense und mein Morgenritual, das auf der Düne immer so oder ähnlich aussieht:

Birgit Elke Ising schreibt auf der Helgoländer Düne
Morning Pages. Meine Morgen-Routine auf der Düne.

Wir beziehen unseren Bungalow. Nachmittags helfen wir Freunden im strahlenden Sonnenschein beim Zeltaufbau und laden die beiden über 70-jährigen zum Abendessen zu uns ins Ferienhaus ein, weil die Zeltküche noch nichts hergibt.

Am nächsten Tag bin ich noch immer hundemüde, kann mich kaum auf den Beinen halten. „Na ja, ich hatte ja auch wenig Schlaf.“, denke ich und lege mich nach dem Frühstück wieder hin. Ich schlafe durch bis zum nächsten Morgen. Wir testen uns und bämm! Das wars dann! Mein Test zeigt die zwei bösen Striche. Ich werde sterben.

Vor meine Panik schiebt sich augenblicklich das schlechte Gewissen. Au weia! Das Abendessen. So ein Mist! Das hätten wir nicht machen dürfen!

Ich rufe den Sohn unserer alten Campingfreunde an: „Hi, hier ist Birgit. Ich vergehe vor Scham. Ich bin positiv. Kann sein, dass ich gestern Deine Eltern angesteckt habe. Die waren bei uns zum Essen. Das tut mir so leid.“

Er reagiert total sweet: „Ach, Brie (so heiße ich auf der Düne) dafür kannst Du doch nichts. Meine Eltern sind so oft geimpft. Lass uns erst mal abwarten. Wir hatten vor ein paar Wochen Besuch mit Corona, haben aus einem Glas getrunken und es ist nichts passiert. Jetzt mach Dir mal keinen Kopp.“, beruhigt er mich.

Am nächsten Tag schlägt Andis Test an. Unsere Freundin hat noch nichts. Sie beschließt aber, lieber sofort nach Hause zu fahren. Ich bin schuld an allem. Wir streiten uns. Sie fliegt noch negativ getestet zurück. Ich schäme mich.

Am nächsten Tag wohnt das Virus schon im Zelt. Ratzifatzi hat es sich den Papi gekrallt. Nach einigen Überredungskünsten ziehen die beiden zu uns in den Kartong ins nach Freundinnenabreise leere Zimmer um. Tag um Tag findet jede:r von uns Fünfen den zweiten Strich auf dem Test. Der Bungalow wird zur Quarantäne-Station.

Meine Freundin, zurück in Bremen hat‘s schwer erwischt. Sie ist telefonisch nicht mehr erreichbar. Ich mache mir Sorgen und spüre unausgesprochene Vorwürfe. Wir sind nicht gut auseinander. Ihre Textnachrichten haben nur mehr wenige Silben.

Zu viert verbringen wir die Zeit der Quarantäne auf der Kartong-Terrasse und reden uns die Gesamtsituation schön:
„Na ja, es gibt schlimmere Orte mit schlechterer Luft, um sich zu erholen.“
„Da sagt Ihr was. Bei uns Zuhause in Bonn sind es 40 Grad.“

Ja, solange es keine Komplikationen gibt, ist das so. Auf Helgoland können schwere Fälle nicht behandelt werden. Die werden in einen Quarantäne Raum auf der Fähre gesetzt und müssen rüber aufs Festland, wo die medizinische Versorgung besser gewährleistet ist. Das empfiehlt uns auch die Inselärztin, als Andi um ein Rezept für ein Asthma-Spray bittet. Wir starren uns mit großen Augen an und beschließen, abzuwarten.

Nacheinander kommen die Symptome. Es fühlt sich an, wie eine sehr sehr schlimme Erkältung. Wir husten um die Wette. Die Mutti unseres Freundes klagt über höllische Kopfschmerzen, sie kann nur im Schatten sitzen. Gottseidank ist der Kühlschrank voll. Wir hatten am ersten Tag ordentlich eingekauft. Jeder von uns kämpft knapp zwei der vier Wochen Urlaub mit dem Virus. Ich bin die erste, der es wieder besser geht und kann für Futter sorgen, als die Vorräte zur Neige gehen. And finally, the return of my Nearly-Every-Evening-Ritual: Fellschuhe an und ab zum Nordstrand, Sonnenuntergang anschauen.

Birgit Elke Ising in Ugg Boots betrachtet den Helgoländer Sonnenuntergang
Nach zwei Wochen Corona kann ich wieder barfuss und in Ugg-Boots in den Helgoländer Sonnenuntergang schauen

Meine Schniefnase normalisiert sich. Der Husten hält sich jedoch lange. Beunruhigend ist, dass mein Hirn hin und her schwappt und sich gleichzeitig verklebt anfühlt. Meine sommerliche Kreativität (ich wollte so viel schreiben) erschöpft sich in Corona-Poesie und einem Atembild. Danach ist Schluss.

Ich kann nichts mehr zu Papier bringen oder in die Tasten klöppeln. Ich bin unfassbar langsam. In allem. Ich habe Wortfindungsstörungen, fange Sätze an, deren Ende ich nicht finde. Laufe kopflos „Was wollte ich hier nochmal?“ durch die Gegend. Zusammenhängend denken, gar schreiben? Nööö. Es macht nur noch pfft. Mein Buch, mein Blog, meine Notizen, die Morning-Pages, sie vereisen. Ich falle raus aus meiner Schreibherde. Finde die Termine nicht. Und wenn, dann vergesse ich sie trotzdem.

Ich bin raus! Bis Mitte September werde ich keinen Stift mehr in die Hand nehmen.

