Alte Bekannte: Die Liste der 200 fiesesten negativen Glaubenssätze

Veröffentlicht am Kategorisiert in Kriegsenkel & Ahnentrauma

Mit dieser epischen Liste möchte ich dir Beispiele für negative Glaubenssätze geben.

Es gibt viele Ansätze, um diese limitierenden, inneren Gesetze im eigenen Leben aufzuspüren und zu transformieren. Gerade für Kriegsenkel:innen, Menschen, die von generationenübergreifendem Trauma betroffen sind, kann das sehr lösend wirken. Der erste Schritt ist: Die Sätze und inneren Stimmen wahrnehmen, sie bewusst formulieren. Wenn wir dann noch aufspüren, wie und woher sie zu uns kamen, beginnen sich die meisten Glaubenssätze schon zu verändern.

Also: Welchen negativen Glaubenssätzen kennst du? Mit welchen behinderst du dich selbst? Mit welchen stehst du dir und deiner Entwicklung auf den Füßen? Welche engen dich ein, limitieren dein volles Handlungsspektrum? Welche stehen dir und deinem Glück immer wieder im Weg? Welche halten dich fest im Status Quo?

Viele Sprichwörter und allgemeine Annahmen über das Leben und die Welt kennst du sicher aus deiner Kindheit. Wer in deinem Umfeld sagte das immer? Wer erklärte dir so die Welt und die Menschen? Welche Annahmen über dich selbst und die Anderen hast du dir daraus gebastelt?

Und: Sind sie alle richtig? Welche dieser Sprüche und Annahmen stimmen für dich als Erwachsene:r noch? Welche könntest du über Bord werfen? Wie könntest du sie umformulieren, dass sie sich JETZT stimmig anfühlen?

Sei geduldig mit dir. Deine negativen Glaubenssätze sind über Jahre entstanden.
Es wird ein bisschen dauern, bis du bessere erschaffst.

Holly Mosier

Mein persönlicher Grusel-Fun-Fact: ich habe sie, ohne lange zu überlegen, in nur zwei Stunden runter getippt. Dann rappelte mein Timer und ich hab‘ mich erschreckt. Uff! Ich hab‘ jetzt lieber erstmal aufgehört.

Wenn dir noch weitere einfallen, schreib sie gerne in die Kommentare, und ich ergänze die Liste. Gemeinsam knacken wir die 300!

