Dinge loslassen: Warum das so verdammt schwer ist.

Veröffentlicht am Kategorisiert in improvISING Life: Leichter leben, Kriegsenkel & Ahnentrauma
Dinge loslassen. Birgit Elke Ising mit nachdenklichem Blick aus dem Fenster. Mit Text.

Letztens habe ich irgendwo gelesen: „Warum es sicher ist, Dinge loszulassen.“ – Ein Satz, an dem nichts richtig ist. Loslassen!? Wie kann das sicher sein? Wo doch in diesem einen Wort schon so viel Unheil mitschwingt:

  • Verlust von Menschen und Dingen.
  • Die große Leere.
  • Alleinsein und absolute Einsamkeit.
  • Auf sich selbst gestellt sein.
  • Ausgeliefert sein.
  • Armut und Tod.

Hilfe! Da grummelt es direkt in meinem Bauch! Loslassen ist Hölle und unsicher. Schon der Gedanke daran bereitet mir körperliches Unbehagen.

Dir auch?

Dabei ist es kein Wunder, dass bei vielen Menschen bei diesem Thema gleich das GANZ GROSSE, das Schreckliche in allen möglichen Katastrophen-Szenarien, auf dem Plan steht. Und gerade uns Kriegsenkeln fällt es schwer, uns von Dingen zu trennen. Auch Klientinnen in meiner Coaching-Praxis berichten davon.

In diesem Artikel geht es um Dinge, Stuff, Geschirr, Krempel, Klamotten und um den ganzen Tüddelkram, der sich in unseren Leben ansammelt. Und darum, was das Loslassen von Zeug mit der großen Angst zu tun hat.

Warum Dinge deinen Eltern Sicherheit gaben

Schauen wir zunächst auf unsere Eltern- und Großelterngeneration. In fast allen Familien gibt es Geschichten aus Kriegen. Meist verschwiegene Geschichten von Verlusten. Vom Verlust naher Angehöriger, geliebter Menschen. Vom Verlust der Heimat, von Besitz, von Status und Ansehen. Vom Verlust kindlicher Unschuld, wenn Augen, in denen sich das Grauen und der Schrecken spiegelte, noch viel zu jung dafür waren.

Viele unserer Vorfahren lernten, dass sie sich auf Menschen und Beziehungen nicht dauerhaft verlassen können. Eben noch da, konnten sie morgen schon weg sein. Von Bomben oder auf dem Schlachtfeld zerfetzt. Plötzlich fort, wie die beste Freundin meiner Mutter, von der „keiner wusste, wo sie so plötzlich abgeblieben war“. Unterernährt und kraftlos auf der Flucht am Straßenrand liegen gelassen, „weil jeder sich selbst der Nächste war“ und „zusehen musste, wo er blieb“. Das bisschen Besitz, das dazu geneigt war oder von unseren Eltern und Großeltern dafür gehalten wurde, das eigene Überleben zu sichern immer im Auge, behütet, mit dem Leben verteidigt.

Besitz war existenziell. „Haste was, biste was!“ – Hatteste nix, konnteste einpacken. Entsprechend groß waren die existenziellen Ängste vor dem Verlust des Wenigen, das noch da war.

Besitz sicherte Überleben. Ergo galt: Besitz gleich Sicherheit.

Zudem konnten sich die Menschen, die zwar überlebt hatten, denen Krieg und Gewalt aber die Seelen und das Mitgefühl zerfetzt hatten, sich wenigsten noch an ihren Besitz klammern, sich buchstäblich daran festhalten, daran aufrichten. Später im Nachkriegsdeutschland, als es um Wiederaufbau und „schaffe-schaffe-Häusle-baue“ ging, fanden sie in den Dingen, die sie sich sich nun leisten konnten oder „vom Munde abgespart“ hatten wenigstens einen Teil ihres Selbstwertes und ihrer Würde wieder.

Die Dinge wurden verlässlich und wurden emotional aufgeladen. Gaben Rahmen, Halt und Schutz.

Dinge loslassen? Wozu denn? Zudem: Undenkbar!

Den Dingen wurde Leben eingehaucht

Die Überhöhung und emotionale Aufladung der Dinge übertrug sich auf uns. Wir, die Kinder der Kriegskinder, lernten in unserem Familien schon als kleine Dötzchen, dass wir Sachen „in Ehren halten“ mussten. Bei uns zu Hause wurden Möbel, Klamotten, Geschirr und die Vase von Tante Hilde mit altarhafter Bedeutung aufgeladen, die weit über ihren eigentlichen Wert und ihre Bestimmung hinausgingen und mich in Ehrfurcht erstarren ließen. „Schonen“ musste ich die. Am besten nicht berühren, und wenn, dann „gut behandeln“. So wurden sie für mich fast zu lebenden Wesen.

