Mein Motto 2026: SLOWING UP!

Veröffentlicht am Kategorisiert als Business, Kriegsenkel & Ahnentrauma
Birgit Elke Ising im Dune Beach House in Wilderness, SA - mit Motto 2026: SLOWING UP!

Alles langsamer. In meinem Tempo. Und erfolgreich!

2026 sage ich zu mir „Immer mit der Ruhe, Puppe!“. Ich werd‘ langsamer und deutlich mehr bei mir sein, mehr in meinem eigenen Groove.

Ich will nicht mehr hektisch Dauer-Gasgeben und rummachen im Gerödel! Ich will langsam machen. Mir dafür die Erlaubnis geben! Zum Langsamwerden und Langsamsein. Ohne schlechtes Gewissen, ohne Selbstbezichtigung.

„Oookeeeh, slowing down will sie“, denkst du jetzt vielleicht. „Ja, fast.“, sag‘ ich, „Aber es ist für mich viel mehr als das.“

Denn in meiner bewussteren Schneckigkeit möchte ich weiter Dinge schaffen. Zeug, das glitzert. Ich möchte Sinn in meinem Tun erfahren. Darin, anderen zu helfen, mutiger zu werden, selbstbestimmter, ich-iger. Ich möchte auf Bühnen stehen, in fremde Charaktere schlüpfen. Menschen vergnügliche Theater-Stunden bereiten. Und mit all dem möchte ich weiterhin erfolgreich sein. Mein Konto soll überlaufen! – Nur eben ohne ständigen Druckrausch, Dauerterminkollaps und „mal eben schnell-schnell-Hustle“.

Also nicht slwoing down, sondern SLOWING UP! – hoch, aber in langsam! Klar und bewusst in meinem eigenen Tempo.

Wie das genen soll, darum geht‘s hier.

Warum gerade dieses Motto?

Weil es schwer für mich ist UND ich das leichter haben möchte!

Während ich an diesem Blogartikel schreibe, findet ein Teil von mir (mein Kriegsenkelinnen-Speed-Modus) das komplett lächerlich. Ich hör’ die Häme: „Aha. Interessant, Frau Ising! [hier süffisanten Unterton denken] Faul sein also! Und trotzdem Erfolg haben? Blödsinn! Mach lieber mal hinne, Frolleinchen.

Da sind sie, die Sätze: „Nur wer schnell ist, ist sicher.“, „Nur wer viel schafft, hat einen Wert.“, „Nur wer funktioniert, gehört dazu.“ – leise, aber hartnäckig.

So leise, dass ich sie manchmal gar nicht wahrnehmen kann und trotzdem wie das Duracell-Häschen durchs Leben schraddele. Dann funktioniere ich, während ich denke, fühle, plane, organisiere, schreibe, Ideen habe, schon wieder drei Schritte weiter bin, mich plötzlich auf der Terrasse wiederfinde, um die vertrockneten Blüten abzuzupfen, während die Spülmaschine piept … und ich doch eigentlich noch den Blogartikel zu meinem Angebot schreiben müsste …– Ähem, … warte mal …! [aaatmen!]

Das sieht von außen beeindruckend aus (eben am Telefon sagte meine Freundin Christine: „Wow! Was Du alles machst! Manchmal denke ich, Du klonst Dich. Oder wie kriegst Du das hin?“) – fühlt sich aber innen nicht gut an.

Drum will ich das anders.

Nach meinen Jahresmottos („Motti“ find ich albern) …

… kommt jetzt in  2026 mitSLOWING UP! wieder Ruhe mehr innen Kartong, mit einer Haltung, die klar sagt:

SLOWING UP! ist als Jahresmotto 2026 mitten in meinem Alltag aufgetaucht. Zwischen Tabs im Browser. Zwischen Gedanken. Zwischen „dies und das“ und „das auch noch“. Im 10 Dinge gleichzeitig anfangen, mich dabei (zunächst) ziemlich wach und lebendig fühlen und meinen eigenen Einredungen trauend, das sei alles toootaaal notwendig, sinnvoll und gehöre so … – nahm ich wieder meine innere Unruhe wahr. Ich lebe in STÄNDIGER (!) innerer Unruhe. Sie ist mein Dauerzustands-Lebensgefühl.

