Zusammenfassung meiner Blogparade – Was ich gern früher über mich und das Leben gewusst hätte

Veröffentlicht am Kategorisiert als Leichter leben
Zusammenfassung Blogparade Lebens-Learnings. 10 Frauen, 10 Perspektiven.

Dies ist die Zusammenfassung meiner Blogparade „Was ich gern früher über mich und das Leben gewusst hätte“, einer Blogparade über Lebens-Learnings.

Denn manchmal reicht eine einzige Frage, um völlig unterschiedliche Leben aufzuklappen.

Natürlich hab‘ ich mir die Frage zuerst selbst gestellt: Was hätte ich gern früher über mich und das Leben gewusst? Und dann habe ich sie als Blogparade weitergegeben.

10 Frauen, 10 Perspektiven.

Zehn Beiträge sind zusammengekommen und ich hätte nicht gedacht, wie unterschiedlich zehn Frauen auf dieselbe Frage antworten können. Da sind Erkenntnisse über Gefühle, die kein Störfaktor sind, sondern ein Kompass. Da ist eine Liste mit 65 Punkten, die lieber für sich selbst sprechen, statt brav erklärt zu werden. Da sind elf Sätze, anonym per Mail geschickt, die ein ganzes Leben zusammenfassen. Und dazwischen: Wut, die zum Motor wird. Vier Haare, die für eine vollständige Persönlichkeit reichen. Eine Schweinehündin statt des ewigen inneren Schweinehunds.

Manche Beiträge sind durchkomponierte Essays. Manche sind Listen. Zwei kamen nicht mal als Blogartikel, sondern einfach als E-Mail. Alle haben eins gemeinsam: Sie sind ehrlich. Und sie erinnern mich daran, warum ich diese Blogparade angestoßen habe – um zu zeigen, wie viele Wahrheiten es gibt, wenn zehn Frauen ehrlich auf ihr eigenes Leben schauen.

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Die Inhalte dieses Bogartikels – die wunderbaren Beiträge zu meiner Blogparade:

Was wir gern früher über uns und das Leben gewusst hätten

  1. Marita Eckmann: „Anders bedeutet nicht falsch“
    Bloggerin/Autorin im Bereich Bewusstsein & innerer Wandel
    Was ich gern früher über mich und das Leben gewusst hätte
  2. Claudia Stellmacher-Köthe: „Ich bin nicht fertig. Ich bin erfahrener geworden.“
    Diplom-Pädagogin, Coachin und Hypnose-Spezialistin
    40+ Dinge, die ich gern früher gewusst hätte
  3. Astrid von Prondzinski: „Du musst nicht erst ein anderer Mensch werden“
    Systemische Coachin. Zertifizierte Verlust- & Trauerbegleiterin
    Was ich gerne früher über mich und das Leben gewusst hätte
  4. Dr. Martina Riedel: „Opfer sein ist keine Option mehr“
    Mentorin & Anschubserin
    100 Dinge, die ich gerne früher über mich und das Leben gewußt hätte
  5. Sabine Tscharntke: „Lass die Stimme deines Herzens immer ein wenig lauter sein“
    Yogalehrerin
    Was ich gern früher über mich und das Leben gewusst hätte.
  6. Anette Schade: „Wir alle sind Hauptdarsteller in unserem eigenen Film“
    Bloggerin, Coach für Stressmanagement, Sozialpädagogin
    Lebenslearnings, die ich gern früher gewusst hätte
  7. Silke Geissen: „Ich schreibe, also bin ich“
    Midlife-Coach, Bloggerin, Nordlicht aus Sehnsucht und tiefster Überzeugung
    Was ich gern früher über mich und das Leben gewusst hätte
  8. Dr. Andrea Maria Bokler: „Das Leben meint es gut mit mir“
    Expertin für Werte und Führung
    Was ich gern früher über mich und das Leben gewusst hätte
  9. Andrea H.: „Mit Humor lässt sich vieles leichter ertragen.“
    anonym
    Was hätte ich gerne gewusst?
  10. Manuela Padmini: „Ich bin genau richtig“
    Was ich früher gerne gewusst hätte.
  11. Mein eigener Beitrag: „Ich bin für mein Leben verantwortlich. Ich!“
    Coachin, Schauspielerin, Bloggerin, Autorin & schreibende Sprach-Nerdin
    100 Dinge, die ich gern früher über mich und das Leben gewusst hätte.
  12. Fazit zu allen 11 Beiträgen