Die erste öffentliche Lesung

Huih, wie aufregend. Anfang August darf ich mein Buch zum ersten Mal einer größeren Öffentlichkeit vorstellen. Meine 1. Lesung. Ich bin eingeladen, auf dem Frauengesundheitstag der Contilia Gruppe zum Thema „Was haben meine Probleme mit dem Krieg zu tun?“ aus meinem Buch zu lesen.

Birgit Elke Ising liest aus ihrem Buch Eingefroren in der Zeit 3.8.2022 im Schloss Borbeck in Essen
Meine 1. Lesung am 3.8.2022
Schloss Borbeck, Essen

Ich bin berührt davon, wie mucksmäuschenstill das Publikum lauscht und wieviel Beifall ich erhalte. Die Zuhörer:innen sind ergriffen. Später im Schlosspark erhalte ich viel Zuspruch, verkaufe einen Stapel Bücher und führe etliche sehr persönliche Gespräche zum Kriegsenkel:innen-Thema.

Mein Lampenfieber hat sich gelohnt. In vielerlei Hinsicht. Ich fühle mich wie eine:

rosa Gießkanne mit Aufdruck Heldin PR Fotografie Köhring
Die Welt: eine rosarote Gießkanne. Foto: PR Fotografie Köhring

Mein Blog startet durch

Mitte September treffe ich auf Judith Peters. Mit ihrem #rapidblogflow2022 trifft sie mich ins Mark. Das gefällt meinem Eichhörnchengeist. Den Blog wieder beleben, ach was, ganz neu starten. Blogartikel schreiben in nur drei Stunden. Raus damit. Lieber done than perfect. Das zweite Buch hält ja immer noch Tiefschlaf und das hier, das macht Laune. Scheiben, klicken, raus! Nix 500 Seiten. In nur einer Woche lerne ich die perfekten Blog-Grundlagen und am 24. September ist er raus: mein erster Blogartikel mit dem Judith-Spirit: „Fun Facts über mich“.

Nur zwei Tage später bin ich Mitglied von The Content Society. Drei Monate ist das jetzt her. Keine Sekunde bereue ich diese Entscheidung. In 2022 definitiv eine meiner besten.

Ich hatte schon andere Online-Kurse, in denen die versprochenen Inhalte schlicht fehlten oder auf die letzten Hundert Meter mit „Ach Gott! Stimmt ja!“ noch schnell überflogen oder halbherzig angerissen wurden. Da hieß es im Angebots-Flyer noch „Hier lernst du, wie du eine Landing-Page und einen Newsletter baust.“ Das wollte ich. Unbedingt! In Reality war‘s aber „Ich zähle jetzt mal schnell auf, welche Tools ich so benutze. Hatte ich ja versprochen.“ „Nee, Puppe, versprochen hattest Du eine Mega-Anleitungs-Welt!“, denke ich. Bauchgrummel! Das hasse ich: Was versprechen, weswegen ich kaufe. Es nicht halten und dann noch so tun, als sei alles o.k. und der hingerotzte Krümel sei das immer schon gemeinte und hochglanzversprochene Nonplusultra. Verarschen kann ich mich selbst. Für blöd verkaufen auch. Folge: Du kannst gar nicht so schnell gucken, so schnell bin ich weg!

Seitdem schaue ich genauer auf die Kern-Kompetenzen der Anbieter:innen. Nicht Jede:r ist für alles gut.

The Content Society ist:

  • ein Mega-Kurssytem, in dem mir der hundertste Teil einer Erbse des kompletten Technik-Kung Fu erklärt wird.
  • Easy peasy kann ich mich durch die kurzen Video-Anleitungen klicken und meine gelernten Module abhaken.
  • Bis jetzt stand ich noch vor keinem Thema, zu dem es hier keine Antworten gibt.
  • Individuelle Fragen werden in der Gruppe, vom Team oder in Spezial-Sprechstunden geklärt.

Hier ist drin, was drauf steht. Nein noch viel besser: Die Inhalte übertreffen meine Erwartungen, denn ich finde hier

  • nicht nur Blog-Know-How, sondern auch
  • Website-Hacks,
  • immer wieder Gruppen-Challenges und
  • Videos,
  • jede Woche ein (unverbindliches) Schreibthema und
  • Live-Business-Talks.
  • Judith erklärt ToDo‘s bei aktuellen Themen. Bei der Google-Fonts-Abmahnwelle im Herbst beispielsweise, wusste jede:r ihrer Blogger:innen, was genau zu tun ist, um rechtssicher zu sein.
  • Und es gibt Popoklatsch mit Anlauf: Wenn ich mal eine Woche lang nix veröffentliche, kommt sofort ein Reminder.
  • Ich kann mir für jeden einzelnen Blogartikel Feedback holen und darf Feedback geben. So lernen wir auch voneinander.

Mein verschlafener Blog ist erwacht und (believe it or not!) hat ein Eigenleben! Ich wache nachts auf und notiere Blog-Ideen. Seitdem ich in The Content Society bin, habe ich 14 Artikel veröffentlicht, jede Woche mindestens einen. Und ich habe wunderbare Weggefährtinnen und Mit-Bloggerinnen kennengelernt. Mit einigen bin ich in intensivem Austausch. Die Gruppe wertschätzt, zieht, triggert, kritisiert und bringt mich definitiv voran. Dabei bleibe ich in allem Tun und Seinlassen, meine eigene Herrin. Ich bin sicher, da entsteht noch was größeres.