Und das ist kein persönlicher Spleen, sondern ein über Generationen erlerntes Muster. Eines, das meinen Vorfahren im Krieg das Leben gerettet hat. Ein Verhalten aus einer Zeit, in der Funktionieren Sicherheit bedeutete. Eins, das ich unhinterfagt weiterlebe. Dieses Scannen von Gefahr, immer. Dieses im Kleinen in Deckung gehen, brav und fleißig sein. Mir meine Lebensmittelmarken verdienen und allen zeigen, das ich sie wirklich verdient habe …

Ich tue Dinge, die dringend zu erledigen aber nicht wichtig sind. Ich halte mich selbst beschäftigt – nur, um nix zu fühlen: schreibe, plane, entwickle, coache, spiele, trainiere, produziere Ideen, baue Angebote, überarbeite Dinge – und denke zwischendurch: „Ach …, Du olle Faulbacke. Social Media haste ja immer noch nicht gemacht …“ – Und dann fühl ich mich schlecht.

Dieses Verhalten, war vielleicht mal sinnvoll. In anderen Zeiten. Für andere Menschen. Um nicht an den toten Bruder denken zu müssen – oder an die plötzlich in einem schwarzen Wagen verschwundene Freundin …

Aber Fuck! Für mich im Hier & Jetzt ist es das nicht mehr! Ich lebe einen inneren Ahnentrauma Dauer-Alarmzustand, der sich für die Jetztzeit mit einem schnieken Business-Outfit verkleidet hat. So nämlich!

Uff! Das jetzt erstmal sacken lassen … [und wieder: atmen!]

Das, und die Erkenntnis, dass mein Streben nach dem Fertigwerden sich nur scheinbar seinem Ziel nähert, dass „Fertigwerden“ eine Illusion ist, dass sich Fertigwerden nur mit dem Tod einstellt und dass es selbst dann unerledigte Reste geben wird, schenkten mir mein Jahresmotto.

Nochmal: Ich habe keine Lust mehr darauf, mein Leben in diesem höchst alarmierten Modus zu verbringen. Ich weiß, ich kann meine Ziele auch ohne innere Panik erreichen, mir meine Wünsche auch ohne Sirenengeheul erfüllen. Ganz in der Ruhe.

Und SLOWING UP! wird mein persönlicher Beweis dafür.

Ich will erleben, dass Erfolg auch dann entsteht, wenn ich nicht renne. Sondern gehe. Schaue. Spüre. Entscheide. Und dann handle und dranbleibe. Dass langsam nicht weniger erfolgreich bedeutet. Dass ich nicht sterbe, wenn ich Dinge in Ruhe mache und dass die Welt davon nicht untergeht!

Was mein Motto „SLOWING UP!“ bedeutet

SLOWING heißt für mich:

Ich will anders. Easy. Es bedeutet nicht einfach nur „langsamer arbeiten“. Es bedeutet, mein gesamtes inneres Tempo zu hinterfragen. Heute darf ich wählen und das übe ich.

  • Ich will bewusster atmen statt hektisch zu funktionieren.
  • Ich will langsam anfangen statt schnell fertig werden zu wollen.
  • Ich will innehalten, bevor ich reagiere oder entscheide.
  • Nicht sofort springen, wenn mein innerer Antreiber pfeift.
  • Und ich will mich immer wieder ehrlich fragen: „Ist DAS jetzt wirklich mein Tempo – oder nur mein altes Muster?“

UP! heißt für mich:

Ich will mehr. Ich will erfolgreich sein. Erfolgreich in meinem Tun, finanziell erfolgreich, gefühlt erfolgreich. Und es bedeutet mein absolutes Commitment darauf. Nicht weniger, sondern mehr. Kurz. Knapp. Ende!

Wie sich „SLOWING UP!“ zeigt

Mein Motto zeigt sich für mich in vielen kleinen Entscheidungen. Jeden Tag.

Bewusst langsamer werden

Ich will mehr da sein und merken, was ich gerade mache, ob und welches alte innere Automatik-Programm sich gerade wieder hochspült. Wenn der Rödeldrang kommt, nehme ich ihn wahr, atme, lasse ihn zu Wort kommen. Höre ihm zu. Ergründe, was sein Ziel ist, wovor er mich vielleicht beschützen will. Sehe ihn. Lasse ihn zur Ruhe kommen. Atme. Löse mich von ihm. Und mach MEIN Ding. So der Plan.