1. Marita Eckmann: „Anders bedeutet nicht falsch“

Als ich zu dieser Blogparade aufgerufen habe, wusste ich: Da wird was Ehrliches bei rauskommen. Aber dass Marita direkt so tief einsteigt, hat mich selbst überrascht. „Was für eine Steilvorlage“, schrieb sie mir unter den Aufruf – und die hat sie dann auch direkt verwandelt. In einen Text, der nicht nach fünf netten Lebensweisheiten klingt, sondern nach fünf hart erarbeiteten.

Marita macht den Anfang – und das gleich mit so viel Tiefe.

Diese fünf Sätze möchte ich dir schon mal mitgeben:

Gefühle sind kein Störfaktor, sondern ein Kompass. „Gefühle sind keine Schwäche. Sie sind auch keine Fehler im System. Sie sind Hinweise“, schreibt Marita. Nicht wegdrücken. Lesen lernen.

Ruhe ist kein Nichtstun. „Das Leben geschieht, auch wenn ich nichts mache” – ein Satz, den ich mir an die Kühlschranktür gepinnt habe. Regeneration heißt bei Marita nicht stilles Herumsitzen, sondern Lesen, Schreiben, Erkunden.

Kommunikation beginnt bei mir selbst. Nicht bei der Technik, nicht beim richtigen Ton. Bei mir. Erst wenn ich weiß, was in mir los ist, kann ich es auch sagen. Wie wahr!

Die wichtigste Beziehung ist die zu mir selbst. „Immer wieder innezuhalten und mich zu fragen: Ist das wirklich meine Wahrheit?“ – eine Frage, die ich mir selbst öfter stellen dürfte.

Anders zu sein bedeutet nicht, falsch zu sein. Marita erkannte irgendwann: Ihre Schüchternheit, ihre Sensibilität, ihre Vorliebe für Einsamkeit waren keine Defizite. Sie waren einfach – sie.

Besonders berührt hat mich, wie Marita das alles mit ihrer Geschichte im Familienunternehmen verwebt. Diese schwierige Zeit dort nennt sie ihre „größte Schule“ – unausgesprochene Spannungen, die endlich an die Oberfläche mussten, statt weiter unter den Teppich zu wandern. Genau da hat sie gelernt, was Kommunikation wirklich bedeutet.

Zu Maritas Artikel:
Was ich gern früher über mich und das Leben gewusst hätte

2. Claudia Stellmacher-Köthe: „Ich bin nicht fertig. Ich bin erfahrener geworden.“

Claudia hat nicht lang gefackelt: „Tolles Thema, danke dafür!“, kommentierte sie unter meinem Aufruf – und lieferte gleich eine ganze Liste. Über 40 Dinge, die sie gern früher gewusst hätte. Ich hab beim Lesen geschmunzelt und genickt. Oft gleichzeitig.

Claudia hat sich mit so viel Leichtigkeit UND Tiefgang gleichzeitig auf meine Blogparade eingelassen.

Lies ihren ganzen Artikel solltes in Ruhe – hier schon mal, was bei mir kleben geblieben ist:

Wir werden nie „fertig“. „Ich bin nicht fertig. Ich bin erfahrener, neugieriger und klarer geworden“, schreibt Claudia. Kein Zustand, den man irgendwann erreicht – ein Weg, auf dem man einfach ein bisschen weiter kommt. Was für eine Entlastung!

Humor ist kein Beiwerk. „Humor löst nicht jedes Problem. Aber er macht viele Probleme besser erträglich“ – genau die Haltung, mit der ich selbst am liebsten durchs Leben stolpere.

Das Bauchgefühl darf mitreden. „Mein Bauchgefühl hat erstaunlich oft recht. Ich darf ihm zuhören“, schreibt sie. Keine große Wissenschaft. Einfach zuhören.

Vier Haare reichen für eine vollständige Persönlichkeit. Ja, wirklich – „manchmal male ich ihr einfach vier Haare”, schreibt Claudia über sich selbst. Perfektion ist überbewertet, unvollständige Strichmännchen, wie sie sie gerne zeichnet, sind völlig ausreichend.