Birgit Elke Ising startet ihren Jahresrückblog 2022
1. Dezember: Es geht los. Jahresrückblog22 mit Judith Peters.

In Judiths Dezember-Aktion #jahresrückblogg22 schreibe ich mit mehr als Tausend anderen Blogger:innen diesen Jahresrückblick. Viele von ihnen haben ihren Rückblick auf Judiths Seite geteilt. Neugierig? Dann schau doch mal hier und scrolle ganz nach unten. Ich bin mit diesem Jahresrückblick die Nummer 96. Die Liste ist aber inzwischen schon auf stolze 313 Einträge angewachsen. Mega.

Wenn Du auch ins Schreiben kommen willst, dann schau doch mal bei Judith vorbei. Ich empfehle sie von Herzen.

November-Rumtata: draußen, auf meiner Webseite und: Autsch! Mein Fuß!

Wie üblich startet am 11. 11. die Karnevalssession im Rheinland. I know, it‘s genetic: Denn ich schreibe in mein Journal:

Ich weiß es ja und trotzdem trifft es mich jedes Jahr unvorbereitet:
Dass hier plötzlich Vampire, Prinzessinen und Mohrrüben rumlaufen.

Birgit Elke Ising

Seit mehr als 20 Jahren lebe ich als Berliner Göre im Rheinland. Und ich konnte schon in der Bank mit P nicht darauf wechseln: Mein intriganter Kollege und der Chef aus der Nachbarabteilung, der sonst immer rumgrantelte und mit Angst und Pein führte, … die wollten plötzlich humorig sein und (bäh!) mich in den Arm nehmen, nur weil der Zeiger auf der Uhr eins weiter gehüpft war?

Ich hab nix gegen Karneval und rumbarumbatäterääh, aber ich hab was gegen Penner, die auf Knopfdruck und nur in dieser Zeit zu (scheinbar) sozialen Wesen mutieren. Schüttel! Darauf kann ich mir einen schunkeln!

Dann ein Krawumms der anderen Art: Mitte November geht meine neue Webseite live: www.birgit-ising.com. Halleluja, was hab‘ ich mir die Ohren gebrochen! Seit Januar hatte sie sich bereits heftig verändert. Und nicht nur mein Auftritt im Internet, auch ich mache einige wilde Changes und Mind-Shifts. Learnings bei der klickibunti-Arbeit.

Hier kannst du die Veränderungen vergleichen. Krass, oder?

It‘s All About My Book

Brand-Style-Guide von @goingneon: alte Seite, neue Farben und nichts wie rauf mit dem Buchauf die Webseite! Im Mai/Juni: hab‘ ich Augenkrebs, finde die Seite mega-retro.
„DAS MUSS ALLES ANDERS!“

Birgit Elke Ising, Webseite Januar 2022
Januar:
Die Seite brüllt: „Kauf mein Buch!“

It‘s All About Me

Juni, NYC: neue Seite: hell, freundlich, bessere Bilder, mehr über mich, Buch als Angebot, erste Blogartikel. Im September denk‘ ich: “OMG! Wie schrecklich! Das ist ja sowas von It‘s all about me! DAS MUSS ALLES (!!!) ANDERS!“

Birgit Elke Ising, Webseite Juni 2022
Juni:
Die Webseite quakt: „So eine bin ich!“

Now: It‘s All About You!

Im September starte ich mit Judith Peters und Marike Frick komplett neu durch. Dynamisch entsteht der neue Web-Auftritt mit WUMMS. Startseitensatz und Blog-Content- Imperium (Brüller!). I‘M BREAKING MY EARS, BUT I‘M GOING! 

Birgit Elke Ising, Webseite November 2022
November:
Die Webseite, zeigt mein Angebot.

Ich habe einen neuen, in Deutschland ansässigen, Hoster. Meine Webinhalte gehören nun mir. Die Seite ist von Wix nach WordPress umgezogen und ich drücke auch im Schlaf noch viele bunte Knöpfe. Die Anmeldung zu meinem Newsletter steht und ab ca. Anfang des nächsten Jahres kannst du improvISING Gedanken tanken. Er kommt alle zwei Wochen: Der irre Newsletter aus meinem improvisierten Leben. Bunte, bildhafte Sprache, wild und inspirierend. Poesie & Worterfindungen. Klartext mit Humor. Ahnentrauma hin oder her. Wenn dich das interessiert, melde dich gerne hier an. Es lohnt sich. Für mehr Sandkastengefühle und MUT STATT MÄH!

Schließlich endet mein November mit einem Pardauz: Ich predige für Andere immer: „Hör auf die leisen Töne deines Körpers! Er weiß viel früher als dein Hirn, dass du kürzer treten, dir nicht so viel vornehmen und lieber mal durchschnaufen solltest.“ Ich lach mich kaputt. Wer sagt das nochmal? Eine, deren Körper sie wieder mal ANBRÜLLEN musste: Wir bekommen Gäste. Haben aufwändig gekocht. Das Telefon klingelt. Meine beste Freundin aus Berlin ruft an. Schnatterschnatter. Ich kann riechen, wie der Gatte in der Küche die Augenbrauen hoch zieht und denkt: „Hallo? Wir haben zu tun! Und du telefonierst hier rum?“ Ich hole telefonierend „mal eben schnell“ noch was von oben runter. In der einen Hand das Telefon, schnatterschnatter, im anderen Arm … hab ich vergessen (so wichtig war das!). Gleichzeitig hab‘ ich die Augen auf dem Gatten, denn womöglich rührt der noch falsch um! Und ZACK: Treppenstufe übersehen. Sechs Wochen Ablage mit Bruch des 5. Mittelfußknochens. So doof! So unnötig! AND: AGAIN WHAT LEARNED.