Sprichwörter

  1. Ordnung ist das halbe Leben.
  2. Ohne Fleiß kein Preis.
  3. Hochmut kommt vor dem Fall.
  4. Einen alten Baum kannst du nicht verpflanzen. 
  5. Entweder ganz oder gar nicht.
  6. Ein Indianer kennt keinen Schmerz.
  7. Der Klügere gibt nach.
  8. Erst die Arbeit, dann das Vergnügen.
  9. Aller Anfang ist schwer.
  10. Das letzte Hemd hat keine Taschen.
  11. Geld verdirbt den Charakter.
  12. Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben.
  13. Lehrjahre sind keine Herrenjahre.
  14. Früher war alles besser.
  15. Hilf dir selbst, sonst hilft dir keiner.
  16. Sammle in der Zeit, dann haste in der Not.
  17. Spare in der Zeit, dann haste in der Not.
  18. Haste was, biste was.
  19. Morgenstund hat Gold im Mund.
  20. Wo gehobelt wird, fallen Späne.
  21. Säge nicht an dem Ast, auf dem du sitzt.
  22. Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr.
  23. Liebe macht blind.
  24. Abends wird der Faule fleißig.
  25. Besser den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach. 
  26. Man soll den Tag nicht vor dem Abend loben.
  27. Übermut tut selten gut.
  28. Du sollst Vater und Mutter ehren.
  29. Man weiß ja nie, was kommt. 
  30. Wer schön sein will,muss leiden.
  31. Geschenkt bleibt geschenkt. Wiederholen ist gestohlen.
  32. Es ist nicht alles Gold, was glänzt.
  33. Erfolg macht einsam.
  34. Der Teufel scheißt immer auf denselben Haufen.
  35. Aus einer schönen Schüssel kannst du nicht essen, wenn nichts drin ist.
  36. Beiß nicht in die Hand, die dich füttert.
  37. Reden ist Silber, Schweigen ist Gold.
  38. Glück im Spiel. Pech in der Liebe.
  39. Wer den Pfennig nicht ehrt, ist des Tales nicht wert.
  40. Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.
  41. Geben ist seliger denn nehmen.
  42. Übermut kommt vor dem Fall.
  43. Verlass dich auf andere und du bist verlassen.
  44. Von ehrlicher Arbeit ist noch niemand reich geworden.
  45. Schuster bleib bei deinen Leisten.
  46. Der frühe Vogel fängt den Wurm.
  47. Lieber arm und glücklich als reich und krank.
  48. Ein jeder ist seines Glückes Schmied.
  49. Vögel, die morgens singen, holt am Abend die Katze.
  50. Mädchen, die pfeifen und Hühnern, die krähen, den sollte man beizeiten die Hälse umdrehen.
  51. Wer rastet, der rostet.
  52. Kleine Sünden bestraft der liebe Gott sofort.
  53. Geld regiert die Welt.
  54. Wer zuletzt lacht, lacht am besten.
  55. Der liebe Gott sieht alles.
  56. Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen.
  57. Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer.
  58. Das Leben ist kein Ponyhof.
  59. Wo Licht ist, ist auch Schatten.
  60. Nur dem Tüchtigen winkt das Glück.
  61. Kleine Kinder, kleine Sorgen. Große Kinder, große Sorgen.
  62. Was dich nicht umbringt, macht dich stark.
  63. Bescheidenheit ist eine Zier.
  64. Wer zu spät kommt den bestraft das Leben.
  65. Geld ist die Wurzel allen Übels.
  66. Besuch ist wie Fisch, nach drei Tagen stinkt er.
  67. Eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr als dass ein Reicher in den Himmel kommt.
  68. Es wird gegessen, was auf den Tisch kommt.
  69. Solange du die Füße unter meinen Tisch stellst, …
  70. Frau am Steuer, Ungeheuer!
  71. Geld macht nicht glücklich.
  72. Freu dich bloß nicht zu früh.
  73. Trau, schau, wem.
  74. Wer in der ersten Reihe steht, wird erschossen.
  75. Ist die Katze aus dem Haus, tanzen die Mäuse auf dem Tisch.
  76. Man kann nicht auf allen Hochzeiten gleichzeitig tanzen.
  77. Das ist klar wie Sonnenstich, böse Kinder mag man nicht.
  78. Wenn der Keks redet, haben die Krümel zu schweigen. (Danke, Leserin Wiebke)
  79. Spare, lerne, leiste was, dann hast du, kannst du, giltst auch was. (Danke, Leserin Mel)
  80. Te dumm om de Hipp te pöhle. (Zu dumm, um die Ziege anzubinden) (Danke, Leserin Ilka)
  81. Krause Haare, krauser Sinn, innen steckt der Teufel drin. (auf Frauen bezogen, Danke, Leserin Ilka)
  82. Friss oder stirb … (Danke, Leserin Ilka)
  83. Die dümmsten Bauern ernten die dicksten Kartoffeln. (Danke, Leserin Ilka)
  84. Das Leben ist wie eine Hühnerleiter: Kurz und beschissen. (Danke, Leserin Jossi)
  85. Eigenlob stinkt! (Danke, Leserin Fudan)
  86. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg (Danke, Leserin Bettina)
  87. Nur die Harten kommen in den Garten. (Danke, Leserin Bettina)
  88. Langes Fädchen, faules Mädchen. (Danke, Leserin Ramona)

Annahmen über das Leben und die Menschen (So – und nicht anders – ist die Welt)