Und dann das hier, worüber ich mich am meisten gefreut habe: „Menschen sind komische Leute. Ich gehöre ausdrücklich dazu“, schreibt Claudia – ein kleiner Gruß von meinen eigenen „komischen Leute“, die sich offenbar bis zu ihrem Klarplatz durchgeschlagen haben. Gekauft, liebe Claudia. In wunderbar erweiterter Form.

Claudias Blogbeitrag lesen:
40+ Dinge, die ich gern früher gewusst hätte

3. Astrid von Prondzinski: „Du musst nicht erst ein anderer Mensch werden“

Astrid ist zufällig über meine Blogparade gestolpert, schrieb sie mir unter meinem Aufruf – und hat sich trotzdem, oder gerade deswegen, richtig tief reingekniet. Für jemanden, der nach eigenen Worten noch relativ neu bloggend unterwegs ist, ein mutiger, ehrlicher erster Wurf.

Ich freue mich sehr, dass Astrid, mit ihrem Beitrag dazugehört.

Das finde ich besonders:

Heilung heißt nicht, dass nie wieder etwas weh tut. Astrid schreibt: Es geht darum, den Dingen „einen anderen Platz“ zu geben, statt sie wegzudrücken. Nicht verschwinden lassen. Umsortieren.

„Du musst nicht erst ein anderer Mensch werden, um ein gutes Leben führen zu dürfen” – gegen das Denken, erst mutiger, erfolgreicher, schlanker sein zu müssen, bevor das eigene Leben endlich losgehen darf.

„Du musst nicht alles alleine schaffen. Ein Satz, der ihr, wie sie schreibt, „viele Umwege erspart“ hätte. Wir sind nicht dafür gebaut, alles allein zu tragen. Wir brauchen andere Menschen.

„Gefühle sind keine Störung” – sie sind ein wichtiger Teil von ihr, schreibt Astrid, und liefern essenzielle Informationen. Klingt vertraut? Ja. Diese Erkenntnis holt sich bei dieser Blogparade offenbar jede früher oder später ab.

„Perfekte Lebensläufe sind oft langweilig. Genau da, wo das Leben nicht geradeaus verläuft, entstehen die spannendsten Geschichten.

Was mich besonders gefreut hat: Astrid schrieb mir, dass allein das Bloggen schon ihren Blick auf ihre eigene Arbeit verändert hat. Kenn ich gut. Aufschreiben bringt einen manchmal zu Erkenntnissen, die wir vorher gar nicht auf dem Schirm hatten – und genau das macht diese Blogparade für mich so spannend.

Astrids Beitrag:
Was ich gerne früher über mich und das Leben gewusst hätte

4. Dr. Martina Riedel: „Opfer sein ist keine Option mehr“

Martinas Kommentar unter meinem Aufruf war kurz und knapp: „Deine Idee gefällt mir. Danke für den Impuls.” Ihr Beitrag war es nicht. Über 100 Dinge hat sie zusammengetragen – und ich musste beim Lesen ständig nicken. Nicht zufällig: Ich habe ja selbst eine 100-Dinge-Liste geschrieben.

Martina hat einen wunderschönen Text hervorgebracht.

Was mich am meisten gepackt hat:

Volle Verantwortung, keine Ausreden. „Ich übernehme die volle Verantwortung für mein Leben, mein Denken, mein Handeln, meine Gefühle“, schreibt Martina. Und: Opfer sein ist keine Option mehr.

Wut als Motor, Angst als Freundin. „Wut ist für mich auch zu einem Motor geworden“, schreibt sie – und Angst behandelt sie, wenn sie kann, „als einen Freund“ und bittet sie, an ihre Seite zu kommen. Kein Kampf gegen die eigenen Gefühle. Ein Bündnis.

Tiere als Lehrer. Die Beziehung zu ihrem ersten Havaneser beschreibt Martina als „wie eine Seelenverbindung“ – erst nach Abgabe der Hunde wurde ihr klar, was die tägliche Routine, dreimal am Tag raus, bei Wind und Wetter, ihr eigentlich gegeben hatte. Ihre Katze, ursprünglich eine zugelaufene Diva, „brachte Ruhe“ in ihr Leben.