Dezember: Krückomat. Kekse. Und Scham. Viel Scham!

Ich bin auf Krücken (darf mensch ja nicht mehr sagen) also: auf Gehhilfen unterwegs. Kann nichts hin und her tragen, muss morgens um jeden Schlüpper und später am Tag um jeden Kaffee, jedes Wasser bitten. Der Gatte erweitert seinen wegen meines Technik-Kung-Fus für Oktober und November zugesagten Koch- und Einkaufs-Support bis ans Jahresende. Dann wollen wir weiter sehen. Ich finde es nicht leicht, um jeden Furz bitten zu müssen. Und manches Mal bin ich kurz vor ungehalten, weil er doch sehen, muss, was ich jetzt benötige.

Woher kenn ich das: Die Anderen müssen (verdammt nochmal!) riechen, was mit mir los ist und was ich brauche! „Ja muss man denn hier alles sagen? Das musst du doch sehen!“ Pause. Ich erkenne: Another Kriegsenkel-Mindfuck und denke: „Stopp! Birgit, das war gestern! Ja, wenn Du was braucht, musste fragen. Ist normal und auch nicht schlimm.“ Uff. Ich übe!

Die Weihnachtsdeko fällt schmal aus. Ich habe keine Lust, nach jeder Kugel zu fragen.

Warte mal. Hier stimmt was nicht! (…)

Zum 2. Advent kriege ichs hin. Der Gatte zerrt den Krempel aus dem Keller und platziert Tannenzapfen und Kerzen nach meinen Anweisungen (fast) ohne Gemaule in der Wohnung. Ich wühle alles durch und ein ganzer Einkaufsrolli voll mit aussortierter Weihnachtsdeko darf uns in Richtung Oxfam verlassen. Befreiend. Andi bringt den Kram „mal eben schnell“ dorthin.

Ich muckel derweil oben in meinem Büro an diesem Jahresrückblick weiter. Dann: Der Gatte schließt die Tür auf und bei mir auf dem Handy macht es PING.

Eine SMS von Sabine: „Bin da!“ – … WHAT?! … mein Hirn zerbiiiiiirst in Zeitluuuuupeeeeeeeh.

Ich bekomme einen Brüllanfall. „Scheiße, Scheiße, Scheiße! So ein verdammter Mist! So eine verdammte heilige Scheiße!“ Andi ruft hoch: „Was ist denn?“ „Was ist? Wir müssen in Köln sein!“ „Hä? Wann?“ „Na jetzt!“ Er guckt. „Andiiiiiiieh! Wir sind mit Sabine im Neni in Köln verabredet! Und zwar jetzt! Sie ist schon da!“ „Oh Fuck. Darüber haben wir doch heute morgen noch gesprochen!“ „Ja! Mist! Haben wir beide verpennt. So eine Rotze! So ein… Ich könnt kotzen! Wie blöd kann man sein?!“ Ich schäume! Rufe sie an. „Oh, Sabine, Sabine! Wir haben‘s versemmelt. Heute morgen haben wir uns noch so gefreut, wollten um halb fünf losfahren und haben es komplett ausgespeichert. Andi war munter einkaufen und beim Oxfam und ich habe geschrieben. Wir fahren sofort los! Geh schon mal hoch. Bestell Dir einen Schampus. Geht heute alles auf uns!“ Sie: „Ooooookaaaaaay! Leute, Ihr wisst schon, dass Ihr ‘ne Stunde von Bonn nach Köln braucht um diese Zeit?“ „Ja, ja. Is klar. Wir kommen!“

Nix ist klar. Das Neni in Köln ist eine Bude, in die gerade alle rennen. Entsprechend schwer ist es, einen Tisch zu bekommen. Sabine und ich versuchen es seit Monaten. Mal kann sie nicht. Dann sind wir wieder weg oder der Schuppen ist ausgebucht.

„Super, Birgit!“ brüllt mich mein Innerstes an, während ich in völliger Hektik auf meinen (Scheiß der Hund drauf) KRÜCKEN (!) durch die Wohnung eiere, Panik verbreite und nur „Wir müssen los! Wir müssen los!“ schnaufe. Dann ruft Sabine wieder an: „Kinder, könnt Ihr vergessen! Wir hatten nur einen Time-Slot bis 20:00 Uhr. Ich habe gefragt. Nix zu machen. Bleibt, wo Ihr seid! Ich fahr jetzt nach Hause.“ Wir schlagen vor, woanders hin … „Leute! Vergesst es! Es sind überall Weihnachtsfeiern!“ „Oder mit Schampus zu Dir? Oder Take Away Food und mit Wein zu Dir?“ „Nee, lasst mal. Ich fahr nach Hause. Versuchen wir im Januar wieder. Aber den Tisch reserviert IHR!“ „Ok. Lass uns nachher nochmal sprechen, bitte. Ja? Wenn Du Zuhause bist. Ok?“ „Ja, ok.“

Ich krieg mich den ganzen Abend lag nicht ein. Wie hohl kann man sein? Gestern reden wir drüber. Heute früh noch Textnachrichten. Drauf freuen. Und es dann komplett, aber KOMPLETT vergessen? Ich könnte mich zerreißen! Was für eine verdammte Scheiß-Freundin bin ich denn? Das gibt es doch gar nicht! Ich starre vor mich hin und vergehe vor Scham. Stelle mir vor, wie die arme Bine, versetzt von uns Mega-Idioten, da im Chici-Restaurant steht und sagt: „Ich muss leider absagen. Meine Freunde haben mich vergessen!“ Und wie die Empfangsdame mitleidig guckt. Heul! Ich schäme mich kreuzdusselig! Verfluche mich und mein verklebtes Hirn! Ist das immer noch Corona oder bin ich so doof? Geht das jetzt los mit dem großen grauen Vergessen?