  1. Frauen gehören hinter den Herd.
  2. Der Mann verdient das Geld.
  3. Nur mit Ellenbogen kommt man weiter.
  4. Wer fragt, ist dumm.
  5. Man muss immer auf Nummer sicher gehen.
  6. Die Welt ist nun mal ungerecht.
  7. Ein Versprechen muss man halten.
  8. Es wird einem im Leben nichts geschenkt.
  9. Das Leben ist schwer.
  10. Frauen haben Haare auf den Zähnen.
  11. Nur etwas, das mit Mühe erreicht wird, ist von Wert.
  12. Im Leben muss man sich durchbeißen.
  13. Kinder dürfen einem nicht auf der Nase herumtanzen.
  14. Du musst teilen.
  15. Man muss alles immer ganz genau teilen.
  16. Eine Ohrfeige hat noch niemandem geschadet.
  17. Sei zufrieden mit dem, was du hast.
  18. Wenn man nur genug will, kann man alles schaffen.
  19. Reiche Menschen sind schlecht.
  20. Lange Haare, kurzer Verstand.
  21. Männer sind Schweine!
  22. Mit dem, was Spaß macht, kann man kein Geld verdienen.
  23. Als Frau wirst du immer benachteiligt.
  24. Wenn man nicht alles selbst macht, …
  25. Man kann nur sich selbst vertrauen.
  26. Im Dunkeln ist es gefährlich.
  27. Kinder müssen ihre Eltern lieben.
  28. Echte Männer weinen nicht.
  29. Alle reichen Leute sind Betrüger.
  30. Man kann nur auf Kosten anderer reich werden.
  31. Alle Männer sind schlecht.
  32. Kinder darf man nicht verwöhnen.
  33. Jeder ist sich selbst der Nächste.
  34. Wahre Freundschaft gibt es nur unter Männern.
  35. Geld ist schmutzig.
  36. Arbeit ist schwer.
  37. Das wichtigste ist: Unabhängigkeit.
  38. Wo kommen wir den hin, wenn das jeder machen würde?
  39. Man kann nicht auf jeden Rücksicht nehmen.
  40. Man muss hart arbeiten.
  41. Alle wollen nur dein Bestes. Dein Geld.
  42. Nur durch harte Arbeit kann man reich werden.
  43. Über Geld spricht man nicht.
  44. Du kannst dich auf keinen verlassen.
  45. Man kann doch nicht einfach machen was man will.
  46. Zeit ist Geld.
  47. Man muss Arbeit und Privatleben trennen.
  48. Man darf nichts wegwerfen.
  49. Bitte nie um Hilfe.
  50. Du kannst niemandem trauen.
  51. Wenn du dich nicht an die Regeln hältst, geht es schlecht aus mit dir.
  52. Zeige niemals deine Verletzlichkeit.
  53. Geld stinkt.
  54. Man muss immer gute Miene zum bösen Spiel machen.
  55. Stell dich nicht so an, dir geht’s doch gut.
  56. Träume sind Schäume.
  57. Nimm dich nicht so wichtig.
  58. Es nicht genug für alle da.
  59. Tu in „Allem“ Dein Bestes! (Danke, Leserin Antje)
  60. Die Männer sind das Wichtigste. (Danke, Leserin Ilka)
  61. „Meine Wenigkeit …..“ (Danke, Leserin Ilka)
  62. Erwachsenen widerspricht man nicht. (Danke, Leserin Ilka)
  63. Mach die Augen zu, dann siehst du, was dir gehört. (Danke, Leserin Silke)
    Bei uns ging der so: Mach mal die Augen zu. Was du dann siehst, das gehört dir!
  64. Was sollen denn die Nachbarn denken! (Danke, Leserin Jossi)
  65. Du musst immer mit dem Kopf durch die Wand! (Danke, Leserin Jossi)
  66. Du wirst schon sehen, was du davon hast! (Danke, Leserin Christin)