Alter mit Neugier statt Resignation. Martina hat wenig übrig für die Resignation, die sie bei vielen Frauen ab 60 beobachtet. „Ausrichtung ist das halbe Leben“, schreibt sie – Neugier, Gehirn und Gedanken gehören für sie zusammen, und Lust auf die Bühne hat sie sowieso noch.

Was mich an Martinas Beitrag am meisten berührt hat: keine Patentrezepte. Stattdessen die Einladung, die eigenen Überzeugungen zu hinterfragen – und den Blick auf das eigene Leben ein Stück zu verschieben.

Zu Martinas Blogartikel:
100 Dinge, die ich gerne früher über mich und das Leben gewußt hätte

5. Sabine Tscharntke: „Lass die Stimme deines Herzens immer ein wenig lauter sein“

Sabine sah meinen Aufruf zufällig auf Instagram – und dann war’s passiert. „Manchmal genügt wirklich eine einzige Frage, um eine ganze Reise durch das eigene Leben anzustoßen“, schrieb sie mir. Bei ihr war es genau diese Frage.

Sabine teilt in ihrem Beitrag einen sehr persönlichen Moment.

Das ist bei mir hängen geblieben:

Selbstvertrauen wächst nicht von außen. „Selbstvertrauen entsteht nicht aus guten Noten, beruflichem Erfolg oder Anerkennung anderer. Es wächst von innen“, schreibt Sabine – eine Prägung, die sie, wie sie selbst sagt, als Kriegsenkelin mitbekommen hat.

Scheitern ist keine Schwäche. „Scheitern ist kein Zeichen von Schwäche, sondern eine Chance zu wachsen“, schreibt sie. Kein Trostpflaster-Satz – einer, der was aushält.

Stabilität kommt von innen, nicht von außen. Ihre wichtigste Erkenntnis aus der Zeit in Nepal: „Ich kann mir selbst vertrauen.“ Nicht der Job, nicht das Einkommen tragen einen wirklich – sondern zu wissen: „Egal, was das Leben bereithält – du wirst einen Weg finden.“

27 Jahre Bank, dann ein Coaching, dann alles anders. Sabine hat sich, wie ich, ihre ersten beruflichen Jahre in einer Bank verdient – bevor ein Coaching 2009 zum Wendepunkt wurde. Yoga, Nepal-Projekte, ein Leben in Spanien.

„Lass die Stimme deines Herzens immer ein wenig lauter sein als die deines Verstandes.“ Ihr zentraler Rat – und die Frage, die sie sich seitdem stellt: „Worin liegt mein Seelenfrieden?“

Was Sabines Text für mich so besonders macht: Sie gibt ihrem jüngeren Ich keine Ratschläge. Sie schenkt ihm etwas viel Wertvolleres – Erlaubnis. Die Erlaubnis, nicht immer die Beste sein zu müssen. Die Erlaubnis, ihren eigenen Träumen zu folgen. Die Erlaubnis, darauf zu vertrauen, dass Stabilität nicht im Außen entsteht, sondern in uns selbst.

Sabines Artikel:
Was ich gern früher über mich und das Leben gewusst hätte.

6. Anette Schade: „Wir alle sind Hauptdarsteller in unserem eigenen Film“

65 Punkte. „Wenn ich noch mehr Zeit gehabt hätte, wären sicherlich noch mehr Punkte dazu gekommen“, schrieb Anette unter meinem Aufruf – und ließ die Liste dann einfach für sich sprechen, statt jeden einzelnen Punkt brav auszuformulieren. Genau richtig so.

Anettes Beitrag ist eine Mischung aus Selbstironie, Offenheit, klugen Gedanken. Sehr humorvoll.

Das hat mich zum Lachen und Nicken gebracht:

„Lass den Quatsch und iss dein Eis“ – ihr Rat an ihr zwölfjähriges Ich. Wobei sie selbst weiß: Für solche Ratschläge ist man mit zwölf „nur begrenzt empfänglich“. Auch vom eigenen späteren Ich.

„Die anderen denken viel weniger über mich nach, als ich dachte.“ Und, noch schöner formuliert: „Wir alle sind Hauptdarsteller in unserem eigenen Film und Statisten in den Filmen der anderen.“ Ein Satz zum Einrahmen.