Ich schimpfe und schimpfe. Andi kocht derweil Kräutertee.

Sabine geht nicht ans Telefon. – „Kein Wunder! Die wird jetzt nichts mehr mit dir zu tun haben wollen. Nie mehr!“ quakt mich das Innerste an. Ich trinke Rotwein und glotze und glotze und glotze ins Narrenkästchen.

Dann endlich klingelts: „Sabine! Gottseidank! Ich beiße in die Tischkante!“ „Ja, das kannst Du!“ „Ich verstehe so, dass du sauer bist.“ „Mhhhmmm. War echt blöd. Wir haben wirklich was verpasst.“ „Waaah, das glaube ich! Dass Du überhaupt noch mit mir redest? Ich dachte schon, Du gehst nicht mehr ran.“ „Birgit! Bullshit! Ich bin zu Fuß nach Hause. Bewege mich eh zu wenig. Und dann hab‘ ich mir noch Sushi und lecker Weißwein gekauft. Ich habe das Telefon in meiner Tasche nicht gehört. Buch‘ uns einfach für Januar einen Tisch. Ach, und weißt Du was? Mir ist sowas auch schonmal passiert. Ich hab‘ meinen eigenen Vereidigungstermin als Referendarin vergessen!“, erzählt mir die erfolgreiche Rechtsanwältin, „und als mich das Gericht anrief, da sagte ich nur: ‚Ja bitte, was kann ich für sie tun?‘.“ Sie lacht. Ich lache. Andi bucht derweil online einen Tisch im Neni für Januar.

Boah, bin ich froh! Keine Freundin weniger! Mein Adrenalinspiegel sinkt sehr langsam.

Da war es wieder: „Ich mach was falsch und sofort flieg‘ ich raus! Bye bye, Baby. Ohne Gnade. Auf Nimmerwiedersehen!“ – Irre, wie tief das sitzt!

Andi hat inzwischen den wunderschönen Weihnachtsbaum, den mein Schwager uns gestern geschenkt hat, aufgebaut. Der glitzi-flitziet erstmal draußen auf der Terrasse herum. Am 22. darf er rein und dann behängen wir ihn gemeinsam. Auch schön.

Weihnachtsbaum im Draußen-Einsatz
Weihnachtsbaum im Draußen-Einsatz

 

Meine 9 liebsten Blogartikel des Jahres

Uuuuh, als ich alle 18 Artikel des Jahres 2022 anschaute, dachte ich noch: „Oh Gott, wie soll ich mich denn da entscheiden?“ Google Analytics hatte ich da gerade erst aufgesetzt und keine Ahnung, wie oft welche Seite aufgerufen wird. Und dann sind mir Liebes-Kategorien eingefallen.

  • LOVE BY GEFÜHL
    Welche drei Blogartikel haben bei mir selbst die größten Gefühlsstürme ausgelöst?
  • LOVE BY COMMENTS
    Welche meiner Blogartikel haben die meisten Kommentare bekommen?
  • LOVE BY LÄNGE (haha!)
    Welche drei sind meine längsten Artikel und in welchem treibt mein ultimativer Bandwurmsatz aus 2022 mit 93 (in Worten: dreiundneunzig!) Wörtern sein Unwesen?

Damit das hier alles nicht noch länger wird, habe ich meine Lieblinge in einem eigenen Blogartikel zusammen gestellt: „Best of Blog 2022: Meine persönliche Zahlen- & LOVE-Liste“. Schau doch mal rein.


Mein Jahr 2022 in Zahlen

Social Media

  • Instagram
    Follower:innen: 282 (2021: 0) | Reichweite: 2.888 (2021: 0) | Beiträge: 109 (2021: 74, 2020: 9, 2019: 6, 2018: 3)
  • Facebook-Seite:
    Follower:innen: 180 (2021: 0) | „Gefällt mir-Angaben“: 156 (2021: 0)
  • Linkedin
    Follower:innen: 105 (2021: 0)

Blog

  • Veröffentlichte Artikel: 19 (2021: 0)
  • Verbloggte Worte: 33.061 (2021: 0)
  • Getippte Zeichen: 193.466 (2021: 0)
  • Längster Satz: 93 Wörter (2021: 0)

Buch Eingefroren in der Zeit

  • Positives Feedback: 100% (2021: 0)
  • Verkaufte Exemplare: 203 (2021: 0)
  • Präsenz-Lesungen: 1 (2021: 0)
  • Online-Lesungen: 27 (2021: 0)

Sonstiger Zahlensalat

  • Newsletter-Abonnenten: 98 (2021:0)
  • Übernachtungen im Dachzelt: 2
  • Schritte pro Tag: Holla, die Waldfee: nur schlappe 2.345 durchschnittlich im Monat. Das muss besser werden!
    Na ja, das sind ja auch nur die, die das Handy gemessen hat. Hatte ich ja auch nicht immer dabei. Pruuhaha!
Grafik Schritte 2022
Echt peinlich, meine 2022er-Schritte.
Dezember auf Krü… , … Verzeihung: Gehhilfen

Interviews

Im Jahr 2022 war ich zu Gast in fünf Online-Interviews bei den folgenden großartigen Ladies:

Judith Peters

26. Dezember 2022 – 15:30 Uhr
THE CONTENT SOCIETY

Interview Judith Peters und Birgit Ising
Interview bei Judith Peters am 2. Weihnachtsfeiertag

Als Expertin für Generationentrauma spreche ich mit Judith über das, was in den wenigen Wochen seit Herbst 2022, als ich in The Content Society eintrat, geschehen ist. Unsere Schreib-Identität, warum die individuelle Stimme so wichtig ist und was das Bloggen zur Folge hat. Oho! Guggsdu.