Paradox. Denn meine Mutter hatte kein Mitgefühl für Menschen. Die mussten aus ihrer Sicht „da durch“. Mit deren Schmerz konnte sie sich „nicht lange aufhalten“. Ihr taten Tiere leid, der arme Hund, das arme Täubchen. Und besonders meine Klamotten, wenn ich sie als kleines Mädchen abends abstreifte und sie einen Haufen vor meinem Bett bildeten. „Ach Gott! Du bist unmööööglich! Was hat denn der arme Pulli Dir getan, dass du ihn so behandelst und auf die Erde schmeißt? Das tut mir so leid, wie der da liegt. Heb den auf! Ich kann das nicht sehen!“

Dinge tun nichts und „fressen kein Brot“

Und Dinge gaben nicht nur Sicherheit, sie griffen auch nicht an. Meiner Mutter konnten ihre Deckelvasen nicht wehtun, sie konnten sie weder verletzen, noch verlassen. Sie konnten nicht einfach versterben oder verschwinden. Sie konnte sich drum kümmern und sie herzschmerzgefahrlos anbeten und täglich abstauben. Und die ließen sich das gefallen. Gaben keine Widerworte und brachen keinen Streit, keine Grundsatzdiskussionen vom Zaun. Schlugen nicht zu und fraßen ihr, anders als die Menschen, vor allem nichts weg!

„Das frisst ja kein Brot“, war einer ihrer Lieblingssätze, mit dem sie die Anwesenheit von (wie ich fand) Tand und Trödel in ihrer Wohnung messerscharf verteidigte.

Haben kommt von Behalten

Dazu die Sätze: „Ich weiß, was Hunger ist. Ich weiß, was Kälte ist. Ich werfe nichts weg! Haben kommt von Behalten!“ – Oder: „Na wir hamm‘s ja…!“, wenn jemand sich aus ihrer Sicht ein zu großes Stück vom nie groß genugen Kuchen nahm …

„Ich halte meine Sachen in Ehren. Ich bin sparsam. Ich habe das Einteilen gelernt.“

Klar, dass auch ich lernte, nichts wegzuwerfen oder freiwillig wegzugeben, mich nicht von „Anziehsachen“ trennen zu dürfen. Die wurden behalten, aufgetragen und waren ganz ganz lange „noch guuuut“. Für den Garten oder wenn mal was zu renovieren war. Oder zum putzen.

Wovon Dinge ablenk(t)en

Viel half viel. Viel war gut und richtig. Viel Bettwäsche, viel Geschirr, das für jeden Tag und „das (nie benutzte!) Gute“, Vasen und Vorräte, Eingemachtes. „Man weiß ja nie!“ Dazu viele Schuhe, viele Klamotten, Stoffreste, Knöpfe.

Viel half und hilft viel beim Verstellen des erlebten Traumas und beim Überdecken des unterdrückten, verschwiegenen Schmerzes. Um Viel kannst du dich viel kümmern. Kannst abstauben, bügeln, in Ehren halten, räumen in Räumen. Das nie gefahrene Auto waschen und polieren.

Immer schön viel im Außen rumrödeln, damit du nicht zur Ruhe kommst und dein Innen nicht ansehen musst und ich zu spüren brauchst. Beschäftigt sein. Mit Dingen, um die du dich kümmern musst.

Aber: Dinge können dir keine Sicherheit geben!

Wenn du in einem traumatisierten Umfeld aufgewachsen bist, mit Bezugspersonen, die durch Verluste von Menschen und Dingen existenziell bedroht waren, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass sie diese stets schwelende existenzielle Bedrohung unbewusst an dich weitergegeben haben.

Es ist gut möglich, dass du dich in deinem Zuhause mit viel zu viel Kram umgibst oder dazu neigst, nichts weggeben oder gar wegwerfen zu können (oder zu dürfen?).

Es kann sein, dass dir die vielen Dinge, die du besitzt einen Rahmen, Halt und Sicherheit geben und du dir gar nicht darüber bewusst bist, dass du damit etwas weiterlebst, das nicht aus deinem Leben, sondern dem deiner Vorfahren stammt.

Denn klar ist ja auch, dass dir 40 Paar Schuhe und 30 Handtaschen keine Sicherheit geben können. Sie verstellen dir nur den Blick auf dich selbst, dein eigenes Leben und deine Entwicklung. Außerdem verstopfen sie deine (Wohn- und Lebens-) Atmosphäre, rauben dir den Überblick und die Luft zum Atmen. Und ihr immanent stets erforderlicher Kümmerfaktor raubt dir die Zeit, dich deinen wirklich wichtigen Lebensbelangen- und -träumen widmen zu können.