„Rotwerden ist unangenehm, aber kein Weltuntergang.“ Eine Erkenntnis, die auch ich als Rotwerdekopf gern zwanzig Jahre früher gewusst hätte.

„Erwachsene improvisieren erstaunlich viel. Kinder glauben, die Großen hätten einen Plan. Haben sie nicht. Sie tun nur so.

→ Ihre Sumatra-Karte für die Indonesien-Reise: „ordentlich, durchdacht und vollkommen nutzlos” – denn eigentlich ging’s nach Java. „Das Leben betrachtet meine Pläne als unverbindliche Anregungen.“ Diese Haltung mag ich.

Zwischen „gelangweilten Sofakissen“ und dem „Sitzen auf hohen Kanten“ hat mich diese Liste einfach glücklich gemacht. Wer über sich selbst so lachen kann wie Anette, hat’s leichter im Leben.

Zu Anettes Beitrag:
Lebenslearnings, die ich gern früher gewusst hätte

7. Silke Geissen: „Ich schreibe, also bin ich“

„Als ich den Titel hörte, war’s um mich geschehen“, schrieb Silke unter meinem Aufruf – und schickte gleich einen Artikel hinterher, den sie selbst „unvollständig“ nannte, weil ihr kaum war er online, schon wieder was einfiel, was noch reingehört hätte. Kann ich nur unterschreiben: Erkenntnis ist nie wirklich fertig. Sie wächst weiter, sobald man hinschaut.

Und dann nennt sie mich in ihrem Beitrag auch noch eine ihrer „Lieblings-Bloggerfreundinnen” – schnief, das MUSSTE ich hier unterbringen.

Silke hat einen mutigen, so wunderbar wortverliebten Beitrag geschrieben – von der Rampensau bis zur Schreibtisch-Einsiedlerin.

Den Artikel solltest du lesen, allein wegen ihrer schrägen Sprache – hier, was mich gepackt hat:

Die „Schweinehündin“ statt des ewigen inneren Schweinehunds. Silke erfindet sich ihre Sprache einfach neu, wenn die alte nicht passt. Genau meine Kragenweite.

„Zuneigung oder Liebe ist nur dann richtig, wenn sie mir gilt und nicht die Währung ist für etwas, das ich leiste, gebe, oder verschweige.“ Und weiter: „People Pleasing ist verdammt anstrengend und führt letztendlich auch nicht dazu, dass ich geliebt werde.“ Ein Satz, den ich am liebsten an jede überverantwortliche Aufopfererin dieser Erde verschicken möchte.

Rampensau und Schreibtisch-Einsiedlerin, gleichzeitig. Silke ist „mittendrin und gleichzeitig geschützt” – kein Widerspruch, sondern ihre „leicht herausgehobene Rolle“. Mit ihrer „Hässliches-Entlein-Brille” hat sie sich selbst als Teenager völlig falsch gesehen; heute staunt sie über ihre eigene Schönheit von damals.

„Aufschaukelung lässt sich entschaukeln”. Auch für Morgenmuffel hat sie was übrig – ihr „Ausschlaf-Anspruch” kennt keine Kompromisse.

„Erinnerungen bleiben auch ohne Dinge.” Kein Londoner Kleid, kein Geburtstagsgeschenk von vor Jahrzehnten nötig – das Wertvollste bleiben die Menschen, nicht die Sachen.

„Ich schreibe, also bin ich.” Schreiben als „innere Verdauung von Vorfällen, Konflikten, dem Leben als solchem“ – genau das, weshalb ich Schreiben auch so liebe und das, was diese ganze Blogparade für zusammenhält.

Sie schließt mit Erich Kästner: „Leben ist immer lebensgefährlich.” Ein Satz, der so leicht daherkommt und so viel Wahrheit trägt.

Hier kannst Du Silkes ganzen Beitrag lesen:
Was ich gern früher über mich und das Leben gewusst hätte

8. Dr. Andrea Maria Bokler: „Das Leben meint es gut mit mir“

„Ich bin sehr weit zurückgegangen“, schrieb Andrea Maria unter meinem Aufruf – und tatsächlich, ihr Text geht tief. Es geht um die Geschichte, die wir über uns selbst erzählen, und darum, was passiert, wenn wir aufhören, dem Leben zu misstrauen.