Korina
Dielschneider

19. November 2022 – 16:00 Uhr
Dezember ohne Geländer

Die Coachin befragte mich zu MUT und dazu wieviel davon es im Improtheater wirklich braucht. Außerdem ging es um Wut und mein Buch.


Judith
Peters

27. September 2022 – 14:00 Uhr
The content Society

Mit Blogger-Queen Sympatexter redete ich über meine Fun Facts, die Gemeinschaft von Schreibenden & warum ich jetzt mit ihr blogge.


Korinna
Heintze

4. April 2022 – 18:00 Uhr
Royal Talk

Royal Talk – Aus der Krise zurück auf den eigenen Thron: Einfrieren, Ukraine- Krieg & was wir jetzt tun können, um gut für uns zu sorgen.


Lisa
Altenpohl

11. Februar 2022 – 18:00 Uhr
Let‘s talk Trauma

Female Empowerment Coach: Ahnentrauma, Selbstwahrnehmung & warum es gut zu wissen ist: Die Welt ist voller Zahnbürsten & Kekse.



Was 2022 sonst noch los war

  • Den Bühnenkunstpreis Viertakt Applaus 2023 haben wir mangels Publikum komplett absagen müssen. Corona drückt noch immer vor allem auf die kleinen Theater und Kulturveranstaltungen. Mehr dazu in meinem Monatsrückblick September.
  • Ein Wochenende in Dresden. Abendessen im Moritz am Neumarkt mit Blick auf die Frauenkirche. Und danach ein sommerlicher Nachtspaziergang. Beides höchst empfehlenswert.
Birgit Elke Ising am Elbufer Dresden
Ich in Dresden bei Nacht
  • Besuch bei unserer Nichte und ihrem Mann. Kaum sind wir angekommen, heißt es Badesachen packen (ich Füchsin hatte die schon in einer extra Tasche parat) und raus auf den See. Das fühlt sich unwirklich an. Kann mich mal bitte einer kneifen? Eben noch auf der Autobahn und schon gibt‘s prickelnde Getränke aufem Boot mitten in dieser Traumkulisse. Und ich (!) klettere sogar rein in diesen, den Starnberger. Die, die sonst nie (!) ins Wasser geht. „Nahezu nie!“, kann ich jetzt sagen. Bin stolz auf mich.
Birgit Elke Ising Boot Starnberger See
Strahlender Sommer-Nachmittag auf dem Starnberger See
  • Wir haben Glück und Karten für die Salzburger Festspiele mit Lars Eidinger als Jedermann. Die ganze Stadt atmet Festspielluft. Morgens im Café sitzt Verena Altenberger, die die Buhlschaft spielt, an einem der Nebentische beim Frühstück. Lars ist neben Ulrich Tukur und Brad Pitt einer meiner absoluten Schauspielhelden. Das Wetter spielt mit. Ein warmer Hochsommer-Abend. Die Vorstellung findet draußen auf dem Domplatz statt. Ich platze. Ich bin so happy! Glück in Tüten! Kannste mir ansehen:
Birgit Elke Ising bei den Salzburger Festspielen 2022
Icke. Jedermann, Domplatz, Salzburger Festspiele 2022
  • Ich starte „Zitat des Tages“. Aus meinen rumfliegenden Zetteln fische ich die Reminder an mich selbst und beginne eine Reihe auf Instagram und Facebook. Steigende Zugriffszahlen rocken mein Gemüt. So einfach ist das?
Zitat Erst flüstert der Körper wenn du nicht hörst schreit er
Das Zitat sollte ich mir tätowieren lassen!
  • Mein Claim festigt sich. In der Claim Challenge mit Judith bleibt es zunächst bei „Mehr Mut statt Mäh“. Nur eine Woche später bei Claim your Business mit Maria Bonhilha sprengt sich das „Mehr“ ab, weil es nicht um mehr, sondern um grundsätzlichen Mut geht. Krawumm! MUT STATT MÄH steht, spricht mit mir und bewegt mich. Im Blog entsteht demnächst ein Artikel zur Geschichte hinter meinem Claim. Jetzt sage ich erstmal: Nein, ich mache nichts mit Schafen und auch nichts mit Rasenmähern. – Haben mich Menschen gefragt. Gehören scheinbar nicht zu meiner Zielgruppe. Ist okay.
Birgit Elke Ising Mut statt Mäh
Mein Claim: MUT STATT MÄH
  • Seit mein Buch raus ist, brüllt alle Welt: „Birgit! Du brauchst ein Angebot! Du MUSST deinen Experten-Status aufbauen. Du MUSST sichtbar werden.“ – Ich denke, „EINEN SCH… MUSS ICH!“ Seit ich blogge und an meiner Webseite arbeite, werde ich jedoch klarer. Ich pussel rum. Und, au weia: Plötzlich isses da: Mein Angebot! Und schluck! Ich habe meine 1. über-den-Blog-zu-mir-finde-Kundin. Ein Ex-Kollege hatte ihr den Link zu meinen Bank-Kritik-Blogartikel weitergeleitet. Juuuuhuuudith hat Recht! Ein Blog wirkt. Ein Blog zieht Kreise. Und dabei hatte ich noch überlegt, ob ich sowas überhaupt schreiben, geschweige denn veröffentlichen darf. Guggsdu. Blogging Is Magic!
  • Im Advent: Same procedure as every year. Aber statt zu zweit, sind wir dieses Jahr zu dritt. Mit meinen Freundinnen schaffe ich trotz gerochenem Fuß zwanzig (!) Sorten Kekse. Das ist Rekord! Ich bin inderküchesitzenderweise für die Verzierung und den Schokoguss zuständig. Nebenbei lerne ich plattdüütsch von den beiden. Kann ich fürs Impro gebrauchen. Wadd hevvwieh lacht und:
Kekse hinter plattdeutscher Schrift
Ein seeeeeehr kleiner Teil unserer Kekse 2022