Und wenn du ehrlich bist, dann weiß du es selbst: Der einzige Mensch der dir als erwachsene Person Sicherheit geben kann, das bist DU SELBST. Und deine 48 Blumenübertöpfe helfen dir dabei leider nicht. Im Gegenteil!

Die Hintergründe der eigenen Gefühle verstehen

Ich kann mir meine mulmigen Gefühle, wenn ich Dinge aussortiere, die ich nicht mehr brauche, nie gebraucht habe, die ich schon immer hässlich fand, die nicht mehr passen oder uppe sind, nun besser erklären. Ich verstehe jetzt, warum mir das Wegwerfen einer angeschlagenen Tasse körperliches Unbehagen bereitet und ich es fast nicht „übers Herz bringe“: Weil das (vor dem Hintergrund der alten Geschichten) ganz einfach meine Existenz bedroht. Es ist in meinen Zellen gespeichert und mein Nervensystem weiß ganz genau: Tasse weg = Tod! –

Hier und heute ist das natürlich Unsinn, aber mein Körper hält es für wahr.

Was mir hilft, wenn die Panik kommt

Darum hilft es mir in diesen Momenten, in denen ich die Panik bemerke, kurz innezuhalten. Die unguten Gefühle nicht wegzuschieben, sondern zuzulassen und sie wertzuschätzen. Dann atme ich ein paarmal tief ein und wieder aus und sage mir: „Birgit, da ist es wieder. Es stirbt niemand, wenn du diese angeschlagene Tasse jetzt wegwirfst. Und es wird auch nichts ganz ganz Schlimmes passieren. Es ist in Ordnung. Du bist in Sicherheit!“

Und, ob du‘s glaubst oder nicht, es wird besser. Es geht von Mal zu Mal ein kleines bisschen leichter.

Dinge loslassen! Das bin ich mir wert.

Inzwischen habe ich beschlossen: Ich habe keine kaputten Dinge mehr in meinen Schränken. Ein Tasse mit einem Katscher, ein Glas mit einem Sprung? Bye-bye, auf Wiedersehen. Tonne! – Allerdings jedes Mal mit überwundenem, weniger werdendem Bauchgegrummel.

Ich möchte mich mit schönen, nützlichen und funktionstüchtigen Dingen umgeben und nicht mit Kram und Krempel, der‘s nicht mehr tut. Und wenn er tausend Mal von Tante Erna ist.

Bei uns um die Ecke ist ein Oxfam-Geschäft. Da habe ich vorgestern eine ganze Kofferraumladung von Klamotten abgegeben. Die Damen dort haben sich über die Spende gefreut, die Bügel in meinem Schrank lassen sich wieder hin- und herschieben und ich habe wieder Freude daran, meine gewaschenen Klamotten in den Schrank zu räumen. Ich sage „zu räumen“ und nicht „zu stopfen“. Yeah! Jubel!

Dinge loslassen: Je mehr Zeugs ich entsorge, desto mehr zelebriere ich den freien Raum. Spüre im wahrsten Sinne des Wortes meinen Freiraum, meine Freiheit und meine eigene Sicherheit. Stark fühlt sich das an.

Ich kann jetzt sagen: „Birgit, es ist sicher, das loszulassen! Tu‘s weg. Alles ist gut!“

Literaturtipp zum Thema: Der Roman „Bitternis“

Wie es dazu kommen kann, das Menschen in furchtbaren Situationen beginnen, Dinge zu horten, das habe ich beim Lesen des Romans „Bitternis“ von Joanna Bator* tief im Herzen verstanden. In der Geschichte, die von Frauen aus vier Generationen einer Familie erzählt, fängt ein Mädchen im Waisenhaus an, Essenreste, Brotrinden, einen Apfelspalten und immer weitere „Schätze“ unter ihrer Matratze zu verstecken. Ihr verschaffen diese Momente, Gefühle von Unabhängigkeit, Selbstwirksamkeit und Sicherheit.

Die Autorin beschreibt diese Akte des Anhäufens von Zeugs aus der Sicht des Mädchens, der jungen und später alten Frau, die sich über die Jahre ihres Lebens mehr und mehr zumüllt, so frei von jeglicher Bewertung und so zauberhaft, dass es einem das Herz zerreisst.

Für mich als Leserin ist das aus Sicht der Figur absolut folgerichtig, nachvollziehbar, richtig und ja: fast alternativlos. Auf jeden Fall verständlich! Weil es eine Wirkung hat und der Frau Stabilität gibt. Vielleicht die einzige, die sie im Leben hat.

Das so zu lesen, hat mich sehr berührt. Es hat mir neue Sichtweisen auf die großen generationenübergreifenden Zusammenhänge des Themas „Dinge loslassen“ eröffnet.

Danke Joanna für dieses wortgewaltige Epos und die Inspiration zu diesem Blogartikel!