Das wird mir nicht immer gelingen. But I‘ll keep doing it. Ohne auf mich sauer zu sein, wenn‘s mal nicht so läuft. Dann gehe ich zurück in den Jetzt-Moment, zurück in MEIN Tempo und das, was grad wirklich dran ist.

Mit weniger mehr erreichen

Tiefe statt Eile. Präsenz statt Hektik. Wirkung statt Wuselkram. Für mein Nervensystem wird das ein Kulturschock, denn es hat gelernt: Mehr = sicher. Viel = gut. Pause = faul.

Ich will dasitzen und langsamer machen. Merken, dass die Welt davon nicht untergeht, sondern klarer wird. Ich werde besser sehen, was wirklich wichtig ist. Das Unwichtige will ich schieben oder streichen. Auf das Wichtige will ich mich fokussieren. Mit Ziel dranbleiben, fertig machen. Klar, kreativ, verspielt. Und nicht immer automatisch weghopsen an die piepsende Spülmaschine …

Erfolg im eigenen Tempo

Es ist für mich einfach, mich in einen Zustand zu bringen, in dem alles gleichzeitig passiert. Intus hab‘ ich das. In meinem alten Job als Projektmanagerin in einer großen deutschen Bank, die irgendwann mal irgendwas mit „P“ zu tun hatte, war das hip, cool und ein Indiz für Erfolg. Es wurde belohnt. DAS fühlte sich gut an. Aber ES (so zu tun) fühlte sich noch nie richtig für mich an. Mitgemacht hab‘ ich trotzdem.

Inwischen nervt mich dieses permanente Jonglieren von tausend Dingen gleichzeitig. Mich stresst es nicht nur theoretisch, ich spüre es in meinem Körper. Wie wild mein Herz klopft. Wie mir die Zeit im Nacken sitzt. Wie mEine Schultern verspannen.

Ich will so nicht mehr arbeiten. Und so auch nicht mehr leben. Ich will SLOWING UP!

Wie ich „SLOWING UP!“ 2026 mit Leben fülle

Was ich 2026 sein lasse:

  • permanente Eile und Getriebensein als Grundzustand,
  • Multitasking-Wahnsinn,
  • automatisches Klein-klein-Gerödel,
  • Prokrastination der wirklich wichtigen Dinge,
  • ALLES sofort erledigen wollen,
  • Die unbewusste Hingabe ans leise „Mal eben schnell…“, das in meinem Nervensystem immer ON ist.

Und vor allem lass‘ ich die Idee los, dass ich nur dann gut und wertvoll bin, geliebt were, wenn ich viel mache, perfekt mache und schnell mache.

Was ich 2026 mehr mache:

Ich kreiere mir ein neues, fokussierteres Leben und Arbeiten.

  • Ich plane Pausen bewusst – und stopfe sie nicht sofort wieder voll.
  • Ich schaffe mir Stundenblöcke, in denen ich tief arbeite – ruhig, langsam, konzentriert & unaufgeregt.
  • Ich lege den Fokus auf Dinge, die wirklich zu meinem „UP!“ beitragen.
  • Ich setze mir Ziele mit Klarheit und bleibe dran.
  • Ich plane einen „Arbeitsrausch-Vormittag“ in der Woche an dem ich das sich herein spülende, Klein-klein-Zeug hintereinander wegkloppe. Ohne mich abzulenken vom ANDEREN, vom BRÜLLENDEN, vom VIELEN.
  • Für mehr Platz zwischen den Synapsen verbanne ich Aufgaben ausem Kopp erstmal auf die To-do-Liste.
  • Ich fange nicht automatisch und sofort an, sondern lasse auch mal Dinge liegen oder streiche sie wieder, wenn sie sich bei einer Überprüfung als Alarm-Modus-Beschäftiger herausstellen. Mit Absicht und mit Freude!
    („Nein! Ich muss nicht alle Rezepte scannen!“)
  • Ich nehme „mal eben schnell“ besser wahr und entscheide mich bewusst dagegen.
  • Ich ATME erstmal, bevor ich was Neues anfange.
  • Ich! halte! das! alles! aus!
  • Und ich gebe meinem geliebten, lebendigen Freischnabbel-Schreiben wieder mehr Raum und
  • lese Romane.