Annahmen über dich selbst

  1. Ich bin nun mal schüchtern.
  2. Ich bin zu dumm.
  3. Ich muss es den Anderen leicht machen.
  4. Ich darf nicht nein sagen.
  5. Ich darf nicht schwach sein.
  6. Ich bin zu alt/ zu jung/ zu …
  7. Ich darf keine Gefühle zeigen.
  8. Ich muss funktionieren.
  9. Ich bin keine gute Mutter/ Tochter/ Ehefrau …
  10. Ich darf keine eigene Meinung haben.
  11. Ich darf nicht stören.
  12. Ich habe kein Geld.
  13. Ich bin nicht willkommen.
  14. Ich muss mich anstrengen.
  15. Ich bin allein.
  16. Ich bin eine Versagerin.
  17. Ich muss tapfer sein.
  18. Ich muss vernünftig sein.
  19. Ich bin nicht gut.
  20. Ich bin nichts wert.
  21. Ich bin langweilig.
  22. Ich gehöre nicht dazu.
  23. Ich falle zur Last.
  24. Ich muss stark sein.
  25. Ich genüge nicht.
  26. Ich bin unerwünscht.
  27. Ich darf keine Umstände machen.
  28. Erst wenn ich …, darf ich …
  29. Ich muss leise sein.
  30. Ich habe keine Zeit.
  31. Ich bin nicht gut genug.
  32. Ich bin schuld an meinem Alleinsein.
  33. Ich muss immer für dich da sein.
  34. Ich kann das nicht schaffen.
  35. Ich muss immer kämpfen.
  36. Ich bin nicht liebenswert.
  37. Ich muss alles alleine machen.
  38. Ich muss das alleine schaffen.
  39. Ich bin auf mich allein gestellt.
  40. Ich bin nicht kreativ.
  41. Ich muss nützlich sein.
  42. Ich bin für alles verantwortlich.
  43. Ich bin schuld. 
  44. Ich muss mich beeilen.
  45. Ich hab‘ doch sowieso immer Pech.
  46. Ich muss es allen Recht machen.
  47. Ich muss meinen Eltern auf ewig dankbar sein.
  48. Ich muss den anderen gefallen.
  49. Ich bin hässlich.
  50. Ich muss perfekt sein.
  51. Ich muss immer alles richtig machen.
  52. Ich muss die Beste sein.
  53. Ich bin undankbar.
  54. Ich bin unsportlich.
  55. Ich mache andere unglücklich.
  56. Ich schaffe das nicht.
  57. Ich muss tun, was von mir verlangt wird.
  58. Ich bin vom Pech verfolgt.
  59. Ich darf nicht um Hilfe bitten.
  60. Ich bin nun mal verfressen.
  61. Ich bin ein Tollpatsch.
  62. Ich bin schlecht.
  63. Ich kriege ja doch nichts auf die Kette.
  64. Ich habe keinen Grund zur Klage.
  65. Ich bin ein Dusseltier.
  66. Ich störe.
  67. Ich darf nicht gierig sein.
  68. Ich muss mich zurückhalten.
  69. Wer bin ich schon, dass ich ….
  70. Ich darf keine Fehler machen.
  71. Ich werde nur dann geliebt, wenn ich etwas leiste.
  72. Mir geht‘s wohl zu gut!
  73. Mit mir stimmt etwas nicht.

Annahmen über die Anderen in Bezug zu dir

  1. Keiner nimmt mich ernst.
  2. Keiner beachtet mich.
  3. Keiner hat mich lieb.
  4. Keiner interessiert sich für mich.
  5. Wenn ich es nicht mache, dann macht es keiner.
  6. Jeder denkt nur an sich selbst.
  7. Niemand hält es lange mit mir aus.
  8. Keiner versteht mich.
  9. Alle anderen haben es besser als ich.
  10. Alle Menschen wollen mir Böses.
  11. Auf die Anderen ist kein Verlass.
  12. Keiner mag mich.
  13. Alle lachen über mich.
  14. Die wollen mich eh nicht dabei haben.
  15. Anderen geht es viel schlechter als mir.
  16. Die anderen sind besser als ich.

Poesie-Album-MitGIFTen

  1. Sage nie, das kann ich nicht! Vieles kannst du, will‘s die Pflicht. Schweres kannst du, will‘s die Liebe. Darum dich im Schweren übe! Sage nie, das kann ich nicht!
    (Danke, Leserin Anja)
  2. Ich schlief und träumte, das Leben wär Freude; ich erwachte und sah, das Leben war Pflicht! Ich handelte und siehe – die Pflicht ward Freude!
    (Danke, Leserin Antje)
  3. Ermatte nie in Deinen Pflichten, wenn mancher Tag auch Kummer bringt. Geduld und Mut kann viel verrichten, wenn auch nicht alles gleich gelingt.
    (Danke, Leserin Antje)
  4. Sei wie das Veilchen im Moose, bescheiden, sittsam und still. Und nicht wie die stolze Rose, die immer bewundert sein will. (Danke, Leserin Hilkea)
    Bei mir ging der so: Sei wie das Veilchen im Moose, bescheiden, sittsam und rein. Und nicht wie die stolze Rose, die stets bewundert will sein.
  5. Sei kein Wind- und Wetterhahn, fang nicht immer Neues an. Was du dir hast aufgesetzt, das beharre bis zuletzt. (Danke, Leserin Silke)
  6. Pferde sind keine Tiere und Frauen sind keine Menschen. (Danke, Leser Karl)
Birgit Ising mit Notebook
Wer schreibt hier eigentlich?

Hi, ich bin Birgit Elke Ising. Ex-Bank Managerin, Coachin, Autorin, Speakerin und (improvisierende) Schauspielerin. Ich bin Expertin für Transformationsunterstützung. Mit kreativen Coaching-, Theater- und Schreib-Techniken helfe ich dir aus der Schwere ins Handeln.
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(Sven Rohde, ehem. Vorstand Kriegsenkel e.V.)