Andrea Maria hat einen Beitrag geschrieben, voll von Klarheit und Tiefe.

Das hat mich am meisten berührt:

„Das Leben meint es gut mit mir auch dann, wenn es schwer ist.“ Kein naives Wunschdenken, sondern das, was Andrea Maria „Zuversicht mit offenen Augen“ nennt. Wer innerlich spürt, dass das Leben wohlwollend ist, handelt aus Klarheit statt aus Angst.

Nicht „Kann ich?“ Für Andrea Maria ist es wichtig, welchen Satz sie über mich selbst formuliert. „Ich kann nicht“ gegen „Ich liebe Sprache, und ich bin in der Lage, Sprachen zu lernen“ – dieselbe Ausgangslage, zwei völlig verschiedene Leben. Diese Entscheidung trifft man, wie Andrea Maria schreibt, „immer wieder neu”.

→ Ein Vier in Deutsch mit sechzehn wurde nie zur Lebenswahrheit. „Nicht meine Vergangenheit. Nicht ein altes Zeugnis. Nicht ein Satz, den ich mit sechzehn über mich geglaubt habe,“ bestimmt die Zukunft. Selbst die Neuroplastizität gibt ihr recht: Unser Gehirn bleibt formbar, ist „nicht durch unsere Gene festgeschrieben“.

Was ich mitnehme: Was ich über mich und das Leben glaube und lerne, entscheidet, wer ich bin. Was ich daraus lerne, entscheidet, wer ich WERDE und sein WILL. Nicht meine Vergangenheit. Und kein Satz, den ich mit sechzehn über mich geglaubt habe. Wow! das sitzt!

Hier kannst Du Andreas ganzen Beitrag lesen:
Was ich gern früher über mich und das Leben gewusst hätte

9. Andrea H.: „Mit Humor lässt sich vieles leichter ertragen.“

Nicht jeder Beitrag zu dieser Blogparade kam als eigener Blogartikel. Andrea hat mir ihre Gedanken direkt per E-Mail geschickt – kurz, klar, ohne Umschweife.

Keine große Dramaturgie, kein perfekt komponierter Artikel – einfach elf Sätze, die ein ganzes Leben zusammenfassen. Meine Highlights:

„Kein Mensch ist unfehlbar. Ich muss nicht perfekt sein.“ Zwei Sätze, die zusammengehören wie ein Paar Schuhe.

„Liebe kann man nicht kaufen. Liebe bekommt man geschenkt.“ Und: „Man muss über Gefühle reden können.

„Verlustangst kommt aus der Kindheit. Schau dir deine Familiengeschichte an.“ Genau der Blick, den ich selbst am liebsten in jede Kriegsenkel-Seele pflanzen würde.

„Mit Humor lässt sich vieles leichter ertragen.“ Amen.

Hier kannst Du Andreas ganzen Kommentar unter meinem Aufruf zur Blogparade lesen:
Liebe Birgit, …

10. Manuela Padmini: „Ich bin genau richtig.“

Auch Manuela hat mir ihre Gedanken direkt per E-Mail geschickt – so wie Andrea, ganz ohne Umweg über einen eigenen Blogartikel.

Hier ihre Sätze:

„Ich hätte früher gerne gewusst, dass ich vertrauen darf – in mich selbst, in meinen Weg und darauf, dass sich vieles zur richtigen Zeit entwickeln wird.“

„Ich hätte gerne gewusst, dass Zuversicht nicht bedeutet, immer sicher zu sein. Sie bedeutet, auch in unsicheren Zeiten daran festzuhalten, dass es weitergeht und dass ich Lösungen finden werde.“

„Ich hätte gerne gewusst, dass Mut nicht die Abwesenheit von Angst ist. Mut bedeutet, trotz meiner Zweifel den nächsten Schritt zu wagen, für mich einzustehen und meiner inneren Stimme zu folgen.“

„Vor allem hätte ich gerne früher gewusst: Ich bin genau richtig. Nicht erst, wenn ich mehr erreicht, geleistet oder verändert habe. Nicht erst, wenn ich allen Erwartungen entspreche. Sondern jetzt – mit meinen Stärken, meinen Fragen, meinen Fehlern und allem, was mich ausmacht.“

„Ich muss niemand anderes werden, um wertvoll zu sein. Ich darf wachsen, ohne mich abzulehnen. Ich darf meinen eigenen Weg gehen, in meinem Tempo und auf meine Weise.“

„Vertrauen, Zuversicht und Mut beginnen dort, wo ich erkenne: Ich darf mir selbst glauben. Ich darf mir selbst vertrauen. Ich bin genau richtig.“

Kein durchkomponierter Essay, keine Liste mit hundert Punkten – einfach ein Satz, der sich durchzieht wie ein roter Faden: Ich bin schon richtig, so wie ich bin.