Meine Ziele für 2023

  • Den improvISING-Newsletter auch wirklich regelmäßig schreiben und alle zwei Wochen versenden.
  • Mein Freebie, den Kriegsenkel-Fragebogen an den Start bringen.
  • Die Über-Mich-Seite überarbeiten.
  • Eine Anmelde- und automatisierte Willkommens-Sequenz für den Freebie-Versand erstellen.
  • Die Webseite SEO-optimieren.
  • Meine Reihe „Zitat des Tages“ automatisch als Blogbeiträge in einer eigenen Kategorie auf die Seite schlürfen.
  • Mindestens 52 Blogartikel veröffentlichen.
  • Am zweiten Buch weiter arbeiten und es (mindestens) in die Rohfassung bringen.
  • Einen Verlag und/oder eine Agentur finden.
  • Lesungen akquirieren.
  • Presseinterviews generieren.
  • Mindestens so viel schreisen wie 2022. Vorzugsweise mit dem Dachzelt.
  • Improtheater spielen und endlich (!) wieder auftreten.
  • Hey! Und mein Motto für 2023 lautet (YIIIHAAH!): „Einen Scheiß MUSS ich!“
    Warum gerade dieses und was es für mich bedeutet, kannst du hier erfahren.

Aus der Mediathek: Die Interviews 2021

Falls du sie verpasst hast oder nochmal reinschnuffeln möchtest.

Monika Stolina

Morning Talk am 12. Juli 2021 – 7:00 Uhr 2022 – 16:00 Uhr
Wie hat mein Buch mein Leben verändert?

Birgit Ising - Interview bei Monika Stolina am 6. Dezember 2021:  Ankündigung Morgen-Gespräch
Morgen-Gespräch am 6. Dez. 2021 – 7:00 Uhr

Der Schreibprozess, das Buchprojekt, Kreativität und das Leben …  Monika meint, ich zöge die Zuschauer:innen einmal durchs Nadelöhr und nähme sie mit auf eine bewegende Reise: Von der Kindheit in einer Familie, in der stark narzisstisches Verhalten, Kriegstraumatisierung und Sucht wirksam waren, zum Leben als Bankerin mit mehreren Burn-outs, der Entdeckung des Improvisationstheaters bis hin zum Schreiben des eigenen Buches.


Monika Stolina

12. Juli 2021 – 7:00 Uhr
Liebe und Schreiben – wie passt das zusammen?

Birgit Ising - Interview bei Monika Stolina am 12. Juli 2021:  Ankündigung Morning-Talk
Morning Talk am 12. Juli 2021 – 7:00 Uhr

Wie stehen Traumaerfahrung und Liebe zueinander? Braucht‘s fürs Schreiben und Lieben Mut? „Ja. Ich habe gelernt, mich zu trauen!“ Ich fand den Mut, das Schweigen zu brechen, das Traumatisierte über Generationen bewahrten. Mut, meine Wahrheit erst wahrzunehmen, dann auszusprechen. Mut, mich selbst ernst zu nehmen, mir zu erlauben, wieder zu fühlen … Spricht dich etwas im Interview an? Hast du einen Aha-Moment? 



Birgit Ising mit Notebook
Wer schreibt hier eigentlich?

Hi, ich bin Birgit Elke Ising. Ex-Bank Managerin, Coachin, Autorin, Speakerin und (improvisierende) Schauspielerin. Ich bin Expertin für Transformationsunterstützung. Mit kreativen Coaching-, Theater- und Schreib-Techniken helfe ich dir aus der Schwere ins Handeln.
Mehr über mich erfährst du hier.

Du willst mehr lesen? Hier ist mein Buch:
Buch Eingefroren in der Zeit
Eingefroren in der Zeit
Birgit Elke Ising

Eingefroren in der Zeit ist ein guter Einstieg ins Thema Ahnentrauma. Du brauchst keine Vorkenntnisse. Nur Lust auf Geschichten. Skurrile Geschichten.

Deep Shit, mit Humor und Leichtigkeit erzählt.

„Wütend, witzig, weise.“
(Sven Rohde, Vorstand Kriegsenkel e.V.)

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Spring ins improvisierte Lesen: Bunte, bildhafte Sprache, wild und inspirierend. Poesie & Worterfindungen. Klartext mit Humor. Ahnentrauma hin oder her.

14 Kommentare

  1. Oh, what fun, liebe Birgit. Es macht immer wieder Freude von Dir zu lesen, so you! Deine einzigartige Stimme höre ich auch im Herzen klingelingeling. May 2023 be even more joyful & schreisig 🤗

        1. Hey Susanne, das freut mich. Es ist, denke ich, für uns alle eine große Übung, das Komplizierte im Leben nicht noch komplizierter zu hirnen, sondern das Spontane und das Leichte darüber nicht zu vergessen. Und: Uns unserer Mindfucks bewusst zu werden, uns davon nicht beherrschen zu lassen, sondern auch drüber lachen zu können. Liebe Grüße, Birgit (die das nach wie vor üb – schön, wenn‘s rüberkommt.)