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44 Kommentare

  1. Hallo Birgit,
    gerade habe ich diese umfangreiche Liste entdeckt. In meiner Coaching-Ausbildung beschäftigen wir uns gerade mit Glaubenssätzen und diese Liste ist sehr hilfreich. Vielen Dank dafür!
    Zwei Sätze habe ich darin nicht gefunden:
    – wo ein Wille ist, ist auch ein Weg und
    – nur die Harten kommen in den Garten.
    Viele Grüße
    Bettina

  2. Ich hab auch noch einen, der in der Liste nicht aufgeführt ist. „Eigenlob stinkt“. Führt zwangsläufig dazu, dass man von Lob und Anerkennung Anderer abhängig und Selbstliebe blockiert wird.
    Im Grunde weiß nur ich selbst welchen Weg ich gegangen bin und mit welchen Hürden und Schwierigkeiten das verbunden war.

  3. Hi, auf der Suche nach negativen Glaubenssätzen, die mich lange begleitet haben, habe ich diese unglaubliche Sammlung gefunden. Örks!
    Beitragen möchte ich noch 2 Exemplare:
    „Was sollen denn die Nachbarn denken!“ und (erfolglos an der Hauswand ausprobiert): „Du musst immer mit dem Kopf durch die Wand!“ Das verursachte nur einen Dachschaden, der allerdings inzwischen kuriert ist.
    Ach ja. Einen hab ich noch:
    „Das Leben ist wie eine Hühnerleiter: Kurz und beschissen.“

    1. Hallo Jossi, herzlichen Dank. Ja, eine wirklich unglaubliche Sammlung. Ich bekomme selbst schlechte Laune, wenn ich da drüber lese. Danke für Deinen Input, den ich gerne aufnehme. Viele Grüße, Birgit

  4. Was für eine beeindruckende Sammlung, liebe Birgit!
    Mein Vater pflegte, wenn ich den Besitz an einer Sache reklamierte, zu sagen: „Mach die Augen zu, dann siehst du, was dir gehört.“ Ich fand das sehr … ehm, ermutigend ist das falsche Wort!

    Und passend zum Poesiealbumspruch meines Vaters, den ich oben schon habe, kommt der meiner Mutter:
    „Sei kein Wind- und Wetterhahn,
    fang nicht immer Neues an.
    Was du dir hast aufgesetzt,
    das beharre bis zuletzt.“

    Eff. Kein Wunder, dass ich mich nie als gutes Kind fühlte. Und dass ich bei meiner Ausbildung blieb, obwohl sie mich nach zwanzig Minuten schon langweilte. Sehr beharrlich, jaja.

    Ich will dir hier dein Kommentarfeld nicht vollmüllen, aber dein Listicle ist klasse.

    Liebe Grüße, Silke

    1. Liebe Silke, oha! Da wundert mich aber gar nicht mehr, dass Du dran geblieben bist. Und: den mit „Mach mal die Augen zu …“, den kenn ich auch. Den hatte ich ganz vergessen. Wahnsinn. Du darfst mir übrigens gerne das Kommentarfeld „vollmüllen“. Dann schreib‘ ich das hier hin. Dann hat der Quatsch ein Zuhause und wir können ihn ausspeichern, na ja, oder so ähnlich … 💕
      Liebe Grüße und herzlichen Dank, Birgit

  5. Sei wie die stolze Rose,
    selbstbewusst, glücklich und frei!
    Und nicht wie das Veilchen im Moose,
    schüchtern, bescheuert und treu!

    Man kann solche Monströsen auch „umdrehen“ LG von Cornelia

    1. Liebe Cornelia, supercool. So kannte ich den noch nicht. Ich danke Dir! Ja klar, das ist für mich eine der großen Künste im Leben, die Monstersätze in unsere erwachsene Realität zu zerren und so umzuformulieren, dass sie hilfreich werden. Einige dürfen dabei aber auch komplett in die Tonne. Herzliche Grüße, Birgit

  6. noch ein paar Sprüche:
    Die Männer sind das Wichtigste
    Te dumm om de Hipp te pöhle = zu dumm, um die Ziege anzubinden
    Krause Haare, krauser Sinn, innen steckt der Teufel drin (auf Frauen bezogen)
    „Meine Wenigkeit“…..
    Friss oder stirb…
    Die dümmsten Bauern ernten die dicksten Kartoffeln
    Erwachsenen widerspricht man nicht

  7. Gerade im Hörbuch „Das tiefschwarze Herz“ (von Robert Galbraith aka J.K. Rowling) gehört:
    „Je stinkiger der Haufen, desto schwerer lässt er sich vom Schuh abkratzen“, sagt Pam zu Robin, die sich mit unwillkommenen Annäherungsversuchen eines Bekannten konfrontiert sieht.