11. Mein eigener Beitrag: „Ich bin für mein Leben verantwortlich. Ich!“

Bevor ich andere gefragt habe, was sie gern früher über sich und das Leben gewusst hätten, hab ich mir die Frage natürlich selbst gestellt. Herausgekommen sind über 140 Dinge – aufgeteilt in elf Kapitel: über mich selbst, über andere Menschen, über Kommunikation, über Beziehungen, über Familie und Herkunft, über Arbeit und Karriere, übers Improvisieren (auf der Bühne und im Leben), über Gefühle, über Veränderung und Wachstum, über das Leben an sich – und über die Dinge, die mein Leben schöner und leichter machen.

Schau dir gerne meine ganze Liste an. Die ist leicht, tief, wütend, witzig und weise. Wie mein Buch.

Hier paar meiner Lebens-Learnings, die ich am liebsten mit zwanzig schon gewusst hätte:

„Ich bin nicht empfindlich. Ich bin empfindSAM!“ Der Unterschied zwischen den beiden Wörtern hat mich Jahrzehnte gekostet.

„Ich schreibe nicht auf, was ich denke. Ich schreibe, um herauszufinden, was ich denke.“ Genau das, was mit dieser Blogparade auch passiert ist – bei mir und, wie ich lesen durfte, bei euch.

„Mein wirklicher, mein echter Wohlfühlraum, ist mein Schneckenhaus.” Auch wenn ich auf der Bühne stehe und fürs Improtheater brenne: Mein Zuhause ist innen.

„Nein ist ein Satz.“

„Das Leben endet stets tödlich. Mach was draus!”

→ Und, ganz am Ende, in Versalien, weil es so wichtig ist:
„ICH BIN FÜR MEIN LEBEN VERANTWORTLICH. ICH!”

Hier kannst Du meine ganze Liste lesen:
100 Dinge, die ich gern früher über mich und das Leben gewusst hätte.

12. Fazit zu allen 11 Beiträgen

Damit schließt sich der Kreis: Ich hab mit meiner eigenen Liste angefangen – und neun wunderbare Frauen haben mit ihren Perspektiven weitergemacht. Marita, Claudia, Astrid, Martina, Silke, Sabine, Anette, Andrea Maria und die anonyme Andrea.

Zehn sehr verschiedene Frauen landen auf völlig unterschiedlichen Wegen immer wieder bei Selbstannahme, Eigenverantwortung, Gefühlen, Unperfektheit, Humor und dem Mut, das eigene Leben tatsächlich selbst zu leben. Zehn verschiedene Stimmen, ein gemeinsamer Nenner:

Und jetzt fehlt hier eigentlich nur noch eine Perspektive: Deine.

Was hättest Du gern früher über Dich und das Leben gewusst?

Schreib’s mir in die Kommentare. Dann sind wir schon elf. 💛

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Birgit macht Juhu
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Ein guter Einstieg ins Thema Ahnentrauma. Du brauchst keine Vorkenntnisse. Nur Lust auf Geschichten. Skurrile Geschichten.

Deep Shit, mit Humor und Leichtigkeit erzählt.

„Wütend, witzig, weise.“
(Sven Rohde, ehem. Vorstand Kriegsenkel e.V.)

Birgit Ising mit Notebook
Wer schreibt hier eigentlich?

Hi, ich bin Birgit Elke Ising. Ex-Bank-Managerin, Coachin, Autorin, Speakerin und (improvisierende) Schauspielerin. Ich bin Expertin für Transformationsunterstützung. Mit kreativen Coaching-, Theater- und Schreib-Techniken helfe ich dir aus der Schwere ins Handeln.
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