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Birgit Ising mit Notebook
Wer schreibt hier eigentlich?

Hi, ich bin Birgit Elke Ising. Ex-Bank Managerin, Coachin, Autorin, Speakerin und (improvisierende) Schauspielerin. Ich bin Expertin für Transformationsunterstützung. Mit kreativen Coaching-, Theater- und Schreib-Techniken helfe ich dir aus der Schwere ins Handeln.
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9 Kommentare

  1. Liebe Birgit,

    von Herzen Danke für diesen wundervollen Artikel! Ich selbst strebe ein minimalistisches Leben an, welches leider aus benannten Gründen nicht so richtig funktioniert. Ich schiebe „Dinge/ Zeug“ von einer in die nächsten Ecke.
    Ich komme aus der ehemaligen DDR, wo sogar Geschenkpapier, inkl. Band gebügelt wurde („Wir hatten ja nichts“, höre ich noch heute meine Mutter sagen.). Und doch, ich übe mich täglich im Loslassen und werde Deine Worte ab jetzt im Hinterkopf behalten.
    Alles Liebe
    Karina

    1. Liebe Karina, ooh, das mit dem Geschenkpapier und Bandbügeln, das kenne ich auch von Zuhause. Und auch die Rumräume-Schieberitis sind mir wohlbekannt. Freut mich, dass mein Artikel bei dir auf Resonanz trifft. Danke für deinen offenen Kommentar. Herzlichst Birgit

  2. Du hast mich mit deinem Artikel komplett abgeholt. Vor kurzem habe ich meine Eltern besucht, bei denen ein Umzug ins betreute Wohnen ansteht. Es ist zwar nicht mehr ganz bis obenhin voll, aber schon ziemlich. Ich habe mir da geschworen, dass meine Tochter unser Haus nicht ausräumen muss und direkt schon gestartet, zu entmisten. Wobei es nicht sonderlich hilfreich ist, wenn der Göttergatte mehr noch als ich zum Horten neigt. Ich kenne das Gefühl nur zu gut, nicht gleich den Kühlschrank wieder aufzufüllen, wenn ich eine Sache herausgenommen habe oder wenn ich eine Tasse entsorge. Aber ich finde es auch ungleich befreiend, den Kram, den ich nicht mehr brauche, ins Second Hand Kaufhaus zu geben und zu sehen, dass er dort noch verwertet werden kann.
    Vielen Dank für deinen Artikel! Ich gehe dann schnell mal wieder in den Keller und mache dort weiter!!!

    1. Liebe Anette, ich danke Dir herzlich für Deinen Kommentar. Wirklich der Wahnsinn, was Eltern uns in ihren Häusern und Wohnungen hinterlassen. Kennst Du das wunderbare Theaterstück „Die Dinge meiner Eltern“ von Gilla Cremer (https://www.gillacremer.de/die-dinge-meiner-eltern), in dem sie das Thema auf ganz zauberhafte Weise angeht? Es bleibt eine Aufgabe, uns auch in unseren Haushalten nicht voll zu müllen, sondern die Dinge mit kritischen Augen zu betrachten. Viel Spaß im Keller. Da war ich gestern …

  3. Oooh ja, das Haus, in dem ich aufgewachsen bin, ist auch vollgestopft bis unter die Decke …

    Bei mir ist das in den allermeisten Fällen ins Gegenteil umgeschlagen: Ich empfinde Besitz als belastend. Ich hab kein Haus, kein Auto, kein Boot. Ich hab an Geschirr, Besteck und anderen „Aussteuer“-Dingen nur das Nötigste. Was dazu führt, dass ich seit 15 Jahren dieselben 3 Sets Bettwäsche benutze. Sind objektiv noch gut. Alle Knöpfe noch dran, alle Fäden fest. Nur wird es mir ein bisschen langweilig damit. Aber was Neues kaufen, einfach weil’s gefällt? Wenn das alte noch funktioniert? Ei-ei-eiii. Schwierig.

    Dafür platzen mein Kühlschrank, Gefriertruhe und das Vorratsregal immer aus allen Nähten. Wenn ich nur noch so „wenig“ habe, dass es nicht reichen würde, um spontan 5 Freunde zu verköstigen, muss Nachschub her. Bekloppt? Bekloppt!

    1. Liebe Djuke, lustig, wir haben auch nur drei Bettwäsche-Sets und die gleichen Überlegungen am Start. Und: Mich macht es auch viel ruhiger und ich fühle mich unbelasteter, wenn nicht so viel „Zeug“ um mich herumschwirrt. Futter horten in Kühl-, Tiefkühlschrank und Vorratsschublade kann ich ebenfalls gut. „Es muss ja für alle reichen!“ – Manchmal, bis es Fell hat. Irre! Danke für Deinen inspirierenden Kommentar.

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