  2. Liebe Birgit,
    Danke für diesen wunderbaren Einblick in dein Jahr!
    Du schreibst so mitreissend und voll power, es macht grossen Spass, deinen Blog zu lesen!
    Ich wünsche dir alles Gute und ganz viel Inspiration für dein Buch im 2023.
    Liebe Grüsse aus der Schweiz, Edith

    1. Liebe Edith, oh, danke schön. Dabei ist er erst jetzt, am 26.12. um 14:00 Uhr, komplett fertig geworden. Ich freue mich, dass Dir mein Schreib gefällt. Mal schauen, was das Buch nächstes Mal sagt. Liebe Grüße, Birgit

  3. Liebe Birgit,
    ein großartiger Wurf ist Dir mit diesem großen Rückblick gelungen. Auch ich liebe deine Wortspiele, ja Wortsprünge, die ganz neue Bilder, Welten und Perspektiven öffnen.

    Ganz liebe Grüße, Heike

  4. Ich bin total geflasht, liebe Birgit Elke! Im Schleudergang werde ich durch die succulente Einleitung gespült, lerne neue Wortschöpfungen kennen und suche manchmal verzweifelt nach dem Punkt, weil ich das Gefühl habe, ich kann soviel Informationen gar nicht auf einmal erfassen. Noch bevor ich zur Inhaltsangabe kam, musste ich mir erst einmal Mildas Buch bestellen, kurz nach der Inhaltsangabe das Deine. „Nichtschreiben gehört zum Schreiben.“ Das befriedet mich und mein Streben nach Zielerfüllung. Dein Jahresrückblick saugt mich auf: ich leide mit Dir, lache mit Dir, bin berührt mit und von Dir, reise mit Dir, entdecke Schreibglitzer, blicke sehnsuchtsvoll über orangefarbene Nägel in den orangefarbenen Dachterrassen-Sonnenuntergang … immer tiefer tauche ich in Deine Welt. Die Ode an TCS fühlt sich so wunderbar vertraut an, Ja, denke ich, das kann ich alles so unterschreiben. FF – Fastforward – 46 Minuten später – ich bin immer noch auf Deiner Webseite und habe mittlerweile das Gefühl: wir sind alte Freundinnen 🙂 Ganz ehrlich: gäbe es einen Jahresrückblog-Award 2022, ich würde für Dich voten!

    1. Huuuih, liebe Mia, das erfreut aber meine innere Schreibtigerin 🖋 🐯 und mein ganzes Wesen. Ich verbeuge mich vor Deinem wunderbaren Kommentar. Toll, dass mir das alte-Freundinnen-Gefühl gelungen ist. Das freut mich wirklich sehr. Ich bin ganz beseelt und danke Dir von Herzen. Alles Liebe, Birgit

  5. Liebe Birgit,
    nach deinem Kommentar bei mir musste ich doch auch hier mal vorbeilesen. Gefällt mir sehr, dein Jahresrückblick. Und irgendwie finde ich mich in vielen Dingen wieder.
    Dachzelt klingt wie Musik in meinen Camperohren. Schreisen… ich überlege die ganze Zeit, aber näh(rei)sen geht irgendwie nicht so gut. 😉
    Und als Berlinerin im Karnevalsland – I feel you.
    Letztes Jahr bin ich getürmt. Vielleicht mache ich das wieder.
    Dein „Zum allerersten Mal“ erinnert mich sehr an meine „nie-wieder-Gedanken“. Wird besser, aber es geht nie ganz weg. Fühl dich mal unbekannter Weise umarmt.

    Für 2023 wünsche ich dir alles Gute, auf dass deine Wünsche in Erfüllung gehen und du deine Ziele erreichst.

    Liebe Grüße
    Irina

    1. Liebe Irina, oh wie schön, ich danke Dir für Deine Worte und Deine Umarmung, über die ich mich wirklich sehr sehr freue. Das Dachzelt ist wirklich der Brüller und ich kann das Frühjahr kaum erwarten. und vielleicht fällt mir noch was zu nähen und reisen ein. Mein kreatives Worterfindehamsterrad klötert schon. Ich wünsche Dir von Herzen, dass nächstes Jahr bei Dir alles im Fleinen ist. Alles Liebe, Birgit

  6. Birgit- WUNDERvoll! Ich liiiiebe deine Schreibe und wie du dem deep shit eine Brücke aus Leichtigkeit baust! Da scheinen wir eine gemeinsame Mission zu verfolgen: Den deep shit mit einem „oh yes“ zu verbinden. Damit schwere Themen auch leicht gehen dürfen… 💚 Ich wünsche dir ein freudeschenkendes 2023 mit viel MUT STATT MÄH! Love& confidence, Prisca

    1. Liebe Prisca, ich danke Dir. Das Leichte im Schweren zu sehen, das finde ich soooo wichtig, damit es uns nicht unter sich begraben tuuuuuut.
      Da haben wir aber wirklich volle Elle was gemeinsam.
      Danke für Deine guten Wünsche. Auch für Dich von Herzen ganz viel Glitzergefunkel in 2023 – und wenn‘s mal duster wird, dann machen wir die Lampe an der Campingmütze an, Dear!
      Yiiiiha* (geklaut von Dir!).
      Allett besonders Schöne, Birgit

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