Ich werde dabei den inneren Aufstand meines schnell-schnell-Modus spüren. Aber auch meine Freiheit. So.

Wie ich Ende 2026 erkenne, dass „SLOWING UP!“ geknallt hat

  • Ich spüre Energie statt Erschöpfung.
  • Meine wichtigsten Online-Projekte sind fertig.
  • Ich habe Momente erlebt, nicht nur Meilensteine eingeholt.
  • Ich habe mehr Umsatz gemacht als in 2025.
  • Ich hab Zeit zum Glotzen, zum Spielen, zum Sein gehabt. Und Urlaub gemacht. Viel Urlaub.
  • Ich hab‘ mindestens 10 Romane gelesen. (Zwei hab‘ ich schon! 💥)

Ich habe meinem inneren „Funktionieren, funktionieren, funktionieren“- Reflex nicht mehr blind gehorcht, sondern ihn wahrgenommen, verstanden und liebevoll ein Stück leiser gedreht. Und auch das bemerkt!

Ich habe mir erlaubt, erfolgreich zu sein, ohne mich dabei ständig selbst zu überholen.

Ein Nachwort aus dem Irgendwo …

Ähem, da ist noch was. Und das will was. Keine Ahnung, wer oder was hier spricht. Ich will‘s auch im Monent nicht wissen 🙈, aber ES verlangt, dass ich‘s hier hinschreibe:

Vielleicht bin ich ja nur zu feige für ein reines SLOWING DOWN …?
Vielleicht ist das der gleiche alte Scheiß, nur anders verpackt …?

Hiiiiilfäääh, …. Loidääääh!!! Uff two! Muss ick jetz‘ oooch ersma sacken lass‘n. 😳

Du hast Gedanken zu diesem Text? Schreib‘ sie mir gerne in die Kommentare. Ick freuma und antworte dir gleich dort.

Du erkennt dich wieder – … und es geht dir sowas von auf den Zwirn?

Wenn dich eine versteht, dann ich. Ich hab‘ das alles hinter mir. Und manchmal „kotze ich doch wieder in die gleiche Kurve“ (wie es Carolin in ihrem Kommentar unter diesem Artikel so treffend genannt hat 🙂). Aber ich hab‘ Strategien, die mir das bewusst machen und mit denen ich mich da rausziehen kann. Meine Rettungsanker. Du wünschtest, du hättest auch welche?

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Birgit Ising mit Notebook
Wer schreibt hier eigentlich?

Hi, ich bin Birgit Elke Ising. Ex-Bank-Managerin, Coachin, Autorin, Speakerin und (improvisierende) Schauspielerin. Ich bin Expertin für Transformationsunterstützung. Mit kreativen Coaching-, Theater- und Schreib-Techniken helfe ich dir aus der Schwere ins Handeln.
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5 Kommentare

  1. Wow – mitten in mein Herz getroffen. Ich bin Kriegsenkelin und hänge manchmal auch in der Schleife… Wie eine Freundin sagt. Wir machen, arbeiten, reflektieren, arbeiten an uns selbst und kotzen immer in die gleiche Kurve. Sorry, für den Ausdruck 🙂

    Sicherlich komme ich wieder zurück auf Deine Seite und zu Deinem Buch!

    Danke für diese wertvolle Reflektion!

    1. Liebe Carolin,
      herzlichen Dank. Ich freu‘ mich über Herztreffer! Und ich liebe „kotzen immer wieder in die gleiche Kurve“. 🙈 – Let‘s keep tryin‘ the UN-kotz-Modus. Und schau‘ gerne wieder rein.
      Herzlichst
      Birgit

  2. Liebe Birgit,
    danke für diesen Artikel! Es hat mir echt viel Spaß gemacht ihn zu lesen – witzig, hautnah und sowas von nachvollziehbar. Bombe.
    Über viele Strecken habe ich mich in Deinem Artikel auch wiedergefunden, werde mich von Dir inspirieren lassen und auch mal bewusste Pausen einplanen.
    Ich wünsche Dir ganz viele schöne Slow-Momente.
    Liebe Grüße
    Stella

    1. Liebe Stella,
      das freut mich. Ich weiß, dass es vielen Mensch:innen so geht und dass vielen von uns ein sloweres Denken, Tun, Leben durchaus guttun würde.
      So, let‘s try that! Together.
      Herzliche Grüße
      Birgit 🌸

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