  8. Ein bisschen erschreckend ist es schon, bei wie vielen Glaubenssätzen ich mich wiedererkenne. Aber das Gute ist, dass ich mittlerweile weiß, dass trotzdem so viel Tolles in meinem Leben möglich war und ist. 🤗

    1. Liebe Hilkea, über die Masse habe ich mich auch erschreckt. Und darüber, wie leicht ich die rausballern konnte. Und ja, wir haben schon viel gelernt und Gutes erlebt. Einholen tun sie mich (wenn ich nicht gut aufpasse) immer noch, die Fieslinge. Alles Liebe, Birgit

  9. „Sei wie das Veilchen im Moose,
    bescheiden, sittsam und still.
    Und nicht wie die stolze Rose,
    die immer bewundert sein will.“

    Aus meinem Poesie-Album. Das hat mich schon in der 2. Klasse genervt. Ich LIEBE Rosen, so, da habt ihr’s!!!

    1. Liebe Hilkea, weia, den hatte ich beim Schreiben gar nicht auf der Liste, obwohl ich ihn immer als so was von überholt zitiere. Ich habe ihn aufgenommen und meine Variante gleich dazu geschrieben. Danke Dir von Herzen, Birgit

  10. Bei meinen Eltern im Haus hängt ein Spruch:

    „Spare, lerne, leiste was,
    dann hast du, kannst du, gilst auch was.“

    Örks.

    Leider hab ich seeeehr viele deiner hier aufgeführten Glaubenssätze bei mir entdeckt. Jetzt muss ich sie „nur noch“ loswerden…

  11. Liebe Birgit, super Liste und so erschreckend, was für Sprichwörter gegen uns gerichtet sind! Ich habe schon früher die Poesiesprüche gehasst. Inzwischen weisss ich sehr genau, wie schlimm sie wirklich sind. Mir liefen echt mehrere Schauer über den Rücken. Danke für das super zusammengetragene Listical!

  12. Liebe Birgit, danke für diese Liste – das weckt auf! Mir fällt noch ein: „Wenn der Keks redet, haben die Krümel zu schweigen.“
    Das klingt wie ein lustiger Spruch, ist aber eigentlich gar nicht witzig in der Geschichte der Kinderunterdrückung.

  13. Auch noch „schön“:

    „Tu in „Allem“ Dein Bestes!“
    oder auch:
    „Ermatte nie in Deinen Pflichten,
    wenn mancher Tag auch Kummer bringt.
    Geduld und Mut kann viel verrichten,
    wenn auch nicht alles gleich gelingt.“

  14. bei PFLICHT ruft mein Poesiealbum:
    „Ich schlief und träumte,
    das Leben wär Freude;
    ich erwachte und sah,
    das Leben war Pflicht!
    Ich handelte und siehe –
    die Pflicht ward Freude!“

    Die Tante wünschte mir drunter Freude im Leben, aber irgendwie war das andere Wort doch ziemlich stärker in der Wirkung…
    Erst im Alter gelingt mir mehr und mehr das Erlauben zum richtig Freuen…

    1. Liebe Antje, uff, das schrie nach einer weiteren Rubrik „Poesiealbum-mitGIFTen“. Danke für Deinen Kommentar, der mich total mitnimmt. Das Pflichtbewusstsein, schön und gut, aber wir haben‘s wohl (gegen uns selbst) übertrieben. Hilfe!

    2. Liebe Antje, genau das hat mir mein Vater in mein Poesiealbum geschrieben, und ich habe es immer gehasst! Erst später dachte ich, naja, wenn ich mit der Arbeit in Resonanz bin, ist sie Freude. Aber ich glaube, es war schon so gemeint, wie wir drunter gelitten haben.
      Liebe Grüße
      Silke

  15. Mir wurde auf meinem Lebensweg mitgegeben:

    „Sage nie, das kann ich nicht!
    Vieles kannst du, will‘s die Pflicht.
    Schweres kannst du, will‘s die Liebe.
    Darum dich im Schweren übe!
    Sage nie, das kann ich nicht!“

    Schwere Kost für ein kleines Mädchen…😢

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